Starker Kohlschreiber knackt Dolgopolov, auch Mayer im Viertelfinale

Die deutsche Nummer zwei zeigt gegen den Ukrainer eine blitzsaubere Vorstellung und muss keinen Breakball abwehren.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 09.06.2011, 12:52 Uhr

Der Rasen in Halle und Philipp Kohschreiber (ATP 49) sind eine starke Kombination. Der Augsburger steht nach dem 6:3, 7:6 (5)-Sieg gegen den Ukrainer Alexandr Dolgopolov (ATP 21) zum sechsten Mal im Viertelfinale der Gerry Weber Open. Es ist gleichzeitig auch die fünfte Viertelfinalteilnahme in Folge für Kohlschreiber, der nun  gegen Titelverteidiger Lleyton Hewitt (ATP 73),der Haas-Bezwinger Andreas Sepii (ATP 51) mit 6:4, 6:4 schlug, um den Einzug in sein viertes Halbfinale in Halle spielt.

"Siegen ist die beste Heilung"

"Ich habe eine Woche Abstand vom Tennis genommen und bin ich jetzt wieder auf dem richtigen Weg. Siegen ist eben die beste Heilung aus der kleinen Talfahrt", erklärte Kohlschreiber.

Kohlschreiber präsentierte sich von Beginn an in glänzender Form und musste im Spielverlauf nicht eine Breakchance abwehren. Mit krachenden Returns sicherte sich die deutsche Nummer zwei im ersten Satz das Break zum 3:1 und transportierte dieses sicher zum Satzgewinn.

Vorzeitige Entscheidung verpasst

Auch im zweiten Satz war "Kohli" der bestimmende Mann auf dem Centre Court gegen Dolgopolov. Doch seine zwei Breakchancen bei 2:2 und 4:4 konnte er nicht nutzen. So ging es in den Tiebreak, wo der Augsburger zunächst dreimal eine Minibreak-Führung wieder hergab. Beim ersten Matchball war Kohlschreiber dagegen konsequent und zog nach 1:17 Stunden in sein sechstes Viertelfinale beim Rasenturnier in Halle ein.

"Das war eine gute Leistung. Ich habe wenig falsch gemacht und mit dem zweiten Aufschlag gut variiert. Es ist gegen Dolgopolov schwer seinen Rhyhtmus zu finden. Jeder Ball kommt anders" analysierte Kohlschreiber seine Leistung.

Mayer zufrieden mit seiner Leistung

Auch Florian Mayer konnte sich über den Einzug in sein drittes Viertelfinale bei den Gerry Weber Open freuen. Der Weltranglisten-18. besiegte den Taiwanesen Yen-Hsun Lu (ATP 53) mit 7:6 (4), 3:6, 6:4. "Ihn auf Rasen zu schlagen ist ein großer Erfolg für mich. Ich habe ein sehr gute Leistung gezeigt. Nur mein Return kam nicht wie er sollte", freute sich Mayer hinterher, der nach vier Jahren erstmals in Halle wieder dabei ist.

Mayer hatte über den gesamten Spielverlauf mehr Probleme als Lu bei den Aufschlagspielen. Die wenigen Breakchancen zu Beginn des ersten Satzes wurden auf beiden Seiten nicht genutzt. Im Tiebreak hilf Lu der deutschen Nummer eins ein wenig und verspielte etwas leichtfertig eine 3:0-Führung.

Lu am Drücker, aber Mayer kämpft sich durch

Im zweiten Satz konnte Mayer zunächst sechs Breakbälle abwehren. Gegen die siebente Breakchance des Taiwanesen war Mayer dann machtlos und gab seinen Aufschlag zum 3:5 ab. Im entscheidenden Satz sah vieles nach einem Sieg von Lu aus, der seine Aufschlagspiele völlig souverän durchbrachte. Mayer hingegen hatte immer leichte Schwierigkeiten und konnte ein Break jedoch immer verhindern.

Bei der 5:4-Führung spielte Mayer dann zum richtigen Zeitpunkt sein bestes Returnspiele und hatte ein wenig Glück, als ein Passierschlag nur hauchdünn auf die Linie klatschte. Bereits den ersten von drei Matchbällen konnte Mayer verwandeln, Lu schlug einen Doppelfeher und sorgte damit dafür, dass drei Deutsche im Viertelfinale von Halle stehen. "Ich habe etwas Glück heute gehabt. Ein paar enge Bälle waren zu meinen Gunsten", kommentierte Mayer hinterher.

Monfils wartet

Im Viertelfinale geht es jetzt gegen den Franzosen Gael Monfils (ATP 8), der auch in seinem zweiten Match beim 6:2, 6:3 gegen Ivan Dodig keine Mühe hatt. "Er ist leicht favorisiert und ich bin überrascht wie gut er bislang gespielt hat. Die Tagesform wird entscheiden", blickt die deutsche Nummer eins voraus.(Text: cab; Foto: Jürgen Hasenkopf)

Hier die aktuellen Tableaus aus Halle:Einzel,Doppel,Quali,Spielplan

von tennisnet.com

Donnerstag
09.06.2011, 12:52 Uhr