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Einfach “magnifique” – Nicolas Fares holt HTT French Open Titel

Es ist ein neuer Tennis-Hero in der Stadt! Was Frankreichs Profis auf der ATP Tour seit 43 Jahren mi...

von Claus Lippert
zuletzt bearbeitet: 04.06.2026, 15:18 Uhr

Es ist ein neuer Tennis-Hero in der Stadt! Was Frankreichs Profis auf der ATP Tour seit 43 Jahren mit dem bis dato letzten französischen Sieger Yannick Noah vergebens versuchen, nämlich das wichtigste Sandplatzturnier der Welt in Roland Garros zu gewinnen, hat ein gewisser und vor zwei Wochen noch völlig unbekannter junger Mann namens Nicolas Fares gleich beim ersten Anlauf auf der Hobbytennistour vollbracht. Ein französischer HTT French Open Sieger, es klingt eigentllich zu kitschig, zu unreal um wahr zu sein, und ist doch am verregneten Abend des 3. Juni 2026 zur Realität im Union Tennis Center La Ville geworden. Der 29jährige landete im Nieselregen von Liesing bei seinem HTT-Debüt den ganz großen Coup, deklassierte im Endspiel den bis dahin in 21 HTT Matches ungeschlagenen Ranglisten-Zweiten und amtierenden HTT Australian Open Sieger Vuk Jovanovic aus Serbien mit 6:0, 6:2, 6:2, und feierte als erst 65. Grand-Slam-Sieger der HTT Open Ära seinen Titel als neuer HTT French Open Champion 2026. Ein Bericht von C.L

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Einfach “fantastique” – Fares gibt nur 13 Games in 11 Sätzen ab

Zur feierlichen Siegerehrung und Pokalübergabe auf Court Lance Lumsden hatte er den roten Teppich mit einer in rot, blau und gelb gehaltenen Flagge betreten. Das Stückchen Stoff sah freilich anders aus, als die traditionelle und weltbekannte Flagge Frankreichs, die Trikolore in blau, weiß und rot, wie aufmerksamen Zuschauern vor Ort sofort auffiel. Des Rätsels Lösung ist ganz einfach. 1997 wurde Fares in Reunion geboren, einer wunderschönen Insel im Indischen Ozean. Ein Paradies auf Erden, zugehörig zu Frankreich, wo der frischgebackene HTT French Open Champion den Großteil seines Lebens verbrachte. Jetzt ist er Wahlwiener, und hat mit seinem kometenhaften Aufstieg und einem geradezu surrealen Tennismärchen, die Tennisszene Wiens und weit darüber hinaus verzückt. Seine Mitspieler und Gegner im Kampf um die prächtige und an Roland Garros angelehnte in Silber gehaltene Trophäe, hat Fares hingegen schockiert. Anders ist die Dominanz des Franzosen, gepaart mit den weit unter Standart ausgefallenen Leistungen seiner Gegner nicht zu erklären. Und seine Gegner, das waren in der Tat keine Nasenbohrer, sondern schon eher das, was die Hobby Tennis Tour aus dem obersten Regal zu bieten hatte. Mit dem Ranglisten-Ersten und 48fachen HTT Turniersieger Damian Roman aus Rumänien, den beiden jungen starken Österreichern Julian Jelinek & Alex Leitgeb, und dem serbischen Überflieger der letzten 12 Monate Vuk Jovanovic. Allen vier zusammen, waren gerade einmal 12 Games in 9 Sätzen gegönnt. Nimmt man noch das Auftaktmatch des Franzosen gegen Serbiens Youngster Jovan Stojanovic mit in die Berechnung, dann waren es im gesamten Turnierverlauf 13 Games in 11 Sätzen, wobei er zudem noch vier Mal eine Null pro Satz verteilte. Einfach “fantastique”. Eine statistische Überlegenheit, die sich auch im gestrigen Endspiel noch einmal widerspiegelte.

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Die finalen Statistik-Werte: Für Fares “magnifique”, für Jovanovic ein Horror

Fares Auftritt im 70. HTT Saisonfinale 2026, er war kurz zusammengefasst “magnifique”. Nach nur 1:26 Stunden Spielzeit schlich der mit zuletzt 21 Siegen in Serie ins Finale gestartete und vor Selbstvertrauen nur so strotzende Jovanovic, wie ein “begossener Pudel” vom Platz. Er hatte nicht den Funken einer Chance, zu keiner Zeit dieses einseitigen Matches und nicht an diesem Tag, an dem bei Jovanovic so gut wie gar nichts funktionierte. Die statistischen Werte des HTT FO Finales 2026 sind von erdrückender Dominanz seitens des französischen Newcomers. Von insgesamt 131 ausgespielten Ballwechseln, ging Fares 85 Mal als der Bessere hervor. Er machte aus 10 Breakchancen gleich neun Mal ein Break und hielt mit 20 Winnern bei 21 unforced errors seine Oncourt-Performance in Balance. Jovanovic dagegen verlebte wohl den katastrophalsten Tennistag seiner Karriere. Seine statistischen Werte sind Horrorzahlen. Auffällig seine Service-Quoten, und da vorallem jene beim zweiten Aufschlag. Bei 79 Prozent ins Spiel gebrachten zweiten Aufschlägen, schaute nur zu 11 Prozent auch ein Punkt heraus. Und der mächtige Returnierer ist Nicolas Fares jetzt auch nicht. Im Nieselregen von Liesing unterliefen dem HTT Finals-Champion auch noch unfassbare 61 unforced errors. Das heißt im Klartext: Fast die Hälfte aller ausgespielten Finalpunkte endeten mit einem Jovanovic-Fehler.

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Der Spielfilm zum 35. HTT French Open Finale 2026

Selten in einem HTT Grand Slam Finale gab es über den Spielfilm weniger zu berichten als diesmal. Fares hatte in nur 20 Minuten und dem vierten zu Null gewonnenen Satz in diesem Turnier den ersten von drei nötigen Schritten zum Titel gesetzt. Nur einmal ganz kurz kam zu Beginn des zweiten Satzes die Hoffnung bei den Jovanovic-Fans daheim am Liveticker und den treuen HTT-Fans vor Ort auf, dass der Serbe womöglich den Umschwung schaffen könnte. Immerhin gelang dem 20jährigen mit zwei spitzenmäßigen Passierbällen sein erstes Break an diesem Abend, und gleich darauf die 2:0 Führung. Ein kurzes Strohfeuer wie sich Minuten später herausstellen sollte. Jovanovic hatte in diesem zweiten Satz weitere 22 unerzwungene Fehler fabriziert, und am zweiten Aufschlag nicht einen einzigen Punktgewinn zu verzeichnen. Damit war nach 53 Minuten die Entscheidung gefallen. Fares konnte zur Kür ansetzen, und den dritten und letzten Satz trotz Dauerregens in vollen Zügen genießen. Jovanovic hingegen produzierte im zweiten Game gleich zwei Doppelffehler am Stück, mit denen er Fares das erste Break des dritten Durchgangs am Silbertablet servierte. Danach trudelte das wichtigste Tennismatch der HTT Sandplatzsaison gemächlich aus. Nach einem im Netz hängen gebliebenen Jovanovic-Stopp war es dann soweit. Der erste Franzose als HTT Grand Slam Sieger stand fest, der erste Spieler aus der “Grande Nation” war HTT French Open Sieger und das alles und noch viel mehr, machte den 3. Juni 2026 zu einem auf der Hobby Tennis Tour mehr als historischen Tag.

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Alles zum Fares-Triumph aus der HTT Statistik-Abteilung

Wir fassen einmal den Sieg von Nicolas Fares bei den HTT French Open kurz zusammen: Der 29jährige ist erst der vierte Franzose, der ein HTT Turnier gewinnen konnte. Er holte den insgesamt achten HTT Titel für Frankreich, und kam als 178. internationaler Spieler zu Titelehren auf der HTT. Insgesamt war Fares Triumph der 433. Turniersieg für unsere internationalen Freunde. Fares und Jovanovic sorgten zudem für ein weiteres rundes Jubiläum. Die beiden Topstars spielten das 100. Finale ohne österreichische Beteiligung. Apropos fehlende HTT-Stars in rot-weiß-rot: Im heurigen Jahr gibt es nach den HTT AO und den HTT FO noch keine österreichische Finalbeteiligung auf Grand Slam Ebene. Die internationalen Stars räumen ordentlich ab, wenn es um HTT Major-Titel geht. Fares sorgte bereits für den dritten internationalen HTT Grand Slam Sieg in Serie, und auch bei den HTT FO haben wir seit 2024 keinen Österreicher mehr im Finale gesehen. Frankreich scheint jetzt übrigens als achtes Land in den HTT Grand Slam Siegerlisten auf, und zwar nach Österreich, Serbien, Rumänien, Italien, China, Neuseeland und der Slowakei. Nicolas Fares ist übrigens erst der dritte Newcomer der Geschichte, der auf Anhieb und quasi aus der “kalten Hose” heraus, einen French Open Titel holte. Zuvor war das Yannick De Giacomo im Coronajahr 2020 und zwei Jahre später dem Niederösterreicher Vinzenz Wutzl gelungen. Im neuesten HTT Computer-Ranking katapultierte sich Frankreichs neuer HTT Tennisheld von Null auf Platz 11. Und noch eine letzte Statistik, nach der sich gestern die HTT Fans vor Ort höchst interessiert erkundigt hatten. War das denn nun das schnellste HTT Grand Slam Finale der Geschichte? Nicht ganz! Es gab drei schnellere Endspiele in der langen HTT-Major-Historie. Fares und Jovanovic schafften es mit 86 Minuten auf Platz 4 der ewigen Bestenliste.

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Die Top 3 der schnellsten HTT Grand Slam Endspiele

1.68 MinutenHTT French Open 20076:1, 6:3, 6:2,Andreas Harbath vs. Emil Badinski
2.80 MinutenHTT Australian Open 20096:1, 6:2, 6:2,Branislav Grznar vs. Mario Kiss
3.81 MinutenHTT US Open 20086:1, 6:0, 4:3, ret.Robert Libal vs. Andreas Fegerl

“Ich war vom Enthusiasmus der Hobby Tennis Tour überrascht”

Bleiben uns noch die Stimmen zu diesem 138. HTT Grand Slam Finale der Geschichte! “Ich bin sehr glücklich über diesen Erfolg. Ich habe eine solide Leistung gebracht und sehr wenige Fehler in dieser Woche gemacht. Was vorallem heute im Finale mit diesen schweren und langsamen Bedingungen gar nicht so einfach war. Besonders am Anfang hatten wir lange Ballwechsel. Mein Ziel war es, über seine Rückhand zu spielen und selbst mit meiner Vorhand zu punkten”, lautete die knappe Fares-Analyse bei der abschließenden PK. Insgesamt zeigte sich der siegreiche Franzose von der HTT und seinem Tour-Debüt bei den HTT French Open begeistert. “Ich habe mich eigentlich nur durch Zufall für dieses Turnier angemeldet. Ich war dann aber überrascht, mit welchem Enthusiasmus dieses Event veranstaltet und durchgeführt wurde. Die Organisation und speziell die Rücksichtnahme auf die Terminprobleme aller Spieler, das macht Claus großartig”, so Fares. Auch Vuk Jovanovic saß neben Fares bei dieser gemeinsamen Pressekonferenz, und zeigte mit seinen Statements auch in der Niederlage echte Größe. “Mit dem Finaleinzug bin ich ganz zufrieden. Heute war nicht mein Tag, ich wusste das es schwer werden würde, aber auch nicht so ganz was mich erwarten sollte. Ich habe schon mehr von mir erwartet. Ich möchte ihm aber gratulieren, und wünsche ihm für die Zukunft nur das Allerbeste. Natürlich tut dieses Niederlage weh, aber mein Gegner hat verdient gewonnen”, so der 20jährige Ranglisten-Zweite.

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von Claus Lippert

Donnerstag
04.06.2026, 14:22 Uhr
zuletzt bearbeitet: 04.06.2026, 15:18 Uhr