Dominic Thiem gegen Hubert Hurkacz: Der nächste große Belastungstest

Dominic Thiem zeigt sich seit den US Open bislang höchst erfolgreich - spielt dabei jedoch größtenteils gegen die zweite, dritte Garde auf der ATP-Tour. Nun wartet mit Hubert Hurkacz ein absoluter Top-Mann. 

von Michael Rothschädl
zuletzt bearbeitet: 22.09.2022, 08:36 Uhr

Dominic Thiem trifft in Metz in der Runde der letzten 16 auf Top-Mann Hubert Hurkacz
Dominic Thiem trifft in Metz in der Runde der letzten 16 auf Top-Mann Hubert Hurkacz

Dass Richard Gasquet auch 36-jährig auf Hartplatz ganz großartiges Tennis spielen kann, hat der Franzose erst jüngst bei den US Open eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Nach Siegen über Taro Daniel und Miomir Kecmanovic erreichte der Veteran beim letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres die dritte Runde, musste sich dort aber Rafael Nadal geschlagen geben. Kein Lieblingsgegner des Franzosen. 

Anders als Dominic Thiem übrigens, gegen den Gasquet im Vorfeld des Aufeinandertreffens mit einer positiven Head-to-Head-Bilanz ausgestattet war. Diese ist dahin, Thiem zog mit einem über weite Strecken ungefährdeten Zweisatzerfolg in die zweite Runde des ATP-250-Events von Metz ein. Eine starke Leistung des Österreichers, aber eben doch kein Nachweis, wie es denn mit der Vergleichbarkeit des 29-Jährigen mit der absoluten Weltspitze bestellt ist. 

Thiem muss gegen Hurkacz ran

Diesen könnte der Lichtenwörther am heutigen Donnerstag selbst liefern: in Runde zwei von Metz bekommt es Thiem mit Hubert Hurkacz, der Nummer zehn der Tenniswelt, zu tun. Es ist das erste Aufeinandertreffen Thiems mit einem Top-Ten-Mann seit der monatelangen Verletzungspause. Und der erste ganz große Belastungstest für die ehemalige Nummer drei der Tenniswelt. 

Gegen Hurkacz ist Thiem nicht nur ob der Weltranglistenposition - Hurkacz liegt hier 172 Plätze vor dem Niederösterreicher - krasser Außenseiter: auch in den beiden bisherigen Aufeinandertreffen ging der Pole als Sieger vom Platz. Was hingegen für Thiem spricht: die jüngste Matcherfahrung. Hurkacz nämlich ist seit dem überraschenden Zweitrundenaus bei den US Open ohne Spiel auf der ATP-Tour, Thiem hingegen hat alleine in den letzten eineinhalb Wochen sechs Matches in Frankreich in den Beinen.

Thiem mit steigender Formkurve

Auch spielerisch geht es bei Thiem - die klare Finalniederlage gegen Ugo Humbert in Rennes, bei der der 29-Jährige augenscheinlich auch körperlich an seine Grenzen gelangt war, ausgenommen - stetig bergauf. Bereits in den USA zeigte der Lichtenwörther ansehnliche Leistungen, in Frankreich scheint - darauf deuten die bisherigen Leistungen hin - ein neues Level erreicht. 

Ob es spielerisch aber reicht, einen Mann der Marke Hubert Hurkacz - der sich obendrauf auf Hardcourt pudelwohl fühlt - in ernsthafte Bedrängnis zu bringen, wird sich weisen. Fest steht: Das Duell mit Hurkacz ist eine Standortbestimmung für Dominic Thiem. Eine Standortbestimmung, wie weit der Niederösterreicher mit seinen Comebackbemühungen bereits fortgeschritten ist. Eine Standortbestimmung, wie viel möglicherweise noch fehlt auf die absolute Weltspitze. 

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von Michael Rothschädl

Donnerstag
22.09.2022, 09:55 Uhr
zuletzt bearbeitet: 22.09.2022, 08:36 Uhr

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