French Open: Potapova legt die Latte hoch - und feiert die Linienrichter!
Anastasia Potapova hat sich nach ihrem Auftakterfolg gegen Maya Joint bestens aufgelegt gezeigt. Und eine Rückkehr zur guten, alten Zeit angeregt.
von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet:
25.05.2026, 17:36 Uhr

Drei Spiele hat Anastasia Potapova in ihrem Auftaktmatch gegen Maya Joint nur verloren, kein Wunder, dass sie nach diesem so einfachen wie aber auch erwartbaren Sieg bestens gelaunt zum Pressegespräch in die Katakomben des Philippe-Chatrier gekommen ist. Ohne Hund, so viel sei angemerkt. Das arme Tier hält man bei diesen Temperaturen lieber im Kühlen. Was nicht für Potapova gilt, die in ihrer Familie als Sonnenanbeterin gilt. Und zwar als einzige.
Der Sieg gegen die überforderte Joint soll aber nur der Auftakt zu einem tiefen Run werden. Denn in Runde zwei ist sie gegen Akasha Urhobo (USA) oder Katie Boulter (GBR) in jedem Fall die Favoritin. Und dann würde, wenn es nach der Papierform geht, Coco Gauff warten. Alos die Titelverteidigerin in Roland-Garros.
Potapova wünscht sich Challenges zurück
Gegen Gauff hat Potapova zwei der vier Begegnungen gewonnen, die letzte datiert allerdings schon aus dem Jahr 2023 in Stuttgart. Sie würde sich drauf freuen, erklärte die 25-Jährige weiter. Aber Gauff habe ja noch nicht einmal ihre erste Partie gespielt.
Apropos Freude: Dass bei den French Open auf das menschliche Auge vertraut wird, damit kann Anastasia Potapova extrem gut leben. Denn bei den jüngsten Turnieren in Madrid und Rom habe sie den Eindruck gehabt, dass jeder knappe Ausruf gegen sie ging. Und dass diese Ausrufe bei genauerer Betrachtung des Ballabdruckes nicht immer gerechtfertigt waren. Eine Lösung für das „Problem“ hat Potapova übrigens parat: Auf Sand sollten die Spielerinnen ihrer Ansicht nach wieder drei Challenges bekommen, um die Schiedsrichter von ihren Stühlen zu bewegen und die Ballmarken zu überprüfen. Wie in der guten alten Zeit.
Hier das Einzel-Tableau in Paris
