Hat die HTT nach den AO zwei Nr. 1 Spieler ex ae-quo?
Die 35. Auflage der HTT Australian Open 2026, sie kommt nur sehr langsam in Fahrt. Auch der gestrige...
von Claus Lippert
zuletzt bearbeitet:
25.01.2026, 22:18 Uhr
Die 35. Auflage der HTT Australian Open 2026, sie kommt nur sehr langsam in Fahrt. Auch der gestrige Samstag – traditionell bei HTT Major Events – einer der stärksten Tage, konnte das erste HTT Grand Slam Turnier nicht in Schwung bringen. Vor der Halle grau, in der Halle mau! Der Großteil der Partien, allesamt mit HTT-250er-Charakter, liieß noch nicht wirklich “Grand-Slam-Feeling” aufkommen. Wo sind die Zeiten, als bei den HTT AO Open jede einzelne Zweitrunden-Partie gefühlt auch das Finale hätte sein können? Anno 2026 bei der Jubiläums-Ausgabe wird man sich wohl bis zum Viertelfinale gedulden müssen, ehe die Topstars der Veranstaltung in direkten Duellen das Niveau anheben, und die Stimmung anheizen werden. Tja und so hat man sich am Rande der HTT AO 2026 seitens der Organisation ein neues Thema gesucht. Ein spektakuläres obendrein, das einem Novum in 35 Jahren HTT Geschichte gleichkommen würde. Ein Bericht von C.L
Zwei Qualifikanten stehen in der zweiten HTT AO Hauptrunde
Sie sind alle sehr bemüht, in ihrem Tun bestrebt, und auch motiviert, beim ersten Grand Slam Turnier des Jahres eine gute Figur abzugeben. Alleine das Bestreben reicht aber freilich nicht, um dem als HTT Grand Slam Turnier verpackten sechsten Saison-Event im UTC La Ville, das Flair eines “Slams” zu verleihen. Beim Blick auf die samstägige Ergebnisliste und beim Studium der angefallenen Resultate, wurde der Eindruck noch verstärkt, mitten drin in einem topbesetzten HTT 250er-Turnier zu sein. Die wenigen Topstars und Sieganwärter die am Samstag ihren ersten Grand-Slam-Einsatz hatten, hielten sich nur kurz und unterfordert am Altmannsdorfer Ast auf. Serbiens Finals-Starter Teo Katic überließ bei seinem “halb-motivierten” Saison-Debüt dem ein Jahr jüngeren Egon Reisenbichler vier Games. Deutschlands Titelfavorit David Steiert hat mit einem 6:0, 6:0 über Russlands Jungstar Matway Beroev den ersten Schritt in Richtung erstem schwarz-rot-goldenen HTT Grand Slam Titel der Geschichte gesetzt, und so waren es zwei Qualifikanten, die die Geschichte dieses dritten Spieltages schrieben. Da wäre einmal Johannes Rudnay, der nach geglückter Quali auch sein Grand-Slam-Hauptfeld-Debüt mit einem 7:6, 7:5 Erfolg über den höher eingeschätzten Markus Planteu positiv gestaltete. Für die Sensation des Tages sorgte dann noch der erst 13jährige Nicolas Gall, der sein erstes Hauptbewerbs-Match bei einem HTT-Grand-Slam-Turnier gegen den erfahrenen HTT Spieler Luca Kiss nach verlorenem ersten Satz noch mit 1:6, 6:3, 6:3 drehen konnte.
Gibt es erstmals in der HTT Geschichte zwei ex ae-quo Nr. 1 Spieler?
Während auf den Courts unter den heiligen Dächern des UTC La Ville also die ersten Achtelfinal-Tickets ausgespielt wurden, meldete sich am Samstag Abend die Statistik-Abteilung der Hobby Tennis Tour mit einer statistischen Spitzfindigkeit, die in Woche 2 der HTT Australian Open für ein noch nie dagewesenes Novum sorgen könnte. Zum ersten Mal in 35 Jahren HTT besteht nämlich die rechnerische Möglichkeit, dass sich nach einem Turnier-Wochenende gleich zwei Spieler “ex ae-quo” den HTT Ranglisten-Thron und damit Platz 1 in der HTT Computer-Rangliste teilen. Die mögliche doppelte Speerspitze der HTT könnten nach dem Finale am Mittwoch der aktuelle Ranglisten-Erste Damian Roman und sein serbischer Kronprinz Vuk Jovanovic bilden. Voraussetzung dafür wäre allerdings, dass Damian Roman im Viertelfinale scheitert, und Vuk Jovanovic seinen allerersten HTT Karriere-Titel feiern kann. Da die beiden HTT Topstars im Vorjahr im Gleichschritt bereits im Achtelfinale die Segel streichen mussten, trennen sie aktuell exakt 1360 Punkte, was genau der Differenz zwischen Turniersieg und Viertelfinal-Aus entspricht. Zumindest abseits des Courts ist damit also für Spannung gesorgt.
Fotocredit: Dominik und Nina Krenkel
