Davis Cup: Warum eigentlich nicht Großbritannien?

Heute beginnt die erste Phase der Finalrunde des Davis Cups 2021. In Innsbruck treffen dabei die Tschechische Republik und Frankreich aufeinander (live ab 16 Uhr bei servustv.com). Favorit in der Gruppe sollte aber Großbritannien sein.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 24.11.2021, 18:28 Uhr

Britische Fans wird Cameron Norrie höchstens in Madrid sehen
© Getty Images
Britische Fans wird Cameron Norrie höchstens in Madrid sehen

Als die Spielorte für die Davis-Cup-Finalrunde im Sommer 2021 vergeben wurden, da hatte Cameron Norrie gerade seinen ersten Turniersieg auf der ATP-Tour gefeiert, in Los Cabos nämlich.  Ein sehr ansehnliches 250er-Event, dessen Gewinner aber eher selten Anwartschaft auf einen Platz bei den ATP Finals anmelden können. Den hat Norrie trotz des im Herbst folgenden, überraschenden Triumph in Indian Wells auch so nicht geschafft, als Ersatzmann durfte der 26-jährige Linkshänder in Turin dann aber doch ran.

Insofern ist es ein wenig schade für Norrie, dass die Briten in Innsbruck um das Weiterkommen nach Madrid kämpfen. Zumal die Bedingungen dem Vernehmen nach ziemlich unterschiedlich sind: Den Center Court in Turin, auf dem ebenfalls ab heute mit der Partie Australien gegen Kroatien den Auftakt machen, soll um einiges schneller zu spielen sein, als jener in Innsbruck. Gut für Norrie, dass er erst am Samstag ab 10 Uhr mit dem britischen Team gegen Frankreich spielt (live im Stream bei servustv.com). Zeit zur Eingewöhnung bleibt also genügend.

Norrie gegen Djokovic chancenlos

Die Briten sind vorerst nur mit vier Mann nach Innsbruck gekommen, kurzfristige Ausfälle auf der Einzel-Seite, die neben Norrie von Daniel Evans besetzt wird, könnte Teamchef Leon Smith eher nicht kompensieren. Neal Skupski und vor allem Joe Salisbury sind ausgewiesene Doppel-Experten, alleine auf dem Court wäre ein Punktgewinn allerdings ein Wunder.

Dennoch: Cameron Norrie ist sowohl gegen Jiri Vesely, die Nummer eins der Tschechen, als auch gegen Arthur Rinderknech, den nominell besten Franzosen, zu favorisieren. Ähnliches gilt für Dan Evans gegen Richard Gasquet und Thomas Machac. Und sollte nur einer der beiden Briten im Einzel zuschlagen, stehen die Chancen für Salisbury/Skupski in jedem Fall gut: SElbst gegen die Franzosen, bei denen die ATP-Finals-Champions Pierre-Hugues Herbert und Nicolas Mahut für das Doppel parat stehen.

Die Favoritenrolle liegt in dieser Gruppe also bei den Briten. Die danach aber wohl eine sehr hohe Hürde auf dem Weg nach Madrid nehmen müssten: Serbien mit Novak Djokovic, die wiederum in der Gruppe F mit Österreich und Deutschland als klare Nummer eins ins Rennen gehen. Und das wäre keine gute Nachricht für Cameron Norrie - denn bei den Finals hat er gegen Djokovic insgesamt nur drei Spiele gewonnen.

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