Dominic Thiem über US Open 2020: "Habe überlegt, ob ich aus dem Turnier rausziehe"

2020 gewann Dominic Thiem bei den US Open seinen ersten und bisher einzigen Grand-Slam-Titel. Beinahe wäre es nie dazu gekommen.

von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet: 13.05.2024, 19:37 Uhr

Dominic Thiem gewann 2020 in New York
© Getty Images
Dominic Thiem gewann 2020 in New York

Obwohl Dominic Thiem seine Karriere erst im Herbst beenden wird, schwelgen die Fans des Österreichers bereits jetzt in Erinnerung an die glorreichen Zeiten vergangener Tage. Befeuert wird dieser Umstand vom 30-Jährigen selbst, der seine Karriere in einem persönlichen Videoblog gemeinsam mit Bruder Moritz und Vater Wolfgang Revue passieren lässt. Und dabei naturgemäß auch über seinen größten Triumph - den Titel bei den US Open 2020 - spricht.

Thiem blickt zwiegespalten auf die Tage in Flushing Meadows zurück, befand sich die Sportwelt wegen des Coronavirus doch noch im Ausnahmezustand. "Es gab Abstimmungen unter den Top-20-Spielern, wer zu den US Open nach New York fliegt", erzählt der Niederösterreicher. Der Großteil der Superstars entschied sich trotz der massiven Beschränkungen letztlich für einen Start. So auch Thiem.

Krajinovic-Pleite lässt Thiem grübeln

Dabei hätte er im letzten Moment fast noch einen Rückzieher gemacht. Nach einer krachenden Niederlage gegen Filip Krajinovic dachte Thiem gemäß eigenen Angaben über eine vorzeitige Abreise aus New York nach: "Ich habe dann zwei, drei Tage nicht trainiert und überlegt, ob ich aus dem Turnier rausziehe und heimfliege." 

Trotz der Zweifel schlug Thiem letztlich bei den US Open auf und holte sich durch einen Finalsieg über Alexander Zverev den Titel. An das dramatische Finale denkt der ehemalige Weltranglistendritte nicht allzu gerne zurück: "Es ist nicht schön, wenn ich mich daran erinnere. Da ist so ein Stress da. Ich will mich nicht an den fünften Satz erinnern. Nur an das Gefühl danach."

"Weiß nicht, ob ich mich davon erholt hätte"

"Ich habe gespielt, als ob ich ums Überleben spielen würde. So hat es sich angefühlt", meinte Thiem, der seine drei vorangegangen Major-Endspiele allesamt verloren hatte. Gegen Zverev hatte der Österreicher jedoch zum ersten Mal die Favoritenrolle inne. "Eine Niederlage wäre ein absoluter Absturz gewesen. Ich weiß nicht, ob ich mich davon erholt hätte."

Mit dem Triumph in New York erfüllte sich Thiem allenfalls seinen Lebenstraum: "Der Grand-Slam-Sieg war immer mein größtes Ziel - größer als die Nummer eins." 

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Dienstag
14.05.2024, 08:00 Uhr
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