Davis Cup: Todd Woodbridge lässt kein gutes Haar an Madrid

Lediglich die sportliche Seite beim Davis-Cup-Finalturnier sei zufriedenstellend ausgefallen, meint der ehemalige australische Topspieler Todd Woodbridge.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 04.12.2019, 14:49 Uhr

Todd Woodbridge hat am Davis-Cup-Finalturnier wenig Freude gehabt
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Todd Woodbridge hat am Davis-Cup-Finalturnier wenig Freude gehabt

Todd Woodbridge ist ein Mann, der nicht nur auf dem Court für seine guten Manieren bekannt war. Auch als TV-Moderator weiß sich der Australier auszuzeichnen, was, wie beim Laver Cup, an der Seite von Babsi Schett aber auch kein allzu großes Kunststück ist. Das Davis-Cup-Finalturnier in Madrid aber, das hat selbst Todd Woodbridge aus seiner Komfortzone gerissen. Auch wenn er einen Lichtblick gesehen hat.

„Das Tennis selbst war brillant“, so Woodbridge in einer australische TV Show. „Aber die Organisation war unterirdisch. Angefangen mit Problemen bei der IT bis hin zu Matches, die bis um vier Uhr Früh angedauert haben.“ Mit der herkömmlichen Davis-Cup-Erfahrung habe das Turnier nichts gemein gehabt. „Das größte Thema aber waren die Zuschauer. Wir (Australien) haben unser erstes Match vor 400 Zuschauern gespielt. Und das war eine große Enttäuschung.“

Fixplatz für Djokovic

Ganz große Probleme hatte Woodbridge auch mit der Entscheidung der ITF, wieder zwei Wildcards für das Finalturnier im kommenden Jahr zu vergeben, an Serbien und Frankreich nämlich. „Man muss sich schon die Frage stellen: Wie können sie so etwas machen? Es sieht ja so aus, als ob die ITF Novak Djokovic einen Startplatz für das nächste Jahr garantiere. `Wir wollen, dass Du wiederkommst, als sorgen wir dafür, dass Du die Qualifikation früher im Jahr nicht spielen musst.“

In einer Sache allerdings hatte Woodbridge seine Fakten nicht ganz korrekt. „Und Frankreich haben sie auch einen Platz gegeben. Der Präsident der ITF ist auch Franzose, der hat hier sicherlich Einfluss ausgeübt.“ Tatsächlich heißt der Präsident des Weltverbandes aber David Haggerty und kommt aus den USA. Die keine Wildcard für 2020 bekommen haben.

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04.12.2019, 19:15 Uhr
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