Emma Raducanu: "Ich wurde in alle Richtungen gezogen"

Emma Raducanu arbeitet wieder mit ihrem US-Open-Erfolgscoach Andrew Richardson zusammen. Dass die ursprüngliche Trennung von ihm ein Fehler war, will sie nicht so klar sagen.

von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet: 23.05.2026, 10:20 Uhr

Emma Raducanu
© Getty Images
Emma Raducanu

Emma und ihre Trainer - es ist ein Fortsetzungsroman mit monatlichen Neuerscheinungen. Seit ihrem US-Open-Sensationssieg im Spätsommer 2021 hat die Britin acht Coaches gewechselt. (Oder mehr? Wir geben zu, ebenfalls leicht den Überblick verloren zu haben.)

Als da wären: Torben Beltz, Dmitry Tursunov, Sebastian Sachs, Nick Cavaday, Vladimir Platenik, Mark Petchey und Francisco Roig. 

Völlig verrückt eigentlich: In New York hatte sie damals Andrew Richardson betreut, dem sie in der Folge jedoch den Laufpass gab. Begründung damals: die mangelnde Erfahrung des Briten. Raducanu hatte damals jemanden gesucht, der sich auf WTA-Ebene auskennt. (Sie hatte bei ihrem Triumph in New York absurderweise erst zwei Matches auf WTA-Ebene gespielt.)

French Open: Raducanu spielt bereits am Sonntag

Dass die Trennung von Richardson womöglich ein Fehler war? Wollte Raducanu im Rahmen ihrer Presserunde im Vorfeld der French Open allerdings nicht stehen lassen. Mit dem damaligen Blick auf die Sache tue sie sich schwer, einen Fehler im Wechsel zu sehen - schlichtweg, weil sich alles so aprupt verändert hatte für sie. “Ich glaube, dass ich nicht wirklich die Hand am Steuer hatte, ich wurde in alle Richtungen gezogen. Ich wusste einfach nicht, was los war.” Zudem sei alles so schnell gegangen.

Allerdings habe sie aus den vielen Erfahrungen in den letzten Jahren einiges gelernt. “Sie haben mich gelehrt, was ich nicht will. Und dass ich die Menschen, denen ich vertraue und mit denen es klick macht, wertschätze. Dass ich sie bei mir behalten will.” Es sei daher schön, dieses Gefühl (mit Richardson) nun wieder zu haben. 

Raducanu hatte den Großteil der bisherigen Sandplatzsaison verletzungsbedingt verpasst und steht daher im WTA-Ranking aktuell nur auf Platz 37. In Roland-Garros trifft sie bereits am Sonntag in Runde 1 auf Solana Sierra.

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von Florian Goosmann

Samstag
23.05.2026, 13:07 Uhr
zuletzt bearbeitet: 23.05.2026, 10:20 Uhr

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