ATP-Challenger Hagen: Tom Gentzsch kämpft sich ins Finale gegen Jérôme Kym
Tom Gentzsch steht im Finale des ATP-100-Challenger-Turniers in Hagen. Der Deutsche setzte sich am Samstagnachmittag im Match des Tages gegen den an Position drei gesetzten Ungarn Zsombor Piros mit 6:4, 6:4 durch und erreichte damit das vierte Challenger-Finale seiner Karriere, in dem er auf den Schweizer Jérôme Kym treffen wird.
von PM
zuletzt bearbeitet:
08.08.2026, 18:42 Uhr

Zu Beginn der Partie entwickelte sich ein ausgeglichenes Duell. Beide Spieler servierten stark und erspielten sich immer wieder Breakchancen, die jedoch zunächst ungenutzt blieben. Viele Spiele gingen über Einstand, wobei sich Gentzsch vor allem mit druckvollen Returns und seiner Vorhand immer wieder Vorteile erarbeitete.
Beim Stand von 2:2 gelang dem Deutschen schließlich das erste Break der Partie. Piros erhöhte danach den Druck und erspielte sich seinerseits mehrere Möglichkeiten zum direkten Ausgleich. Gentzsch blieb jedoch in den entscheidenden Momenten stabil, wehrte die Breakchancen ab und verteidigte seine Führung. Kurz vor Satzende erspielte er sich weitere Break- und Satzbälle, die Piros noch abwehren konnte. Wenig später brachte Gentzsch den ersten Durchgang mit einem souveränen Aufschlagspiel ohne Punktverlust mit 6:4 nach Hause.
Auch im zweiten Satz erwischte Piros zunächst den besseren Start und nahm Gentzsch früh den Aufschlag ab. Der Deutsche antwortete jedoch umgehend, schaffte das Rebreak und fand schnell wieder zu seinem Rhythmus. Während Piros immer wieder versuchte, Gentzsch mit kurzen Bällen ans Netz zu locken, blieb der Deutsche seiner Linie treu und dominierte viele Ballwechsel von weit hinter der Grundlinie.
Beim Stand von 3:3 erspielte sich Gentzsch erneut Breakchancen und nutzte schließlich seine zweite Möglichkeit zur 4:3-Führung. Auch danach blieb die Partie umkämpft, doch Gentzsch behielt bei eigenem Aufschlag die Nerven und verwandelte nach 1:29 Stunden seinen ersten Matchball zum Finaleinzug.
Nach der Partie sagte Gentzsch: „Es fühlt sich sehr gut an. Ich habe mir den Sieg heute hart erarbeitet. Es war ein gutes Match und ich bin einfach zufrieden, dass ich jetzt im Finale stehe.“
Über seinen Finalgegner Jérôme Kym sagte er: „Wir haben schon zweimal gegeneinander gespielt. Einmal hat er gewonnen, einmal ich. Deshalb wird es ein ausgeglichenes Match und ein harter Fight. Ich werde alles geben und dann schauen wir, wer am Ende gewinnt.“
Jérôme Kym wartet im Finale
Im ersten Halbfinale setzte sich Jérôme Kym gegen den Dänen Elmer Møller mit 6:1, 7:6(4) durch.
Der Schweizer erwischte den deutlich besseren Start und erspielte sich früh eine komfortable Führung. Vor allem sein starker erster Aufschlag setzte Møller immer wieder unter Druck, während der Däne ungewohnt viele unerzwungene Fehler mit seiner sonst so starken Rückhand produzierte. Kym dominierte das Spiel von der Grundlinie und entschied den ersten Satz souverän mit 6:1 für sich.
Im zweiten Durchgang drehte sich das Momentum zunächst. Møller spielte aggressiver, zwang Kym häufiger zu Fehlern und erspielte sich eine frühe Führung. Als der Däne beim Stand von 5:3 bereits zum Satzausgleich aufschlug, kämpfte sich Kym jedoch eindrucksvoll zurück und glich zum 5:5 aus. Die Entscheidung fiel schließlich im Tiebreak. Dort erspielte sich der Schweizer früh einen kleinen Vorsprung und verwandelte nach 1:33 Stunden seinen zweiten Matchball zum Finaleinzug.
Nach dem Match sagte Kym: „Es ist lange her, dass ich zuletzt in einem Finale gestanden habe. Ich habe sehr schwierige Zeiten mit vielen Verletzungen hinter mir. In den vergangenen Jahren lief es nicht so gut für mich deshalb freue ich mich umso mehr, dass sich die harte Arbeit in dieser Woche auszahlt. Ich versuche jede Woche mein Bestes zu geben und jeden Tag besser zu werden. Ich bin froh, dass ich jetzt mal wieder in einem Finale stehe und um den Titel spielen kann.“
Das morgige Endspiel zwischen Tom Gentzsch und Jérôme Kym beginnt am Sonntag um 14:30 Uhr auf dem Center Court.
