Kyrgios greift auf Rasen wieder an: Wimbledon fest im Visier
Nach Monaten der Funkstille wird sich Nick Kyrgios auf Rasen wieder zurückmelden. Der Australier erhält gleich drei Wildcards für die anstehenden Turniere in Stuttgart, Halle und Mallorca.
von Isabella Walser-Bürgler
zuletzt bearbeitet:
07.06.2026, 07:24 Uhr

Lange war es ruhig um Nick Kyrgios. Es gab keine Schlagzeilen und noch nicht einmal Social-Media-Beef mit anderen Spielern. Nun steht allerdings fest, dass der Australier zumindest für die Rasensaison auf die ATP-Tour zurückkehren wird. Für die Turniere in Stuttgart, Halle und Mallorca erhielt der Wimbledon-Finalist von 2022 jeweils eine Wildcard.
Von Verletzungen ausgebremst
Seit seiner Erstrundenniederlage in Brisbane im Januar hat Kyrgios kein Match mehr bestritten. Noch drastischer fällt die Bilanz der vergangenen drei Jahre aus: Insgesamt kam der 31-Jährige lediglich auf sieben ATP-Partien, wobei er nur einen einzigen Sieg in der ersten Runde von Miami im letzten Jahr einfahren konnte. Probleme am Knie, Handgelenk und Ellbogen warfen ihn immer wieder zurück und machten eine regelmäßige Turnierteilnahme unmöglich.
Stuttgart als Startschuss für das Comeback
Die BOSS OPEN in Stuttgart bilden traditionell den Auftakt der Rasensaison nach den French Open. Neben Alexander Zverev und Titelverteidiger Taylor Fritz wird Kyrgios aber sicher die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Für den Publikumsliebling wird es der erste Auftritt auf Rasen seit 2023 sein – auf jenem Belag, auf dem er seine größten Erfolge feierte.
Wimbledon als das große Ziel
Dass Kyrgios ausgerechnet zur Rasensaison zurückkehrt, kommt nicht von ungefähr. Der Finalist von Wimbledon 2022 sieht den traditionsreichsten Grand Slam weiterhin als seine größte Bühne. Die Turniere in Stuttgart, Halle und Mallorca dienen vor allem dem Zweck, genügend Matchpraxis sammeln, um in London konkurrenzfähig zu sein.
Die Tenniswelt hat in den vergangenen Monaten gelernt, auch ohne Nick Kyrgios auszukommen. Ob sie sich jetzt wieder auf ihn einstellen muss, werden die kommenden Wochen zeigen. Auf Rasen hat der Australier immerhin schon oft bewiesen, dass er aus dem Nichts zur Hauptattraktion eines Turniers werden kann.
