Nach dem Aderlass folgt großer Umbruch
Zunächst scleichend, am Ende aber doch deutlich erkennbar, hat in den letzten Jahren ein massiver Wa...
von Claus Lippert
zuletzt bearbeitet:
05.03.2026, 14:18 Uhr
Zunächst scleichend, am Ende aber doch deutlich erkennbar, hat in den letzten Jahren ein massiver Wandel auf der Hobby Tennis Tour eingesetzt. Die einst mit hervorragenden Spielern und einer sagenhaften Breite glänzende Turnierserie Österreichs, hat bei den Top-Events in den vergangenen Saisonen einen brutalen Aderlass an Spitzenspielern erlebt. Dem subjektiven Eindruck über das Ausbleiben der HTT Topstars, ist man jetzt mit einer intensiven Analyse entgegen getreten. Das Ergebnis ist alamierend, gleichzeitig aber auch der glasklare Hinweis, dass die alten Zeiten “passe” sind. Das 35. Bestandsjahr der HTT bringt einen Umbruch. Es wird Zeit, sich an neue Namen zu gewöhnen. Ein Bericht von C.L
Statistik in vier Rubriken fördert 80 Topspieler und Abgänge zu Tage
Auch wenn der HTT in den letzten Jahren nach Corona die willigen Topspieler in großer Zahl abhanden gekommen sind, so hat sie weiterhin eines im Überfluss, nämlich Statistiken für praktisch “Alles & Jeden”. Eine solche ist am Tag vor dem ersten Aufschlag zur 9. Auflage des HTT 500er-Turniers La Ville Open erschienen, in der der Schwund an exzellent performenden HTT Spielern der letztenJahre statistiisch belegt werden sollte. Die Analyse zum schleichenden Ausverkauf der besten Hobbyspieler Ostösterreichs, wurde in vier Kategorien und Rubriken erarbeitet. Sie umfasst einerseits die Erfassung von ehemaligen Aktiven, die es in ihren Karrieren bis unter die Top Ten geschafft haben, und die man im aktuellen 52 Wochen-Entry-Ranking vergeblich sucht. Kategorie 2 dieser “traurigen und ernüchternden Bilanz”, befasst sich mit jenen jungen und teils auch arrivierten Spielern, die über die Jahre hinweg, mit einer erfreulichen und eigentlich auch logischen Leistungssteigerung, die HTT verlassen haben oder verlassen mussten. Das wiederum ist das klare und erwartbar gewesene Ergebnis, das viele junge gute Spieler die HTT als Übungsplattorm nutzen konnten. Eine weitere Rubrik beschäfftigt sich mit jenen Topspielern, die man zwar noch im aktuellen HTT Ranking findet, die aber nur mehr den Titel “Teilzeitkräfte” tragen. Ab und an bestreiten sie ein bis zwei Mal im Jahr ein HTT Turnier, sind aber belanglos für das Geschehen im Circuit. Eine vierte und letzte Kategorie listet schließlich noch jene Jungstars der HTT auf, die im Moment noch für einen täuschend hochkarätigen Blick auf die Top Ten sorgen. Junge Spieler, die aber in Kürze wohl die HTT verlassen werden. Insgesamt umfasst diese neueste Studie 80 Namen an ehemaligen Top Ten Spielern, einstigen Ranglisten-Ersten, zahlreichen HTT Grand Slam Siegern und Spielern, die mit phantastischer Performance für unzählige Turniersiege sorgten.
Umbruch mit den letzten beiden Mohikanern als Leitfiguren
Was bleiibt ist eine Hand voll großer Namen der Vergangenheit, treue Wegbegleiter der HTT und die letzten Mohikaner einer Turnierserie, die mit allerhöchstem Niveau Jahre lang für Furore sorgte. Sie können aber aufgrund ihrer Minderheit nicht annähernd das teils atemberaubende Level der goldenen HTT Jahre halten. Es heißt also Abschied nehmen von der “Hoch-Zeit des großartigen Hobbytennissports”, und sich anzufreunden mit der Realität anno 2026, die teilweise auch schon im vergangenen Jahr zur Wahrheit der HTT gehörte. Ein riesiger Umbruch steht bevor. Der muss aber nicht zwangsläufig ein dauerhaft schlechtes Image bekleiden. Im Gegenteil. Es kommt auf die Sichtweise an. Statt wöchentlichem Jammern über diie fehlenden Stars und dem Schwelgen in Erinnerungen über die gute alte Zeit, gilt es nun, den Fokus auf neue Namen und die aktuell jungen Talente und Stars von Morgen zu legen. Damian Roman und Rene Gräflinger sind noch da, und begleiten als die letzten Helden einer ruhmreichen Vergangenheit die HTT in ihre Zukunft.
Ein Ausblick auf die möglichen HTT Topstars der Zukunft
Noch führt der Weg zu großen HTT-Titeln über die beiden oben erwähnten HTT-Großmeister! Wer aber sind die möglichen Stars der Zukunft, die in Bälde große Titel und noch größere Pokale & Trophäen abräumen könnten.Ganz vorne in der Liste der potentiellen Nachfolger als Topstar der HTT steht natürlich Teo Katic. Der junge Serbe hat seit Herbst letzten Jahres immer öfters sein riesiges Potential gezeigt, und auch schon den ein oder anderen hochkarätigen Titel eingesammelt. Die Situation beim 18jährigen ist zudem eine andere, als bei vielen seiner Kollegen im gleichen Alter. “Für mich ist der Zug zum Profi abgefahren. Ich spiele Tennis rein zum Spaß”, so Katic, der mit dieser Herangehensweise große Hoffnungen weckt, die Rolle des absoluten HTTT Superstars der nächsten Jahre auszufüllen. Auch ein gewisser Florian Strutzenberger hätte die Möglichkeit, schon bald den Durchbruch zu schaffen. Wenn er ähnlich atemberaubend schnell seine mentalen Hausaufgaben erledigen kann, wie seine Grundschläge über das Netz fliegen, dann könnte er der Erste der New Generation sein, der sich zu Titelehren auf HTT Top-Niveau aufschwingen kann. Namen, die man sich in diesem Zusammenhang merken sollte, sind auch jene von Romeo Oxley und Tobias Schirgi.
Die Liste abhanden gekommener HTT-Stars in den letzten Jahren
ehemalige Top Ten Spieler | über Leistung ausgeschiedene Spieler | Teilzeitspieler | wohl auch bald weg |
| Martin Zehetner | Elias Sumann | Lukas Prüger | Vuk Jovanovic |
| Maximilian Wild | Nick Ihlenfeld | Vladimir Vukicevic | Uros Bigic |
| Alexander Schager | Lenny Petit | Alexander Rieger | Marlon Warmuth |
| Florian Kopf | Simon Linha | Dominik Jaros | Luca Vanella |
| Philipp Schneider | Nicolas De Giacomo | Fabian Mayrhuber | Theo Strobl |
| Victor Stabrawa | Adrian Vorhemus | Martin Priban | Kingston Griffith |
| Philipp Fedorczuk | Dominik Negrin | Martin Mayer | |
| Peter Klager | Elias Trausmuth | Alex Linsbichler | |
| Valentin Kaftan | Sebastian Wojta | Amel Bisevac | |
| Luka Sekulic | Erik Adochitei | Mathias Wagner | |
| Kevin Köck | Theo Berger | ||
| Bernhard Scheidl | Alex Stokker | ||
| Philipp Schlaffer | Alex Sikanov | ||
| Nicolas Moser | Nico Mucic | ||
| Bernd Steiner | Paul Werren | ||
| Florian Pimishofer | Markus Klaus | ||
| Rene Glatzl | Stephan Kortenhof | ||
| Christoph Beutler | Christoph Niedhart | ||
| Mathias Wolf | Julian Lockl | ||
| Adnan Al Mahmoud | Robert Steinhauser | ||
| Andreas Trinko | Vinzenz Wutzl | ||
| Ignacio Martin | Ben O Brien | ||
| Phiilipp Jahn | Rene Lackner | ||
| Markus Neuhauser | Yannick De Giacomo | ||
| Andreas Szabados | Philip Niederle | ||
| Markus Zellinger | Wenzel Graski | ||
| Luka Matic | Alex Miazhynski | ||
| Emanuel Gal | Nelson Gregor | ||
| Diego Laporta | Nikita Sikanov | ||
| Elias Steinbichl | Noah Brunner | ||
| Lenny Wilmink | Paul Schmid | ||
| Noah Alishaev | Leo Gutjahr |
