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Finals 2018 – “meet and eat” am Centercourt

November 2018! Die Welt war noch in Ordnung, Corona-Viren kannte man damals nur vom Hörensagen. Auch...

von Claus Lippert
zuletzt bearbeitet: 04.12.2021, 21:18 Uhr

November 2018! Die Welt war noch in Ordnung, Corona-Viren kannte man damals nur vom Hörensagen. Auch im kleinen Kosmos der Hobby Tennis Tour lief alles noch rund und in gewohnten Bahnen. Lukas Prüger beeindruckte die HTT-Szene im zweiten Jahr in Folge mit einer selten gesehenen Dominanz, und der aktuell Branchen-Beste Damian Roman aus Rumänien konnte sich mit sieben titellosen Turnierstarts zum zweiten Mal in Serie nicht für das HTT Saisonfinale im UTC La Ville qualifizieren. Dort bei der 29. Auflage der HTT Finals hatte man sich seitens der Veranstalter und Organisatoren hingegen wieder das ein oder andere neue Highlight für die Creme de la Creme der damals noch heilen Hobby-Tennis-Tour-Welt ausgedacht. Eine Story von C.L

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Finals 2018 mit exquisiter Fan-Zone und riesiger Anzeigetafel

Stillstand ist Rückschritt, gemäß dieses Zitats von Rudolf von Bennigsen-Foerder überlegt man sich im HTT-Organisations-Team der “Finals” Jahr für Jahr Neuerungen, um das ohnehin schon unfassbar hohe Niveau an Annehmlichkeiten und Highlights für die HTT-Stars auf ein nächst höheres Level zu heben. Diesmal staunten Prüger & Co nicht schlecht, als am Centercourt eine riesige Anzeigetafel das Geschehen statistisch und minutiös nachstellte. Imposant auch die Performance des La Ville-Teams am Finaltag, wo unmittelbar neben dem Centercourt eine riesige Fan-Zone aufgebaut wurde, in der von Mario Lazzer zubereitete Köstlichkeiten gratis verkostet werden konnten. Feinste Kulinarik gepaart mit bester Hobby-Tennis-Kunst, die Finals hatten eine neue Dimension erreicht.

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Mayer und Wild mit magischer Tennisnacht in einer enttäuschend verlaufenden Vorrunde

Sportlich freute man sich im Vorfeld über ein ausgeglichenes und gut besetztes Achterfeld, doch irgendwie plätscherten die ersten Turniertage einfach vor sich hin. Vorjahressieger Lukas Prüger hatte 358 Tage nach seinem Finalsieg gegen Matthias Wolf in der 2017er-Ausgabe, auch im Eröffnungsspiel 2018 erneut das Vergnügen mit dem damaligen SKVS-Flötzersteig-Star, und behielt mit 6:4, 6:0 wieder die Oberhand. Den Semifinal-Einzug fixierte Prüger schon am zweiten Spieltag der Gruppe A mit einem glatten Erfolg über Vladimir Vukicevic. Das restliche Gruppe A-Geschehen hatte nur statistischen Wert. In Pool B dominierte derweil Philipp Jahn das Geschehen, buchte so wie Prüger nach bereits zwei Matches sein Halbfinal-Ticket, und setzte sich am Ende vor dem Ranglisten-Zweiten Maximilian Wild durch. Der Showdown um diesen zweiten Gruppenplatz zwischen Maxi Wild und Martin Mayer avancierte dann auch zum absoluten Höhepunkt der Vorrunde. Wieder einmal bekam man eine dieser magischen HTT-Finals-Nächte am Centercourt geboten, in denen zwei Tie-Breaks die Entscheidung bringen sollten. Im zweiten Satz dieses Tie-Break-Krimis hatte Mayer zwei Satzbälle ausgelassen, ehe sich Wild mit dem dritten Matchball unter die Top 4 der HTT Finals 2018 gerettet hatte.

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Zum 11 Mal in Serie gab es kein Finale der beiden Gruppensieger

Enttäuschend – weil weit hinter den Erwartungen geblieben – waren auch die beiden Semifinali der 29. HTT Finals-Ausgabe über die Bühne gegangen. Im Duell der Nummer 1 mit der Nummer 2 der HTT, deklassierte Lukas Prüger seinen Kronprinzen Maximilian Wild mit 6:3, 6:0. Und weil Philipp Jahn im zweiten Vorschluss-Runden-Match und einer Neuauflage des HTT US Open Finales aus der Saison 2018 gegen Vladimir Vukicevic in zwei Sätzen patzte, blieb den beiden Gruppensiegern der Vorrunden-Phase erneut und zum 11. Mal in Serie ein gemeinsamer Final-Auftritt versagt.

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Prüger holte 2. Finals-Titel nach finalem 1:6, 0:4 Rückstand

Damit kam es im Endspiel zum Giganten-Treffen zwischen Lukas Prüger und Vladimir Vukicevic, die beobachtet von am Nebencourt fein speisenden Zuschauern ein völlig kurioses letzten Masters-Match der Finals von 2018 ablieferten. Nach nur 23 Minuten hatte Lukas Prüger erstmals in seiner Karriere einen Satz verloren, und das mit 1:6 in krachendem Stil. Nach 47 Minuten schien das 129. Saison-Endspiel der Hobby-Tennis-Tour entschieden, als der serbische Champion von 2016 mit 6:1 und 4:0 die Hand am zweiten silbernen Henkel-Pott seiner Laufbahn dran hatte. Nach insgesamt zwei Stunden und 18 Minuten Spielzeit hatte Vukicevic mit 91:90 Punkten zwar noch immer hauchdünn die Nase vorne, die brandneue Anzeigetafel hoch über dem Centercourt hatte aber mit 1:6, 7:5, 6:4 Lukas Prüger als Finals-Champion 2018 ausgewiesen. Mit seiner sensationellen Aufholjagd hatte sich Prüger also den achten Turniersieg 2018 gesichert, zum zweiten Mal in Folge die Nummer 1 Position am Jahresende sicher gestellt, und als erster Spieler seit Philipp Schneider 2013 und 2014 einen Masters-Titel mit Erfolg verteidigt. Gebührend gewürdigt und gefeiert wurde der Finals-Dominator dieser Zeit mit einer Parade an Ehrengästen und der von Philipp Schneider übergebenen Trophäe, die er am Ende im Konfetti-Regen jubelnd den vielen anwesenden Zusehern präsentierte.

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04.12.2021, 19:34 Uhr
zuletzt bearbeitet: 04.12.2021, 21:18 Uhr