Denis Shapovalov äußert sich zur ATP-PTPA-Debatte: "Werden nicht bestmöglich vertreten"

Die Debatte rund um die Angemessenheit der Vertetung der Tennisprofis durch die ATP spitzt sich weiter zu. Nun hat sich auch Denis Shapovalov zu diesem Konflikt geäußert. 

von Michael Rothschädl
zuletzt bearbeitet: 29.03.2021, 14:07 Uhr

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Denis Shapovalov hat sich zur ATP-PTPA-Debatte geäußert
Denis Shapovalov hat sich zur ATP-PTPA-Debatte geäußert

Während nach außen in diesen Tagen weiterhin der Schein einer - so weit es in Zeiten der COVID-19-Pandemie eben möglich ist - funktionierenden Tenniswelt gewahrt wird, brodelt es hinter den Kulissen gewaltig. So sehr, dass der Konflikt rund um die Vertretung der Spieler erst kürzlich durch einen bemerkenswerten Ausraster vom sonst so ruhigen Vasek Pospisil seinen vorläufigen negativen Höhepunkt feierte. 

Der Kanadier wetterte in einer Schimpftirade am Platz gegen ATP-Oberhaupt Andreas Gaudenzi, der sich angeblich in einem Call der Spielvereinigung äußerst abfällig gegenüber Pospisil verhalten haben sollte. Weitaus sicherer ist da schon, was diesen Aktionen zu Grunde liegt: Es sind Streitigkeiten um die Vertretung und Repräsentation der Spieler durch die ATP, Streitigkeiten die erst im September des Vorjahres zur Gründung der PTPA geführt haben, welche eben eine bessere Vertretung der Tennisprofis zum Ziel hat. 

Shapovalov: "ATP leistet nicht größtmögliche Arbeit"

Eine Organisation, die von vielen Spielern höchsten Zuspruch erfährt, so auch von Pospisils Landsmann Denis Shapovalov: "Offensichtlich bin ich auf der Seite der PTPA. Ich habe das Gefühl, dass wir nicht bestmöglich vertreten werden. Ich werde nicht weiter darüber sprechen. Ich füge nur hinzu, dass die ATP nicht die größtmögliche Arbeit leistet, die möglich ist", so der Weltranglistenelfte am Rande des ATP-Masters-1000-Events von Miami. 

Es gäbe viele Situationen, die laut Shapovalov zu einer schiefen Optik in Zusammenhang mit der Association of Tennis Professionals führen: "Es gibt Spieler, die versuchen, innerhalb der ATP zu helfen, um Informationen oder Sponsoren zu bringen und die ATP scheint das nicht zu schätzen. Sie wollen nur, dass wir Tennis spielen und ich denke, das ist nicht das Richtige", erklärte der Kanadier. 

Pospisil-Vorfall auch für Shapovalov unklar

Zu dem Vorfall rund um seinen Landsmann Vasek Pospisil will sich Shapovalov aufgrund fehlender Datenlage indes nicht wirklich äußern: "Ich weiß nicht, was bei diesem Treffen passiert ist, weil ich nicht dabei war. So wie ich Vasek kenne, sollte in diesem Gespräch mit Gaudenzi etwas sehr Fettes passiert sein. Ich habe mehrere Spieler darüber reden hören und bin mir immer noch nicht ganz im Klaren, was wirklich passiert ist", konstatierte Shapovalov. 

Fakt ist, vieles auf der ATP-Tour liegt diesertags im Argen. Spieler kritisieren das Bubble-Leben, die reduzierten Preisgelder und eben auch eine nicht gänzlich adäquate Repräsentanz durch die ATP. Andere wiederum stellen sich gegen die Bemühungen von Pospisil, Djokovic & Co, mit einer eigenen Vereinigung für eine bessere Vertretung zu sorgen. Das Motto: Eine Situation, wie die derzeitige, erfordere eine geeinte Tenniswelt, um die Herausforderungen bestmöglich bewältigen zu können. 

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