Flavio Cobolli nach Zverev-Niederlage: "Hart arbeiten und entspannt bleiben"

Am Sonntag verpasste Flavio Cobolli nach fünf nervenaufreibenden Sätzen gegen Alexander Zverev den großen Triumph im Stade Roland-Garros. Über den Italiener war nach dem Endspiel wenig zu lesen, das wirkt fast ein wenig unfair.

von Daniel Hofmann
zuletzt bearbeitet: 09.06.2026, 14:50 Uhr

Flavio Cobolli verpasste am Sonntag den größten Titel der Karriere knapp gegen Alexander Zverev.
© Getty Images
Flavio Cobolli verpasste am Sonntag den größten Titel der Karriere knapp gegen Alexander Zverev.

Als am Sonntag nach über vier Stunden Spielzeit Alexander Zverev auf dem Court Philippe Chatrier zu Boden sank, bewies Endspielgegner Flavio Cobolli wahre Größe. Der Italiener, der mit Zverev ein sehr gutes Verhältnis pflegt, umarmte seinen Kontrahenten für einige Sekunden und gratulierte dem Welranglistendritten zu seinem langersehnten Grand-Slam-Triumph. Auch in der Siegerehrung fand Cobolli warme Worte, die über das eher protokollartige Gerede hinaus gingen.

Mit dem Ende des Endspiels im Stade Roland-Garros und der Krönung von Alexander Zverev wurde es sehr still um Flavio Cobolli. Die Medien stürzten sich selbstverständlich auf Alexander Zverev, der mit seinem langersehnten Grand-Slam-Triumph eine der Geschichten der Saison lieferte. Von Flavio Cobolli nahmen nicht mehr viele Personen Notiz. Die fast typischen Begriffe, wie “Sieger der Herzen” blieben aus, zu deutlich waren dafür vielleicht die Sätze eins und fünf.

Doch fest steht, dass Flavio Cobolli in den Tagen nach dem Fünf-Satz-Fight gegen mehr Aufmerksamkeit verdient gehabt hätte. Immherin kämpfte der 24-Jährige sich in das Match, nachdem der Ausgang des ersten Satzes mit dem 1:6 ein schnelles Ende andeutete. Auch im fünften Durchgang, der ebenfalls auf dem Scoreboard ebenfalls mit 6:1 an Zverev ging, war Cobolli deutlicher auf Augenhöhe als es der Spielstand verriet.

Cobolli: “Bin sehr stolz auf mich”

“Ich bin sehr stolz auf mich”, gab Flavio Cobolli nach dem Endspiel am Sonntag in der abschließenden Pressekonferenz zu Protokoll. Der Italiener, der seit dieser Woche erstmals in den Top Ten der Weltrangliste steht, hat nach eigener Aussage mit so einem Ergebnis “absolut nicht gerechnet”. Doch aus dem Traum wäre nun fast Wirklichkeit geworden. Der erste Grand-Slam-Titel war am Ende lediglich nur einen gewonnenen Satz entfernt.

Flavio Cobolli gab sich am Ende des Sonntags direkt angriffslustig. “Du kannst sowas nicht planen, aber ich werde es immer wieder und wieder versuchen”, antwortete Cobolli auf die Nachfrage, ob er demnächst mit einem weiteren Grand-Slam-Finale rechne. “Ich muss sehr hart arbeiten und entspannt bleiben. Wenn die Mischung passt, dann werde ich wieder ein Endspiel erreichen.” Fest steht: da hat jemand am Sonntag Blut geleckt!

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Dienstag
09.06.2026, 15:32 Uhr
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