Challenger Hagen: Topo verpasst knapp Viertelfinale — Deutsches Duell am Freitag

Mit dem Abschluss der Achtelfinalpartien stehen die letzten Teilnehmer des Viertelfinales der platzmann open 2026 fest. Im Match des Tages auf dem Center Court setzte sich der Spanier Carlos Taberner gegen den deutschen Lucky Loser Marko Topo mit 3:6, 6:3, 6:3 durch.

von PM
zuletzt bearbeitet: 07.08.2026, 00:15 Uhr

Marko Topo verpasste den Viertelfinaleinzug gegen Carlos Tarbener.
© Curls en Vogue
Marko Topo verpasste den Viertelfinaleinzug gegen Carlos Tarbener.

Vor gut gefüllten Tribünen entwickelte sich von Beginn an eine intensive Begegnung auf hohem Niveau. Beide Spieler agierten offensiv, suchten immer wieder den direkten Weg zum Punktgewinn und bestimmten die Ballwechsel mit ihren druckvollen Vorhänden von der Grundlinie aus. Topo erwischte den besseren Start, spielte mutig nach vorne und setzte Taberner mit seinem variablen Spiel immer wieder unter Druck. Vor allem mit seiner aggressiven Vorhand und hohem Tempo überzeugte der Deutsche im ersten Satz und sicherte sich die Führung.

Im zweiten Durchgang erhöhte Taberner jedoch spürbar das Niveau. Zwar hielt Topo die Partie lange offen und blieb auch in schwierigen Situationen stabil, doch der Spanier agierte in den entscheidenden Momenten etwas konsequenter. Immer wieder entwickelte sich ein intensiver Schlagabtausch, in dem beide Spieler um jeden Punkt kämpften. Taberner nutzte schließlich seine Chancen und glich die Partie aus.

Während es auf dem Center Court zunehmend kühler und dunkler wurde, knüpften beide Spieler im entscheidenden dritten Satz zunächst an das hohe Niveau der vorherigen Durchgänge an. Taberner übernahm jedoch zunehmend die Kontrolle, variierte das Tempo geschickt und ließ Topo immer seltener in die Offensive kommen. Der Deutsche stemmte sich bis zum Schluss gegen die Niederlage, konnte den Rückstand jedoch nicht mehr aufholen.

Für Taberner bedeutet der Erfolg ein gelungenes Comeback. Der Spanier war zu Jahresbeginn noch unter den besten 100 Spielern der Weltrangliste geführt worden, musste nach den Australian Open aufgrund von Rücken- und Oberschenkelproblemen jedoch eine rund sechsmonatige Pause einlegen. Erst in der vergangenen Woche kehrte er beim Challenger-Turnier in San Marino auf die Tour zurück. In Hagen erreichte er nun erstmals wieder das Viertelfinale. Dort trifft er auf den Dänen Elmer Møller, der sich nach einem zwischenzeitlichen 2:5-Rückstand noch mit 7:6(4), 7:6(2) gegen den Italiener Raul Brancaccio durchsetzen konnte.

Besonders im Fokus steht am Freitag auch das rein deutsche Viertelfinale zwischen Henri Squire und Tom Gentzsch. Die beiden treffen nicht vor 17 Uhr auf dem Center Court aufeinander.

Die ersten beiden Viertelfinalpartien beginnen am Freitag um 14 Uhr. Auf dem Center Court trifft der an Position drei gesetzte Ungar Zsombor Piros auf den Niederländer Guy den Ouden. Parallel dazu stehen sich am Sparkassen Premium Court Lorenzo Giustino und Jérôme Kym gegenüber. Giustino setzte sich am Donnerstag in einer umkämpften Partie gegen den 14 Jahre jüngeren Qualifikanten Matej Dodig mit 4:6, 7:5, 7:6(4) durch. Kym gewann sein Match gegen den Niederländer Max Houkes mit 6:3, 7:6(4).

Im Doppelwettbewerb werden am Freitag bereits die Halbfinalpartien ausgetragen. Dabei treffen die beiden Kroaten Admir Kalender und Nino Serdarušić auf Zdeněk Kolář und Matej Vocel aus Tschechien. Im zweiten Halbfinale spielen Andrew Paulson aus Tschechien und Joran Vliegen aus Belgien gegen die britisch-niederländische Paarung Finn Bass und Jarno Jans.

von PM

Donnerstag
06.08.2026, 22:45 Uhr
zuletzt bearbeitet: 07.08.2026, 00:15 Uhr