Davis Cup: Robin Söderling soll Schweden zu alter Stärke führen

Auch das schwedische Davis-Cup-Team hat einen neuen Kapitän: Robin Söderling, French-Open-Finalist von 2009 und 2010, wird ab der kommenden Saison als Teamchef wirken.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 21.12.2019, 08:25 Uhr

Robin Söderling noch als Aktiver
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Robin Söderling noch als Aktiver

Wer sich im Falle der schwedischen Davis-Cup-Erfolge hauptsächlich an die 1980er-Jahre und damit an das Quartett Mats Wilander, Stefan Edberg, Joakim Nyström und Anders Järryd erinnert, liegt natürlich einerseits komplett richtig. Drei Titel gab es zwischen 1984 und 1987 für diese Herren, danach erwies sich zweimal das deutsche Team als zu stark. Der jüngste Titel allerdings datiert aus dem Jahr 1998, in dem Magnus Gustafsson und Magnus Norman als Einzelspieler in Mailand die Italiener hoch nahmen.

Seitdem herrscht Flaute in Skandinavien, auch wenn es wenigstens auf Grand-Slam-Ebene zwischendurch ein paar wenige Erfolge gab. Die in erster Linie ein mann erzielt hat: Robin Söderling. Der war nicht unwesentlich daran beteiligt, dass Roger Federer 2009 zu seinem bislang einzigen Titel in Roland Garros gekommen ist: zunächst besiegte Söderling nämlich Rafael Nadal, um im Endspiel gegen den Schweizer Großmeister aber die Waffen zu strecken. Dass dieser Run kein Zufall war, bewies Söderling ein Jahr später, als er am Bois de Boulogne wieder das Finale erreichte. Sich dann aber Nadal geschlagen geben musste.

Söderling beendet Karriere mit Turniererfolg

Aufgrund einer Erkrankung blieben Söderling, der insgesamt zehn Titel auf der ATP-Tour gewinnen konnte, weiter große Exploits verwehrt. Immerhin gin Söderling ungeschlagen in die Tennis-Rente: 2011 gewann er seine allerletzte Partie auf der ATP-Tour, und das auch noch zuhause in Schweden im Finale von Bastad gegen David Ferrer.

Solche Erfolgserlebnisse werden dem immer noch erst 35-Jährigen in Zukunft als Teamchef des schwedischen Davis-Cup-Teams wohl eher nicht vergönnt sein. Die Gebrüder Ymer, Mikael und Elias, bilden das Rückgrat der Mannschaft, sie sind Söderling nicht unbekannt. Mit Elias hatte er ein Jahr lang als Coach gearbeitet, wollte sich danach den Reisestress aber nicht mehr antun.

Seine neue Aufgabe sieht er indes beinahe euphorisch. "Mit den besten Spielern eines Landes zu arbeiten, ist eine Ehre", so Söderling gegenüber dem Portal tennis.de. "Ich habe darüber zuvor nicht nachgedacht, aber als die Frage aufkam, habe ich sofort gefühlt, dass ich es machen möchte. Ich will, dass es dem schwedischen Tennis gut geht."

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