Fed-Cup-Finalturnier: Fragezeichen hinter Serena, Barty, Kerber

Vom 14. bis zum 19. April 2020 wird in Budapest wieder ein Finalturnier um den Fed-Cup-Titel ausgetragen. Die Auslosung hat interessante Gruppen ergeben - wer allerdings für die einzelnen Teams spielt, ist noch offen.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 14.02.2020, 13:11 Uhr

Darf Kathy Rinaldi mit Serena Williams planen?
© Getty Images
Darf Kathy Rinaldi mit Serena Williams planen?

Ein Blick auf das Starterfeld beim Porsche Tennis Grand Prix in Stuttgart lohnt in diesem Jahr ganz besonders: Bei Spielerinnen, die dort genannt haben, sollten auch gute Chancen bestehen, dass sie in der Woche zuvor für ihre Nationen beim Fed-Cup-Finalturnier in Budapest antreten. Dies gilt in erster Linie allerdings für jene Athletinnen, die eine weitere Anreise in Kauf nehmen müssen - namentlich etwa Serena Williams oder Ashleigh Barty. Beide werden in Stuttgart aller Voraussicht nach fehlen.

Andere Spitzenprofis, die in Stuttgart am Start sind, würden vielleicht gerne in ihren Nationalfarben einlaufen, haben aber die Qualifikation für Budapest nicht geschafft: So etwa Simona Halep und Elina Svitolina. Letztere hat sich mit der Ukraine in der Europa/Afrika-Zone I wenigstens eine Chance erspielt, im kommenden Jahr wieder in der Weltgruppe um einen Finalplatz mitzurittern.

Was Budapest anbelangt, ist noch vieles graue Theorie. Spekulieren wollen wir aber trotzdem.

Kommt Barty, spielt Serena?

In Gruppe A treffen Titelverteidiger Frankreich, Gastgeber Ungarn und Russland aufeinander. Prominenteste, wenn auch nicht die bestklassierte, Teilnehmerin könnte hier Maria Sharapova sein. Dies scheint aber aufgrund der Verletzungsprobleme der Russin so gut wie ausgeschlossen. Menschlich bewegend könnte ein Einzel zwischen Timea Babos und Kristina Mladenovic werden - die beiden doppeln seit Jahren höchst erfolgreich durch den Tenniszirkus.

Die Gruppe B besteht aus Australien, Weißrussland und Belgien. Die Nummer eins der Welt, Ashleigh Barty, hat es im vergangenen Herbst in Perth auf dem Schläger gehabt, die 45 Jahre währende Wartezeit der Australierinnen auf einen Fed-Cup-Sieg zu beenden. Und scheiterte. Nach ihrem Halbfinal-Aus bei den Australian Open hat sich Barty noch nicht wieder auf der Tour gezeigt. Die Weißrussinnen kommen mit einem denkbar knappen Erfolgserlebnis aus den Niederlanden nach Budapest, Aryna Sabalenka und Aliaksandra Sasnovich sind sicherlich zu den Mitfavoritinnen zu zählen.

Deutschland mit Kerber und Görges?

Um den Sieg in Gruppe C spielen die USA, Spanien und die Slowakei. Nach dem Gesetz der Serie wird Serena Williams nicht so früh nach Europa reisen. Vielleicht spielt sie in Madrid, eher aber in Rom, so wie im vergangenen Jahr. Damit würde Sofia Kenin, die jüngste Addition zum Spielerfeld beim Porsche Tennis Grand Prix, wohl als US-amerikanische Nummer eins ins Rennen gehen. Und könnte in einem Spitzeneinzel wieder auf Garbine Muguruza treffen - in einem Re-Match des Endspiels der Australian Open. Muguruza allerdings hat am Qualifikations-Duell der Spanierinnen nicht partizipiert.

Bleibt noch die Gruppe D mit der Tschechischen Republik, der Schweiz - und Deutschland. Und der großen Fragen, ob Angelique Kerber und Julia Görges nach Budapest kommen werden. Oder ob Rainer Schüttler wieder auf Laura Siegemund und Tatjana Maria zurückgreifen darf bzw. muss, die die Aufgabe in Brasilien extrem souverän gelöst haben. Von der Papierform her sind die Tschechinnen sicherlich zu favorisieren - wenn denn wirklich Petra Kvitova und Karolina Pliskova antreten.

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