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Das war HTT FO Tag 3 – mit Cevapcici-Duft und dem ersten Regen

Wir stehen mitten drin im HTT French Open Wochenende 2026. Ein spannender Sonntag mit sicher hochkla...

von Claus Lippert
zuletzt bearbeitet: 31.05.2026, 11:18 Uhr

Wir stehen mitten drin im HTT French Open Wochenende 2026. Ein spannender Sonntag mit sicher hochklassigen Achtelfinal-Entscheidungen liegt vor uns, und ein weniger spektakulärer Samstag mit üblichen HTT FO-Samstags-Traditionen liegt hinter uns. Vom Quali-Finaltag mit Cevapcici geschwängerter Luft bis zur ersten Regenunterbrechung, berichtet C.L

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HTT FO-Samstag , ein letztes Mal stehen die Qualifikanten im Mittelpunkt des Geschehens

Obwohl schon mit dem dritten Spieltag recht fortgeschritten im Turnierverlauf, ist der HTT French Open Samstag wie jedes Jahr, noch einmal der Großkampftag der Qualifikanten. Ein letztes Mal – es sei denn es gibt eine echte Sensation zu vermelden und zu bestaunen – haben die Future-, und Challenger-Helden der Hobby Tennis Tour das Zepter in der Hand, und bevölkern mehrheitlich die rote Asche der UTC La Ville-Courts. Ihr Ziel knapp vor Augen, im wichtigsten und prestigeträchtigsten Sandplatzturnier des Jahres im Hauptfeld aufzuschlagen, rufen die HTT-Stars aus der zweiten Reihe noch einmal alles ab. Da wird gefightet und gerutscht, die einen unterstützt von großen Fanclubs vor Ort auf der Terrasse, die anderen im Alleingang, quasi “free solo” ohne jeglichen Support. Beide Weg können freilich zum Ziel führen, eine samstägige Hauptbewerbs-Partie gegen einen der HTT Topstars zu ergattern. Die Spieß-Brüder Leopold und Ferdinand stürmten zum Beispiel lautstark und tatkräftig unterstützt im Doppelpack und Gleichschritt durch die Quali, während die erfahrenen Spieler wie Markus Gursch und David Haselmayer sich “solo” durch die Quali-Mühlen kämpften. Einer der Qualifikanten schaffte es sogar auf den Centercourt, wo er, der junge Deutsche Felix Scurtu gegen den 2fachen HTT Grand Slam Sieger Fabian Mayrhuber beim 3.6, 2:6 eine weitere Talentprobe ablegte. Zwei Quali-Helden, nämlich der estische Youngster Igor Maelson und der rumänische Routiinier Catalin Dreghici schafften es sogar in die zweite Hauptbewerbsrunde.

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Markus Hobiger vertreibt letzte getreue Fans, und Cevapcici-Duft lag in der Luft am Altmannsdorfer Ast

Aja, über Markus Hobiger müssen wir auch noch reden. Der 49jährige der sich bei Mitspielern über die harte – allerdings auch höchst berechtgte – Kritik in den HTT Medien nach seiner unterirdischen Freitags-Vorstellung echauffierte, tat am Samstag im Quali-Finale gegen Markus wenig bis gar nichts, um deutlich bessere Kritiken für sich zu lukrieren. Einen weiteren langwierigen und langweiligen Auftritt hatte der 18fache HTT French-Open-Starter aus Guntramsdorf im petto, damit verjagte er mitten im Match sogar seinen in Richtung Champions-League eilenden Mentor Willi Grimus, und die letzten getreuen Fans wie Michael Happe und Anton Zierl, die sich schauerhaft lieber dem Balkan-Grill auf der La Ville-Terrasse widmeten. Apropos Grill! Schon zur Mittagszeit hatten es die Spieler auf den beiden Show-Courts im UTC La Ville richtig schwer. Es war nicht die Hitze, auch nicht der jeweilge Gegner, sondern die von Cevapcici geschwängerte Luft am Altmannsdorfer Ast. Die serbischen Betreiber rund um Chefin Jelena, hatten bombastisch schmeckende Grill-Spezialitäten auf ihrem “Luxus-Griller” aufgelegt, und so für die lukullischen HTT FO Highlights des dritten Spieltages gesorgt.

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Traditioneller HTT-French-Open-Samstagsregen, sorgt für Reputation von Court Lance Lumsden

Eine der verlässlichen HTT French Open Traditionen für den jeweiligen Turnier-Samstag kommt natürlich auch aus der Abteilung “Meteorologie”. Wie jedes Jahr, sind am dritten Spieltag die Qualitäten des HTT Veranstalters in Sachen Spontanität, Improvisation und Organisation gefragt. Glücklicher Weise kann der aber auf 36jährige Erfahrung in diesem Metier zurückgreifen, und bleibt völlig cool und entspannt, wenn sich neben ihm in der Turnierleiter-Box die Hobby-Meteorologen & Reserve-Platzwarte durch ihre pessimistischen Wetter-Apps klicken, und mit teils kuriosen Experten-Meinungen und abstrusen Vorschlägen auffällig offfensiv in Erscheinung treten. Pustekuchen! Was kümmert das den HTT Veranstalter, wenn er auf das eingespielte Platzwart-Team des UTC La Ville und den Erfahrungsschatz des ehemaligen La Ville-Chef-Platzkosmetikers Peter zurückgreifen kann. Und wenn er den Trumpf der besten Sandplätze der Stadt in der Hinterhand hält. Die Courts des UTC La Ville sind sowas wie eine Turnier-Versicherung gegen regnerisches Wetter. Und die rote Asche am Altmannsdorfer Ast hat an diesem gestrigen 30. Mai 2026 auch irgendwie ihr Comeback gefeiert. Denn wir erinnern uns alle noch mit Schaudern an den noch gar nicht lange zurückliegenden 12. Mai, als auf Lance-Lumsden nach einem Regenguss nichts mehr ging, und der heilige Centercourt des Union Tenniscenters in Wien-Liesing seinen legendären Status als erster spielbarer Tennisplatz der Bundeshauptstadt nach Regenfällen einbüßte. Wenn die benachbarten Tennisclubs nach einer egal wie lange andauernden Regenfront früher wieder den Spielbetrieb aufnehmen können, als auf “Lance Lumsden”, dann schien das Ende der Welt wirklich nahe.

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Das La-Ville-Tennisplatz-Wunder von Altmannsdorf

Jetzt ist die alte Hackordnung wieder hergestellt, die Reputation des La Ville Centercourts gelungen, und das in eindrucksvoller Form. Als sich gestern Nachmittag der Himmel über Wien-Altmannsdorf dunkel verfärbte und ein Gewitter-Ausläufer die Courts am ehemaligen Dr. Karl Waltl-Weg unter Wasser setzten, war für viele vor Ort Anwesende der Tennistag gelaufen. Auch für die HTT FO Debütanten Paul Peter Weinhandl und Fabian Johannides, die gerade zu ihrem Doppel-Quali-Finale eingetroffen waren, und vor einem rötlich eingefärbten See standen. Die beiden Newcomer verdrehten Kopf schüttelnd ihre Augen, als ihnen von offizieller Seite mitgeteilt wurde, sie mögen bitte warten, es wird bald weitergehen! In der Halle so dachte das Duo, um eine Stunde später ihren Augen kaum trauend, den kleinen Centercourt zum Showdown um ein Main-Draw-Ticket im Doppelbewerb zu betreten. “So was habe ich noch nie gesehen. Man konnte förmlich zuschauen, wie das Wasser von den Plätzen verschwindet”, meinte das Duo uniso. Und noch eine kuriose Anekdote des samstägigen Gewitters über dem Süden von Wien. 150 Meter Luftlinie liegt der Altmannsdorfer TC, und damit jener Club der am besagten 12. Mai nach starken Regenfällen recht rasch wieder spielbereit war. Am gestrigen Tag fanden sich dort zwei Meisterschaftsteams ein, um ein Duell zur Wiener Mannschaftsliga auszutragen. Jenes der Gastgeber und einige Herren vom SV Schwarz Blau. Irgendwann knapp vor 16 Uhr standen sie alle vor dem HTT Veranstalter, um für sportliches Asyl in der La Ville Halle anzufragen. Und wieder gab es staunende Blicke bei den Gästen, die aufgrund ihres Regenabbbruchs die Halle einer Anlage buchten, auf der vor ihnen im freien Tennis gespielt wird. Und das eben 150 Meter Luftlinie vom Geschehen des Abbruchs entfernt.

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Mike Juritsch wartet weiter auf seinen ersten Saisonsieg auf Sand

Sportlich hielten sich die Highlights des dritten Spieltages bei den 35. HTT French Open 2026 in deutlich engen Grenzen. Mike Juritsch beispielsweise, die Nummer 6 der Setzliste, war am Samstag Nachmittag nach dem Regen aufgebrochen, um seine aktuelle und akute Ergebniskrise auf rotem Ziegelmehl zu beenden. Da kam Lieblingsgegen Milan Volbert gerade zur rechten Zeit. 3:0 führte der US Boy im direkten Vergleich mit Deutschlands zweitbestem HTT Spieler, das Ende der Erfolglosigkeit des 36jährigen auf Sand schien möglich. Erst recht, als er den ersten Satz im Tie-Break erkämpft hatte, und im dritten Durchgang zwischenzeitlich führte. Am Ende setzte es aber doch wieder eine Enttäuschung. Mit 7:6, 2:6, 3:6 nach einer verbesserten Vorstellung gegen einen allerdings eher mau spielenden Gegner, kassierte Juritsch seine bereits fünfte Erstrunden-Niederlage auf Sand in Serie. Spaniens Baby gestresste Nummer 1 Fernando Romero stoppte unterdessen den kurzen Erfolgsrun von Karl Pichler, der scheinbar ein Spieler für die großen Bühnen ist. Am Freitag vor vollem Haus und von bombastischer Stimmung getragen, schlug er den höher eingeschätzten Florian Strutzenberger, um 14 Stunden später – nur vor den Augen seines Coaches und ohne Fans – eine 3:6, 3:6 Klatsche umgehängt zu bekommen. Das wiederum kam seinem Coach wohl “spanisch” vor. Locker eine Runde weiter sind auch Mateo Wagner nach einem Zweisatzsieg über den Qualifikanten Leopold Spieß sowie Fabian Mayrhuber bei seinem 11. HTT FO Start und einem klaren Erfolg über den deutschen Qualifikanten Felix Scurtu.

 

von Claus Lippert

Sonntag
31.05.2026, 10:45 Uhr
zuletzt bearbeitet: 31.05.2026, 11:18 Uhr