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Francisco Roig: "Noch viele Tage, um die Mechanismen zu finden"

Francisco Roig hat sich gegenüber der Marca zu den ersten Trainingseindrücken von Rafael Nadal in Wimbledon geäußert. Diese waren nach der deutlichen Niederlage im Trainingsmatch gegen Kamil Majchrzak keine vollends guten. 

von Michael Rothschädl
zuletzt bearbeitet: 21.06.2022, 18:55 Uhr

Francisco Roig ist langjähriger Begleiter von Rafael Nadal
Francisco Roig ist langjähriger Begleiter von Rafael Nadal

Eines vorweg: Dem Ergebnis eines Trainingssatzes sollte, nein, darf nicht zu viel Bedeutung beigemessen werden. Vor allen Dingen nicht, wenn dieses wenige Stunden nach der Ankunft auf einer neuen Anlage, vielleicht sogar auf einem neuen Untergrund zustande gekommen ist. Deshalb wäre es auch vermessen, Rafael Nadal bereits sechs Tage vor dem Start von Wimbledon sämtliche Konkurrenzfähigkeit zu entsagen, nur weil dieser in jüngster Trainingseinheit eineinhalb Sätze gegen einen gewissen Kamil Majchrzak einigermaßen glatt verloren geben musste. 

Gleichwohl wäre es auch vermessen, den Polen sogleich in die Riege der Favoriten auf den Titel beim für dritten Grand-Slam-Turnier des Jahres aufzunehmen. Denn: Es ist und bleibt schlichtweg ein Trainingssatz. So in etwa lässt sich auch die Einschätzung von Francisco Roig, langjähriger Begleiter des Spaniers zusammenfassen, die dieser gegenüber der spanischen Marca zum Besten gab: "Es ist ein bisschen die Dynamik, die wir in den letzten Jahren gesehen haben, wenn wir hierher gekommen sind. Am Anfang ist es schwierig für uns. Es ist eine ganz andere Dynamik auf Rasen, wir haben auch noch kein Turnier auf diesem Belag gespielt", sagte der Spanier.

Nadal spielt Exhibition

Genau das sei in der Vergangenheit anders gewesen, dort habe sich der Mallorquiner nämlich die Gelegenheit nicht nehmen lassen, mit einem Vorbereitungsturnier in den Beinen nach London zu reisen. 2022 aber, durch eine Therapie am Fuß und die knappe Zeitschiene bedingt, fiel diese Möglichkeit bekanntermaßen ins Wasser. So sei es auch nicht ungewöhnlich, dass nicht alles auf Anhieb wie in besten (Rasen)-Tagen funktioniere. Und ein sichtbares Ärgern über die eigene Leistung beim sonst so bedachten Rafael Nadal kein Genickbruch.

"Er hat vier oder fünf Tage auf Mallorca gespielt, aber eine Sache ist, den Ball mehr im Stehen zu treffen, ohne etwas vom Gegner antizipieren zu müssen, als so zu spielen. Wir mussten mit dem Fuß aufpassen und hier gibt es größere Ziele, die Anforderung ist größer. Es ist normal, dass es am Anfang schwierig ist", betonte Roig zur dargebotenen Leistung seines Schützlings.  

Zeit, seinen Rhythmus zu finden, hat Nadal indes in wenigen Tagen: Im Vorfeld des Rasenklassikers von Wimbledon wird der Spanier nämlich noch bei einer Exhibition aufschlagen, um sich dort zunächst mit Stan Wawrinka und dann mit Felix Auger-Aliassime zu messen. Roig: "Wir haben noch viele Tage vor uns, um uns zu verbessern, um uns an die Bewegungen zu gewöhnen, an die Aufschläge, um zu erkennen, wie der Ball kommt. Solche Dinge sind Mechanismen, die man braucht." Die Ergebnisse der Exhibition könnten also einen ersten Eindruck, wie es um die Wettkampfform des Spaniers bestellt ist, liefern. Wenngleich auch dieses Event, ähnlich wie ein Trainingssatz, nicht überzubewerten ist. 

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von Michael Rothschädl

Mittwoch
22.06.2022, 08:05 Uhr
zuletzt bearbeitet: 21.06.2022, 18:55 Uhr

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