French Open 2026: Mensik triumphiert im Youngster-Duell gegen Fonseca
Im mit Spannung erwarteten Viertelfinal-Duell der beiden Newcomer bei den French Open 2026 spielte sich der Tscheche Jakub Mensik im Aufeinandertreffen der beiden Hard-Hitter in einen wahren Rausch und ließ sich auch von einer Gesäßmuskelverletzung auf dem Weg zum Dreisatz-Erfolg nicht mehr stoppen.
von Dietmar Kaspar
zuletzt bearbeitet:
02.06.2026, 23:58 Uhr

Insgesamt zweimal auf der Tour ging Joao Fonseca gegen Jakub Mensik vor dem Aufeinandertreffen im Viertelfinale der French Open 2026 als Sieger hervor. Während der Brasilianer 2024 in der Gruppenphase der Next Gen ATP Finals beim Maximum an ausgereizten Spielen mit 4:3 im fünften Durchgang triumphieren konnte, profitierte er in der vergangenen Saison beim 500er-Turnier in Basel bei seinem Titellauf von der Achtelfinal-Absage des Tschechen.
Von Beginn an war Mensik trotz anfänglicher Nervosität gewillt, die Bilanz zu seinen Gunsten aufzubessern. In der Anfangsphase musste der 20-Jährige einmal um sein Aufschlagspiel kämpfen, gab sich aber bei eigenem Service im weiteren Verlauf keine weitere Blöße und überließ seinem 19-jährigen Gegner im gesamten ersten Durchgang keine einzige Breakchance. Im fünften Spiel erarbeitete sich der Tscheche zwei laufende Break-Chancen und packte bei der zweiten Gelegenheit zu. Zwar musste er eine Chance zur Doppel-Break-Führung verstreichen lassen, servierte aber die Satzführung mit einem spektakulären Vorhand-Drive-Volley zum Abschluss sicher nach Hause.
Auch im zweiten Akt hielten die beiden Protagonisten das Tempo in den Schlägen hoch und agierten zu Beginn auf Augenhöhe. Beim Stand von 2:2 kam Fonseca bei eigenem Service nach einer 40:15-Führung noch einmal in die Bredouille, wurde von Mensik in einer spektakulären Rallye gnadenlos passiert, der mit einem gefühlvollen Vorhand-Volley das Break eintüten konnte. Bei eigenem Service blieb der Tscheche weiterhin unantastbar, erarbeitete sich Aufschlag seines Gegners zwei Satzbälle und machte den Sack bei einem spektakulären Halbfeld-Duell zu.
Zu Beginn des dritten Durchgangs griff sich Mensik öfters an seine Gesäßmuskulatur und musste sein erstes Aufschlagspiel abgeben, konterte aber mit dem Re-Brek zum 2:2. Im weiteren Verlauf versuchte die ehemalige Nr. 12 der Welt, die Ballwechsel möglichst kurz zu halten und wirkte in seinen Bewegungen deutlich eingeschränkt. Nach seinem Aufschlag-Verlust im siebten Spiel deutete sich kurz die mögliche Wende an, dennoch warf Mensik noch einmal alles in die Waagschale und kämpfte sich zum 5:5 in den Durchgang zurück. Nach einem durchgebrachten Aufschlagspiel setzte der tschechische Davis-Cup-Sieger erneut alles auf eine Karte, erspielte sich insgesamt sechs Matchbälle, musste aber den Gang in den Tiebreak antreten. Dort startete der zweifache ATP-Titelträger mit dem ersten Mini-Break und transportierte dieses zum finalen 6:4, 6:3, 7:6 (3)-Erfolg nach 2:45 Stunden, den er mit einem spektakulären Cross-Ball am Netz besiegelte.
In seinem ersten Grand-Slam-Halbfinale sieht sich der Weltranglisten-27. dem Hamburger Alexander Zverev gegenüber, der in drei Sätzen gegen den spanischen Teenager Rafael Jodar triumphieren konnte. Bislang hatte der ehemalige Masters-Champion von Miami, wo er im Finale keinen Geringeren als Novak Djokoivic besiegen konnte, das Achtelfinale bei den diesjährigen Australian Open als bestes Resultat auf Major-Ebene vorzuweisen.
Hier das Einzel-Tableau aus Roland Garros
