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Erster Tiroler Masters 1000 Titel auf der HTT seit über 10 Jahren

Michael Margreiter hat am Dienstag Abend erstmals in seiner noch relativ jungen HTT Karriere ein Mas...

von Claus Lippert
zuletzt bearbeitet: 07.10.2021, 20:18 Uhr

Michael Margreiter hat am Dienstag Abend erstmals in seiner noch relativ jungen HTT Karriere ein Masters Series Turnier auf der Peugeot Hobby Tennis Tour gewonnen. Im Sensationsfinale zweier HTT 1000er-Underdogs der 12. Auflage des erstmals seit 2019 wieder ausgetragenen Peugeot September Masters Series 1000 Turniers, setzte sich der 30jährige Tiroler in unauffällig verlaufenden 80 Spielminuten gegen Nordmazedoniens Jungstar Tarik Mustafik mit 6:4, 6:3 durch, und sorgte über zehn Jahre nach dem letzten Triumph durch Thomas Guem wieder für einen HTT Masters Series 1000 Titelgewinn eines Tiroler HTT Spielers. Aus dem UTC La Ville berichtet für hobbytennistour.at C.L

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Mustafik mit geänderter Taktik

Am definitiv letzten schönen und warmen Tag des Jahres, ist am Dienstag Abend die durch Corona extrem verkürzte Freiluftsaison 2021 zu Ende gegangen. Den Schlusspunkt hinter gerade einmal vier Monate Tennis unter freiem Himmel, setzten mit einer im UTC La Ville auf Court Nr. 5 stattfindenden “windigen Night Session” die beiden Überraschungsfinalisten Michael Margreiter und Tarik Mustafik. Der finale Showdown der beiden auf zweithöchster HTT-Ebene eher als “No Names” geltenden HTT-Asse entwickelte sich von Beginn weg auf überschaubarem Niveau. Und das hatte mehrere Gründe: Zum einen natürlich die schwierigen äußeren Bedingungen, mit denen beide Akteure ihre liebe Not hatten. Und zum anderen, weil beide Spieler mit ihrer taktischen Ausrichtung vorallem aber mit der Umsetzung dieser, wenig dazu beitragen konnten, ein glanzvolles und womöglich unvergessliches Final-Duell am “5er des UTC La Ville” abzuliefern. Drei Wochen lag das letzte Treffen der beiden Finalprotagonisten des Dienstag Abends zurück, als Margreiter seinem jugendlichen Gegenüber aus Nordmazedonien im Achtelfinale des Peugeot NÖ Cups gerade einmal vier Games ließ. Kein Wunder also, dass der damals unterlegene Mustafik im dienstägigen Versuch Revanche zu erzielen, mit einer geänderten und offensiv ausgelegten Herangehensweise versuchte, Margreiter im wichtigesten Endspiel beider Karrieren in die Knie zu zwingen.

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Margreiter nützt Schwächen seines Gegners gnadenlos aus

Die Idee war gut, hatte allerdings einen Haken! Die Offensiv-Künste des 19jährigen sind massiv ausbaufähig, das Volley-Spiel des Jungstars verbesserungswürdig, und auch beim Aufschlag bedarf es besserer Quoten und einer deutlich stärkeren Performance, wenn man mit vermehrtem Flugballspiel am Netz zum Erfolg kommen möchte. All diese Dinge klappten bei Mustafik am Dienstag Abend nicht nach Wunsch und schon gar nicht in einem Maße, um einen solide an der Grundlinie agierenden Gegner “auszuspielen”. Und so lief das 53. Saisonfinale auf der Peugeot Hobby Tennis Tour schnell in Richtung “Zillertal”. Margreiter gelang das erste Break zur 2:0 Führung und auch das letzte Break im ersten Satz zum 5:4, ehe der 30jährige nach 39 Minuten den ersten Durchgang mit 6:4 ausservierte. Im zweiten Heat steuerte Margreiter zunächst scheinbar mühelos und mit einer zwei Breaks beinhaltenden 3:0 Führung im Rücken in Richtung Titel, ehe wohl auch dem Routinier aus Uderns die Tragweite sein Handelns und seines möglichen Erfolgs bewusst wurde. Und so begann im Finish nochmals das große Zittern, ausgelöst durch eine grandiose Aufholjagd Mustafiks, der sich in der Folge aber wieder selbst “ausbremste”, und nach geglücktem 3:3, drei Games in Serie zum 3:6 abgeben musste.

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“Das es zum Titel gereicht hat, ist wie ein Traum”

Damit stand nach dem 159. HTT Masters Series Endspiel der Open Era der insgesamt vierte HTT 1000er-Titel eines Tirolers fest, Margreiter kürte sich obendrein zum erst 65igsten Spieler der langen HTT Geschichte, der Eintrag in die Siegerlisten der zweithöchsten HTT Turnierkategorie fand. Mit seinem zweiten Karriere-Turniersieg erstürmte Margreiter die Top Ten der Jahres-Charts der Peugeot Hobby Tennis Tour, und wäre bei aktuellem Stand sogar für das große Saisonfinale der Top 8 Singlespieler im UTC La Ville qualifiziert. Auch in der durch Corona zur Zeit wenig aussagekräftigen 52 Wochen-Wertung erklomm der Zillertaler mit Position Nr. 15 sein Karriere-High-Ranking. Über das sich übrigens auch der unterlegene Finalist Tarik Mustafik mit Platz 17 freuen kann. “Eine wahnsinnig coole Geschichte, erstmalig so ein 1000er-Turnier auf der HTT zu gewinnen. In Tirol gibt es leider nichts vergleichbares, und sowas zu Erreichen ist wirklich lässig. Ich bin ein ehrgeiziger Mensch, der jedes Spiel gewinnen möchte, und so bin ich auch in dieses Turnier gestartet. Das es am Ende zum Titel gereicht hat, ist natürlich ein Traum”, so der 30jährige, der die Gründe seines Erfolges so analysierte: “Konstant zu spielen, und die Fehler zu minimieren, das war das Rezept am heutigen Abend”, betonte Margreiter, der eigentlich hervorragender Skifahrer in jungen Jahren war, schon beim ÖSV anklopfte, ehe ihn zwei schwere Verletzungen ausbremsten, und er mit 18 Jahren die Liebe zum Tennissport entdeckte. Nach Alexander Geisler und Thomas Guem ist Thomas Margreiter also nun der dritte Tiroler mit einem Masters Series 1000 Titel in der persönlichen Vita. “Es ist schön in die großen Fußstapfen von Alexander Geisler treten zu dürfen, und ganz ehrlich macht es mich auch ein bißchen stolz”, so der frischgebackene September Masters Series 1000 Champion der Peugeot Hobby Tennis Tour.

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