tennisnet.com Hobby Tennistour

HTT-Altstars in HTT Wimbledon noch einmal im Mittelpunkt

Ein genauerer Blick auf das Main Draw der 35. Auflage von HTT Wimbledon macht sicher! Ja, die beiden...

von Claus Lippert
zuletzt bearbeitet: 05.07.2026, 13:18 Uhr

Ein genauerer Blick auf das Main Draw der 35. Auflage von HTT Wimbledon macht sicher! Ja, die beiden HTT-Großmeister Damian Roman & Vladimir Vukicevic stellen sich noch einmal gemeinsam der unaufhaltsam heranbrausenden jungen wilden Garde, und das im Kampf um eine der vier begehrtesten Trophäen im Tennis-Breitensport Österreichs. Zusammen haben die beiden internationalen HTT-Superstars, die auch den offiziellen Status eines HTT-Botschafters inne haben, die Historie des HTT Rasenklassikers bestimmt wie kein Duo jemals zuvor. Sieben Titel haben Roman & Vukicevic im HTT-Rasen-Mekka in den vergangenen 13 Jahren zusammengetragen, und damit eine unvergleichbare Ära geprägt. Am gestrigen zweiten Spieltag von HTT Wimbledon 2026 waren die aktuelle Nummer 1 aus Rumänien und die ehemalige Nummer 1 aus Serbien erstmals im Einsatz und sofort wieder im Mittelpunkt des Geschehens. Ein Bericht von C.L

wat13

Damian Roman & Vladimir Vukicevic – die HTT Altstars stehen wieder im Mittelpunkt von HTT Wimbledon 2026

19,2 Jahre beträgt das Durchschnittsalter jener jungen Herren, die sich am zweiten Spieltag für das Achtelfinale von HTT Wimbledon qualifizieren konnten, und die als Nachfolger und Erben jener beiden HTT Ausnahmespieler gelten, die sich am gestrigen Samstag ebenfalls, und erwartungsgemäß ein Ticket für die letzten 16 des dritten HTT Saison-Major-Events erspielen konnten. Damian Roman & Vladimir Vukicevic, zusammen rüstige 88 Jährchen halt, halten im Kampf mit der superstarken HTT Next Gen im sportlichen Bereich voll dagegen. In Sachen Publicity stehen die beiden HTT Megastars im Vergleich mit dem Rudel junger hungriger Zukunftsstars, aber noch auf einer ganz anderen Stufe. Centercourt fix eingebucht, bestimmen die beiden Altmeister noch immer das Geschehen auf der Tour. Das tun sie mit ihren Erfolgen, mit ihrem Charisma, und natürlich auch mit beeindruckenden Daten, Zahlen & Fakten, die sie in ihren außergewöhnlichen Karrieren angesammelt haben. Gleich einmal vorne weg, haben Damian Roman zum 10. Mal und Vladimir Vukicevic zum 15. Mal problemlos das Achtelfinale von HTT Wimbledon erreicht.

img_8059

Damian Roman knackt als erst dritter Spieler der HTT Geschichte die 600-Matches-Marke

Die allgemeine Aufmerksamkeit vor Ort und die mediale Präsenz auf der HTT haben die beiden HTT-Legenden aber mit noch größeren Highlights auf sich gezogen. Das der an Nummer 1 gesetzte Damian Roman am Samstag Nachmittag den hoch gehandelten Mateo Wagner in nicht einmal einer Stunde mit 6:0, 6:1 vom Geheimfavoriten zum Statisten degradierte, war reine Nebensache, zumal der 48fache Titelträger aus Rumänien vor dem Spiel für eine großartige Karriere-Leistung geehrt wurde. Der 44jährige bestritt zum Auftakt seines 10. HTT-Wimbledonstarts gegen Wagner sein 600. HTT Karriere-Match, und knackte damit erst als dritter Spieler der Geschichte nach Markus Hobiger (834 HTT Matches) und Christoph Kramer (665 Spiele) die beeindruckende 600-Matches-Marke. Und es könnte im Verlauf dieses Turniers bei WAT Landstraße noch ein weiterer Rekord für den HTT Branchen-Primus dazukommen. Sollte Damian Roman nämlich das Viertelfinale erreichen, dann würde er den Uraltrekord von Martin Kova von 157 absolvierten HTT Grand Slam-Karriere-Matches einstellen. Im 155. HTT-Grand-Slam-Spiel gegen Mateo Wagner, ließ die Nummer 1 mit 6:0, 6:1 die Muskeln spielen, und baute mit seinem 125. Matcherfolg auf HTT Grand Slam Ebene den eigenen Rekord für die meisten Einzelsiege bei HTT Major-Turnieren weiter aus. Der Samstag Abend mit seinen Kids war verplant mit Torte essen, die der 3fache HTT Wimbledon-Champion zum “600sten” erhielt. Und Mateo Wagner? Der war am Samstag Abend mit Ursachenforschung beschäftigt. Wie kann ein Spieler seines Formats gegen einen 44jährigen derart untergehen? “Der Belag ist aus meiner Sicht unspielbar”, tönte der 17jährige nach dem Match.

img_8086

Vladi Vukicevic ist wieder da – Das Comeback des HTT-Rasenkönigs

Vor dem Jubiläums-Auftritt des Damian Roman, gab sich schon Vladimiir Vukicevic die Ehre am Centercourt, und das zu einem ganz besonderen Spiel. Der 44jährige Lokalmatador aus Serbien betrat zu seinem Comeback nach exakt einem Jahr Tour-Pause jenen Court, auf dem er in der Vergangenheit in einzigartiger Art & Weise HTT Wimbledon-Geschichte geschrieben hat. Kein Spieler hat die Historie dieses Turniers so geprägt wie der Frontman des WAT Landstraße. Viermal hat der auf Position Nr. 88 im HTT Ranking abgerutschte Vukicevic den goldenen Wimbledon-Pokal erobert, mit sechs Finalteilnahmen den Uraltrekord des HTT Veranstalters im Jahr 2023 eingestellt. Und dann stand er plötzlich an, der große Moment für den 44jährigen. Seine Rückkehr in sportlicher Hinsicht an die Stätte seiner größten Erfolge, und das nach einer immens langen Leidenszeit, die selbst mit seinem Comeback nach diesem Turnier weiter gehen wird. Es wird nie mehr wie früher werden, und seine HTT Rückkehr beim Heimspiel eine Ausnahme bleiben. Wer den ehrgeizigen Vukicevic kennt, wer zudem weiß, wie verrückt er nach Erfolg ist, und wie sehr er diesen Sport liebt, der kann nur annähernd erahnen, wie schlimm die zurückliegende Zeit der Verletzungspause für den Routinier aus Sombor war. “Vorallem mental hat mir diese Zeit enorm zugesetzt”, plaudert der HTT Wimbledon-Rekordsieger aus dem Nähkästchen. “Die Zeit war noch viel schlimmer als viele glauben”, schilderte Vukicevic im persönlichen Gespräch mit dem HTT Veranstalter seine Leidenszeit. Details bleiben freilich wie viele intime und interne Informationen vieler HTT Spieler geheim und unveröffentlicht.

wat11

HTT Next Gen träumt vom HTT Wimbledontitel 2026

Öffentlich war aber natürlich sein ungefährdeter Auftaktsieg gegen einen tapfer kämpfenden Peter Wiesner. Beim glatten 6:3, 6:2 Erfolg feierte Vukicevic einen höchst gelungenen Auftakt in sein 130. HTT Karriere-Turnier, mit dem er auch einige Bilanzen weiter aufhübschte. In seinem 140. HTT Grand Slam Karriere-Match, gab es den 109. Sieg auf HTT Major-Ebene und den 345. Sieg in der bedeutenden Laufbahn des erfolgreichsten serbischen HTT Spielers aller Zeiten, der gleichzeitig auch der erfolgreichste Spieler der HTT Geschichte auf Rasen ist. Deutlich unter Beweis gestellt, mit dem Erfolg über Wiesner, der für seinen 65. Matchsieg auf Rasen, seinen 55. Sieg bei WAT Landstraße und seinen 43. HTT Wimbledon-Einzelsieg sorgte. Von solchen Erfolgszahlen, kann der Rest des Feldes bei der 35. HTT Wimbledon-Auflage nur träumen. Allerdings: Vom Titel & Pokal zu träumen, die am kommenden Dienstag zur Disposition stehen, ist für die HTT Next Gen keinesweg absurd. Da dürfen sich einige Herren, auch vom gastgebenden Verein WAT Landstraße große Hoffnungen machen. Nordmazedoniens Tarik Mustafic, Serbiens Uros Bigic, und Martin Priban aus der Slowakei haben sich ihrer Auftaktgegner souverän in jeweils zwei Sätzen entledigt. Florian Strutzenberger und Giuliano Tancredi-Wagner mussten hingegen in ihren Erstrunden-Partien an ihre Grenzen gehen und Überstunden schieben, ehe ihre Achtelfinal-Tickets gebucht waren. Besonders hervorzuheben ist da natürlich der Tancredi-Wagner-Erfolg, unterlegt mit ein bißchen italienischem Drama.

img_8128

Italiens Jungstar Giuliano Tancredi-Wagner begeistert mit Comebacksieg

Der 16jährige Italiener duellierte sich am Centercourt vor vollem Haus gegen seinen Neo-Clubkollegen Lukas Planteu. Der ehemalige Ranglisten-Erste aus Kärnten, mittlerweile 45 Jahre alt und HTT Australian Open Champion sowie Finals-Gewinner von 2011 legte im Generationen-Duell mit seinem mit Bauch-, und Kopfschmerzen kämpfenden Gegner furios los, und steuerte mit einer 6:1, 4:1 Zwischenführung souverän in Richtung Achtelfinale. Vorallem weil auf der anderen Seite das temperamentvolle Rumpelstilzchen made in Italy stand. Gesundheitlich angeschlagen, mental angezählt, hätte niemand mehr einen Pfifferling auf den italienischen Jungstar gesetzt, als drei Faktoren das HTT Wimbledon-Erstrundenspiel drehten. “Bei 1:4 war es mir dann egal” erklärte der spätere Sieger. Dann ging Tancredi-Wagner mit dem berühmten Wurstigkeitsgefühl ins Risiko. Das machte sich bezahlt, mit gleich sechs Games in Folge gegen einen nachlassenden Gegner. Und dann war da auch noch der Faktor Centercourt. Daheim vor vielen bekannten Gesichtern, vor Freunden und Fans, das gab dem extrovertierten Stimmungsspieler Tancredi-Wagner die nötige Motivation und auch den emotionalen Halt in einer verloren geglaubten Partie, die der 16jährige nach 1:6, 1:4 noch in ein 1:6, 7:5, 6:1 verwandelte. “Das war ein sehr wichtiger Sieg für den Kopf. Das gibt mir Selbstvertrauen. Man kann auch noch ein Match gewinnen, wenn man krass zurückliegt”, fasste der Jungstar aus Bella Italia seinen Sensationssieg und seine Erkenntnisse aus diesem intensiven Tennismatch kurz zusammen.

wat12

 

 

 

von Claus Lippert

Sonntag
05.07.2026, 12:41 Uhr
zuletzt bearbeitet: 05.07.2026, 13:18 Uhr