CH Bad Rappenau: Emilio Nava trifft im Finale auf Luka Mikrut

Diese Woche wird Emilio Nava nicht so schnell vergessen. Der US-Amerikaner drückt dem Neckarcup 2.0 in Bad Rappenau seinen Stempel auf. Sowohl im Einzel als auch im Doppel stand der 24-Jährige im Halbfinale.

von PM
zuletzt bearbeitet: 06.06.2026, 20:30 Uhr

Emilio Nava steht im Endspiel
© Neckarcup
Emilio Nava steht im Endspiel

An einem sonnigen Samstag auf der Anlage des TC Blau-Gelb Bad Rappenau traf Nava zunächst auf den Deutschen Henri Squire. Der Düsseldorfer hatte dem druckvollen Spiel des Kaliforniers mit mexikanischen Wurzeln kaum etwas entgegenzusetzen. Nava spielte nahezu perfektes Tennis, während sich bei Squire eine hohe Anzahl unerzwungener Fehler einschlich. Nur 58 Minuten dauerte das ungleiche Duell, ehe Nava mit 6:1 und 6:4 ins Finale einzog.

"Henri hatte heute nicht seinen besten Tag, während bei mir alles geklappt hat“, erklärte Nava nach seinem Erfolg.

Weniger erfolgreich verlief es für den US-Amerikaner rund zwei Stunden später im Doppel an der Seite des Argentiniers Alex Barrena. Das Duo unterlag der taiwanesisch-japanischen Paarung Jason Jung und Kaito Uesugi glatt mit 2:6 und 2:6.

Die Hoffnungen der zahlreichen Zuschauer auf einen weiteren deutschen Finalisten ruhten anschließend auf NextGen-Star Diego Dedura. Der Berliner zeigte – wie schon in den Runden zuvor – starkes Sandplatztennis. Doch auch sein Gegner, der Kroate Luka Mikrut, erwischte einen Sahnetag.

Die Fans bekamen lange Ballwechsel und das gesamte Repertoire des modernen Tennissports geboten. Präzise Grundschläge, butterweiche Stopps, Aufschläge mit bis zu 200 Stundenkilometern – und jeder Zentimeter des Platzes wurde genutzt. Der erste Satz ging mit 6:4 an den Kroaten. Im zweiten Durchgang reichte ihm ein Break zum 5:4, ehe er mit eigenem Aufschlag auch den Satz mit 6:4 für sich entschied.

Wie Nava hatte auch Mikrut anschließend die Chance, als erster Spieler beim Neckarcup das Finale sowohl im Einzel als auch im Doppel zu erreichen. Gemeinsam mit seinem kroatischen Landsmann Matej Dodig traf er jedoch auf die ausgewiesenen Doppelspezialisten Tim Rühl und Mick Veldheer.

Denen gelang prompt ein frühes Break, das sie bis zum Satzende verteidigten und so den ersten Durchgang mit 6:4 gewannen. Im zweiten Satz drehten sich die Vorzeichen: Nun gelang der kroatischen Paarung ein frühes Break, und sie sicherte sich den Satz mit 6:3.

Im entscheidenden Match-Tie-Break wechselte die Führung mehrfach. Beim Stand von 8:6 schienen Mikrut und Dodig bereits auf der Siegerstraße zu sein. Doch Rühl und Veldheer gelang das Kunststück, die letzten vier Punkte in Folge zu gewinnen und die Partie noch mit 10:8 für sich zu entscheiden.

“Wenn wir unser Niveau abrufen, wissen wir, dass wir auf diesem Level weit kommen können“, gab Rühl anschließend zu Protokoll. ”Es ist erst unser viertes Turnier zusammen, und wir stehen bereits im zweiten Finale. Morgen wollen wir natürlich versuchen, den Titel zu holen. Das wäre ein Top-Ergebnis für uns."

Hier das Einzel-Tableau in Bad Rappenau

von PM

Samstag
06.06.2026, 20:39 Uhr
zuletzt bearbeitet: 06.06.2026, 20:30 Uhr