Fares, Roman und die rot-weiß-rote Major-Flaute
Ein haushoher französischer Titelfavorit, ein Ranglisten-Erster aus Rumänien, der nach seinem 6. HTT...
von Claus Lippert
zuletzt bearbeitet:
04.09.2026, 01:18 Uhr
Ein haushoher französischer Titelfavorit, ein Ranglisten-Erster aus Rumänien, der nach seinem 6. HTT US Open Titel und dem 50. Turniersieg greift, sowie zwei heimische Hoffnungen, die der akuten HTT Major-Flaute in rot-weiß-rot ein Ende setzen sollen! Das sind die Themen die anstehen, und die es im Vorfeld der 35. HTT US Open Ausgabe und des insgesamt 140. HTT Grand Slam Turniers der Open Ära zu besprechen gibt. Ein Bericht von C.L
Fares und Hartplatz? Es gibt wenig Hoffnung für die Konkurrenz
Noch bevor am Freitag Nachmittag der erste Ball des Eröffnungs-Matches der HTT US Open 2026 zwischen Marko Neubauier und Bernhard Bauer gespielt wird, beschäftigt eine ganz große Frage die Szene der Hobbyspieler. Wer bitte sehr soll Nicolas Fares – seines Zeichens HTT French Open Chanpion 2026 – schlagen? Zur Erinnerung: Nicolas Fares kürte sich Anfang Juni zum ersten französischen HTT French Open Sieger der Geschichte, und das in unnachahmlicher Manier und mit beinahe unheimlicher Überlegenheit. Der Newcomer aus Reunion im Indischen Ozean hatte auf der roten Asche des UTC La Ville nur insgesamt 13 Games für die Konkurrenz übrig, und das gegen Kundschaft aus dem obersten HTT Regal, wie Damian Roman, Alex Leitgeb, Julian Jelinek und Vuk Jovanovic. Danach ist der 29jährige genauso rasch wieder abgetaucht, wie er Ende Mai vor den HTT French Open plötzlich aufgetaucht war. Jetzt ist er wieder da und bestrebt, beim letzten Grand Slam Turnier des Jahres auf den beiden Hartplätzen der Südstadt den nächsten Coup zu landen. Hatte sich in den Köpfen der Gegner womöglich die Hoffnung breit gemacht, der Sandplatzkönig könnte mit schnelleren Hartplätzen nicht so vertraut sein, dann war da wohl eher der Wunsch der Vater des Gedankens. “In Frankreich finden viele Turniere auf Hartplatz statt, ich habe also durchaus Erfahrung auf diesem Belag”, ließ Fares die Konkurrenz wissen. Klingz fast wie eine gefährliche Drohung.
Damian Roman peilt sechsten HTT US Open Titel an
Auf der Liste der Favoriten für den wichtigsten Hartplatztitel jeder HTT Saison, hat auch HTT Branchen-Primus Damian Roman, den Namen des französischen HTT French Open Überfliegers. Und doch rechnet sich der Ranglisten-Erste aus Rumänien gute Chancen aus, am kommenden Dienstag zum bereits sechsten Mal nach 2013, 2014, 2015, 2022 und 2025 den Pokal in den Himmel über Maria Enzersdorf zu stemmen. Kein Wunder, sind die HTT US Open doch Romans Lieblingsturnier. “Auf Hartplatz bin ich groß geworden, und hier in der Südstadt habe ich immer gut gespielt”, schürt der 44jährige die Hoffnungen seiner Fans auf seinen möglichen 50. HTT Karriere-Titel. Damian Roman reist als Titelverteidiger zu seinen bereits 10. HTT US Open. “Die Konkurrenz ist stark, aber auf Hartplatz sind mir schon viele sehr gute Turnier gelungen. Die Chance auch heuer wieder den Titel zu holen, ist durchaus realistisch, obwohl natürlich auch für mich Fares der Titelanwärter Nr. 1 ist”, so Roman.
Rene Gräflinger und Theo Strobl sollen für eine Ende der rot-weiß-roten HTT Grand Slam Flaute sorgen
Nicolas Fares aus Frankreich und Damian Roman aus Rumänien sind alsio zumindest nach der Papierform die großen Favoriten auf den letzten HTT Grand Slam Titel des Jahres. Vom Sieg bei einem HTT Major-Event können indes Österreichs HTT-Spitzenspieler im Moment nur träumen. Es herrscht eine beängstigende Flaute was rot-weiß-rote Spitzenergebnisse auf HTT Grand Slam Ebene anbelangt. In diesem Jahr warten die heimischen HTT Spieler nach drei Grand Slams sogar noch auf die erste Finalteilnahme. Saisonübergreifend sind Gräflinger & Co bereits seit 4 Majors ohne Titel. Der letzte HTT Grand Slam Sieger aus Österreich war ein gewisser Wenzel Graski, den viele aber gar nicht als HTT Spieler sehen, und der 2025 den HTT Wimbledon-Titel gewann. Blickt man auf die letzten 15 HTT Turniere auf höchstem Major-Niveau zurück, wird die Überlegenheit und Dominanz der internationalen HTT-Stars noch deutlicher. Von 30 Finalplätzen, waren nicht weniger als 21 von der ausländischen Konkurrenz besetzt, während Österreichs HTT-Asse gerade einmal neun Finaltickets buchen konnten. Auf ein Ende der Negativ-Serie aus österreichischer Sicht würde ich nicht wetten, zumal die heimischen Titel-Aspiranten rar gesät sind. Rene Gräflinger weiß zwar, wie man die HTT US Open gewinnt, immerhin hat der 41jährige Kärntner 2021 und 2023 hier in der Südstadt triumphiert. Allerdings fehlt dem Ferlacher nach einer Verletzung die nötige Matchpraxis. Höher ist daher Theo Strobl aus heimischer Sicht einzuschätzen. Der 18jährige kommt immerhin als amtierender Kitzbühel-Sieger und damit mit jeder Menge Selbstvertrauen zum letzten HTT Grand Slam Turnier des Jahres.
