Martin Priban vollendet Tennismärchen mit HTT Wimbledon-Titel
Mit mehreren heißen Eisen im Feuer, sind die von HTT Rasenkönig Vladimir Vukicevic angeführten Jungs...
von Claus Lippert
zuletzt bearbeitet:
08.07.2026, 14:18 Uhr
Mit mehreren heißen Eisen im Feuer, sind die von HTT Rasenkönig Vladimir Vukicevic angeführten Jungs von WAT Landstraße in die 35. Auflage von HTT Wimbledon 2026 gestartet. Nach einer herausragenden Mannschaftsleistung mit drei WAT-Spielern im Halbfinale, hat am Ende Martin Priban die imposante Dominanz der heimischen Spieler in einen wohlverdienten Triumph verwandelt. Der 22jährige avancierte am Dienstag Abend zum großen Helden eines der traditionsreichsten HTT-Events im Kalender, und kürte sich nach einem intensiven und 3:47 Stunden dauernden finalen Schlagabtausch mit einem 6:4, 3:6, 6:3, 7:6 Erfolg über Serbiens Jungstar Uros Bigic zum viel umjubelten HTT Wimbledonsieger 2026. Mit seinem ersten HTT Grand Slam Erfolg vollendete Martin Priban seine persönliche WAT Landstraße Story, die 2013 hier als tennisspielender Knirps im zarten Alter von 9 Jahren als Allerweltsgeschichte begann, und am 7. Juli 2026 mit dem Gewinn des HTT Wimbledontitels als Tennismärchen endete. Ein Bericht von C.L
Wie Klein-Martin bei WAT Landstraße seine Liebe zum Tennis fand
So eine Geschichte wie jene des frischgebackenen HTT Wimbledonsiegers kannst Du nicht erfinden. Wieder einmal beweist sich, die schönsten Geschichten schreibt einfach das Leben selbst. Und diese Geschichte, nachfolgend kurz erzählt, ist vielleicht auch die schönste, die die Hobby Tennis Tour in ihren mittlerweile 36 Bestandsjahren zu bieten hat. Pribans beinahe schon kitschige persönliche Geschichte mit dem Tennisclub in der Baumgasse Nr. 58, könnte auch Stoff für einen erfolgreichen Hollywood Blockbuster sein. Bereits im zarten Alter von 9 Jahren hirschte Klein.Martin über die Rasen-Courts des WAT Landstraße. Sein Racket viel zu groß, und er selbst kaum über das Netz ragend, entdeckte er seine Liebe zum Tennis. 2015 feierte der damals 11jährige dann sein Debüt auf HTT Grand Slam Ebene mit dem Start in der Qualifikation zu HTT Wimbledon. Es wurde gleich ein aufsehenerregendes Debüt, das dem Junior gleich die ganze Gefühlswelt einer Tenniskarriere in nur einem Match vor Augen führte. Priban führte lag gegen den US Amerikaner Frederik Campbell nach viel bestaunter Leistung mit 6:4, 5:1 voran, ehe er die Nerven schmiss, und sein allererster HTT-Auftritt auf HTT Major-Ebene nach 0:6 verlorenem dritten Satz im Tal der Tränen endete. Die sich anbahnende Liebesbeziehung zwischen Klein-Martin und seinem Heimturnier war mit einmal abgekühlt. 5 Jahre lang hatte er danach das Kult-Event HTT Wimbledon gemieden, und das obwohl das wichtigste Turnier des Jahres um den goldenen Pokal alljährlich direkt vor seiner Haustüre ausgespielt wurde.
Martin Priban, als Teenie auf Du & Du mit den HTT Wimbledonsiegern der 2010er-Generation
Allerdings hielt Priban die Liebelei zu HTT Wimbledon in den Jahren seiner sportlichen Abwesenheit immer am Köcheln. Der damalige Teenie war praktisch ein alljährllich fix eingeplanter Part bei den Siegerehrungen, wo er mit den Größen und Topstars der Szene praktisch auf Du & Du war, und mit den HTT-Wimbledonsiegern der 2010er-Generation von den Siegerbildern lachte. Und ein Auszug aus einem HTT Wimbledon-Artikel von vor über 10 Jahren, verdeutlicht besonders schön, was sich am gestrigen Abend des 7. Juli am Centercourt des WAT Landstraße zugetragen hat. “Am längsten war der Junior aber dennoch im Turnier, denn wenn der erste Sieg bei einem HTT-Grand-Slam-Turnier zwar noch warten muss, so erkundete Martin am Dienstag Abend bei der Siegerehrung doch gleich einmal, wie es sich anfühlt, so einen goldenen HTT-Wimbledon-Pokal in Händen zu halten.” Dieses Gefühl kennt er nun, denn exakt um 21:06 Uhr war es soweit. Martin Priban nahm die goldene Trophäe für den HTT Wimbledonsieg 2026 aus den Händen des HTT Veranstalters entgegen, das Tennis-Märchen des Martin P. ist mit dem krönenden letzten Kapitel “vorerst” zu Ende geschrieben.
Priban und Bigic in ihrem jeweills zweiten HTT Grand Slam Finale
Zuvor hatten sich Martin Priban und Uros Bigic 282 intensive Ballwechsel in einer 3:47 Stunden dauernden Finalschlacht geliefert, und damit dem Publikum im Club vor Ort einen großartigen Tennisabend beschert. Als nach vier spannenden Sätzen im Tiebreak des letzten Durchgangs ein von Priban mit der Vorhand gespielter Ball für Bigic nicht mehr retour zu spielen war, streckte Priban seine Arme zum Zeichen des Sieges in den durch das gleißende Centercourt-Flutlicht erhellten Nachthimmel über Wien-Landstraße, eine sehenswerte, hochklassige Tennisschlacht war geschlagen. Beide Spieler standen an diesem denkwürdigen Abend in ihrem jeweils zweiten HTT Karriere-Grand-Slam-Finale. Beide fanden in der Vergangenheit übrigens in Italiens Luca Vanella ihren Bezwinger. Priban scheiterte im HTT Wimbledon-Finale 2024 am Mann aus Bella Italia, und Bigic fand im italienischen “Enfant terrible” im HTT French Open Endspiel des Vorjahres seinen Meister. Den besseren Start ins dritte HTT Grand Slam Saisonfinale – übrigens zum dritten Mal ohne rot-weiß-rote Beteiligung – hatte Martin Priban, der mit einem Zwischensprint und acht in Folge gewonenen Punkten das entscheidende Break zum 3:2 schaffte, und dieses Minuten später in die 1:0 Satzführung umwandelte. Bigic konterte aber rasch, sschaffte im zweiten Satz nach Abwehr von drei Spielbällen seines Gegners zum 3:3 das entscheidende Break zum 4:2 und war nach 100 gespielten Minuten mit 6:3 zurück in diesem Finale.
Priban gewinnt Tie-Break des vierten Satzes, und holt nach 17 Jahren Pause den zweiten slowakischen HTT Grand Slam Titel der Geschichte
In der Folge in den Sätzen 3 und 4, hätte der junge Serbe, heuer auch schon HTT French Open Semifinalist, durchaus die Möglichkeiten gehabt, dieses Match in seine Richtung zu lenken. Es wurden aber zwei Sätze voller vergebener Chancen. Im dritten Heat führte Bigic mit einem raschen Break 2:0, und fand bei 3:5 sogar nochmals eine Break-Chance zum 4:5 vor. Der Satz und damit die 2:1 Führung gingen aber an Priban, der im vierten Durchgang den Anschein erweckte, körperliche Probleme zu haben. Ein Solo von Bigic in Richtung Satz Nr. 5 zeichnete sich ab. Immerhin führte der 16jährige mit 3:0 und 4:1, allerdings nur ein Break (jenes zum 2:0) inkludiert. Und genau dieses eine Break holte sich Priban zum 3:4 zurück, danach ging es mit dem Aufschlag ins Tie-Break, wobei Priban bei 4:5 und 5:6 Coolness bewies, und dem Druck des Aufschlag halten müssens, bravourös stand hielt. Im Tie-Break behielt Priban dann ebenfalls die Nerven, und machte die Geschichte um 20:58 Uhr mit verwandeltem Matchball rund. 73 Winner bei “nur” 63 Eigenfehlern, sieben Asse und eine passable Service-Quote waren die statistischen Eckpfeiler des Priban-Erfolgs, mit dem er auf Platz 12 in der HTT Computer-Rangliste – und damit so hoch wie nie zuvor in seiner Karriere – kletterte. Zudem sorgte Priban noch für eine kleine historische Fußnote, holte er doch 17 Jahre nach Branislav Grznar bei den HTT Australian Open 2009 den zweiten slowakischen HTT Grand Slam Turniersieg der Geschichte. Übrigens: Noch ein lustiges Detail am Rande. Besagter Grznar holte seinen HTT AO Titel im Jahr 2009 übrigens auch in der Baumgasse. Schräg gegenüber im Tennispoint Vienna.
Die Stimmen der Finalisten zum HTT Wimbledon-Endspiel 2026
Martin Priban avancierte derweil zum 66. Grand Slam Sieger der HTT Geschichte, und zeigte sich dann bei der abschließenden Pressekonferenz durchaus emotional. “Dieser Erfolg bedeutet mir extrem viel. Ich kann es eigentlich noch gar nicht richtig fassen. Meine ersten Gedanken an den Titel hatte ich bereits nach dem 6:4 im ersten Satz. Ich habe sie aber schnell verworfen, und dann hoch konzentriert weiter gespielt. Ich bin überglücklich. Daheim, da wo ich mit Tennis begonnen habe, und den Pokal für viele HTT Wimbledonsieger überrreicht habe, den Titel zu gewinnen, ist überragend. Ich habe viel trainiert, eine gute Entwicklung genommen, und das ist jetzt das Resultat. Das ich heute in vielen Situationen nach Rückstand wieder zurück gekommen bin, war aus meiner Sicht der Schlüssel zum Erfolg. Im vierten Satz habe ich kurz darüber nachgedacht, mich schon für den fünften Satz zu schonen. Aber durchzuziehen war die richtige Entscheidung, wer weiß, wie ich im fünften Satz performt hätte. Uros war ein unangenehm spielender Gegner, hat mit vielen Winkelbällen agiert und mir das Leben schwer gemacht. Ich hatte während des Matches viele Zweifel, dieses Match noch verlieren zu können, aber ich habe dann versucht, ergebnisunabhängig zu spielen, und ich habe dann am Ende wirklich Punkt für Punkt gespielt”, analysierte der Sieger. Und Uros Bigic? “Martin ist mit den Umständen heute besser zurecht gekommen, und war konstanter als ich. Ich hatte alles was man braucht um dieses Match zu gewinnen. Ich hatte im dritten Satz 2:0 und Chancen auf 3:1, im vierten Satz 4:1. Man braucht nicht viel herumphilosophieren. Mein Gegner hat die Chancen besser genützt, und daher den Sieg verdient”, so der 2fache HTT Grand Slam Finalist aus Serbien.
