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Kingston Griffith feiert glanzvolles HTT-Comeback

Der Österreicher Kingston Griffith hat am Dienstag Abend das erste HTT 1000er-Turnier des Jahres  ge...

von Claus Lippert
zuletzt bearbeitet: 25.02.2026, 14:18 Uhr

Der Österreicher Kingston Griffith hat am Dienstag Abend das erste HTT 1000er-Turnier des Jahres  gewonnen! Das 18jährige Tennistalent vom TC Blau Weiss, behielt im Finale des 17. Februar Masters Series Turniers gegen den ehemaligen Ranglisten-Ersten Rene Gräflinger in 1:12 Stunden Spielzeit mit 6:1, 6:4 klar die Oberhand, und feierte den Gewinn seines Premieren-Titels gleich auf Masters-1000-Niveau und damit auf zweithöchster HTT-Ebene. Gräflinger verpasste hingegen nach einer insgesamt enttäuschenden und äußerst fehlerbehafteten Vorstellung die Chance, als erst vierter Spieler der Geschichte das “HTT-Februar-Double” bestehend aus den Titeln beim Februar-500er und Februar-1000er im selben Jahr zu gewinnen. Ein Bericht von C.L

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Griffiith begleicht mit Titelgewinn mehrere offene HTT-Rechnungen

Kingston Griffith hat am Dienstag Abend im Endspiel des Februar Masters Series 1000 Turniers sein gelungenes HTT Comeback nach eineinhalbjähriger HTT-Pause veredelt, und mit dem glatten Zweisatzerfolg im Finale gleich mehrere offene Rechnungen beglichen. So blieb der spielstarke Teenager in seinem dritten HTT Karriere-Finale nach zwei bitteren und engen Niederlagen erstmals siegreich. Dazu merzte er die Scharte des verlorenen 1000er-Finales vom August 2024 aus, als er dem rumänischen HTT Superstar Damian Roman denkbar knapp mit 2:6, 7:5 und 5:7 unterlag. Und der 18jährige Youngster revanchierte sich am gestrigen Finalabend gegen Gräflinger zudem auch für die ebenfalls in der Saison 2024 kassierte Zweitrunden-Niederlage bei den HTT French Open, als er im ersten Duell mit dem 2fachen HTT Finals-Champion aus Kärnten in drei Sätzen den Kürzeren zog. Dementsprechend forsch, engagiert und mit Nachdruck ging Griffith das sportliche Wiedersehen mit der Nr. 2 der Setzliste an.

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Gräflinger im ersten Satz mit veritabler Vorhand-Krise

Gleich im ersten Game schnappte sich Griffith das erste von insgesamt drei Breaks des ersten Satzes, und blieb seinerseits mit einer Ausnahme bei eigenem Aufschlag unantastbar. Bei 4:1 musste der 18jährige den praktisch aus dem Nichts entstandenen einzigen Breakball seines Gegners im gesamten Match parieren, und tat das einerseits unter der Mithilfe seines Gegenübers, um danach selbst mit zwei präzisen und wuchtigen Service-Winnern die Gefahr eines Aufschlagverlustes abzuwenden. Insgesamt war der halbstündige erste Satz des Februar Masters Series 1000 Finales ein höchst einseitiger. Das lag vorallem an Rene Gräflinger, der mit einer veritablen Vorhand.Krise in diesem ersten Durchgang in nur 30 Minuten in ein aus seiner Sicht seltenes Debakel rauschte. Völlig ohne “Touch & Timing” produzierte der Routinier aus Ferlach kapitale Fehler am Fließband, und plagte sich neben den 15 unorced errors zudem auch mit einer eher unterdurchschnittlichen Service-Leistung durch diesen ersten Satz. 74 Prozent an ersten Aufschlägen verpuffen relativ schnell, wenn die Quoten an gewonnenen Punkten nach erstem und zweitem Aufschlag unter die 50 Prozent Marke rauschen. Ganz gegenteilig präsentierte sich da Kingston Griffith, der bei eigenem Service von effektiven Prozentsätzen profitierte, und zudem 12 Winner im Feld des unzufriedenen Gegners platzierte.

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Griffith mit großer Freude über ersten HTT 1000er-Titel

Im zweiten Durchgang lieferte Gräflinger dann dem späteren Sieger einen offenen Schlagabtausch und ein Match auf Augenhöhe. Der Voraus servierende Youngster hatte in seinen Aufschlagspielen weiter wenig Mühe, und gerade einmal ein 0:30 zu korrigieren. Auf der anderen Seite mühte sich Kärntens bester HTT Spieler weiter durch seine Service-Games, parierte aber die beiden Break-Möglichkeiten seines Gegners mit Bravour. So entwickelte sich mit gesteigertem Niveau auf beiden Seiten der im Vorfeld erhoffte und erwartete Final-Fight, der im Finish zumindest auch den Hauch an Spannung bot. Bis 5:4 ging der zweite Heat mit Aufschlag, ehe sich Griffith im letzten Return-Game mit seinem letzten und insgesamt 27. Winner das einzige und entscheidende Break zum 6:4 sichern konnte. “Ich bin eigentlich zufrieden mit meiner Leistung, obwohl Teppich nicht wirklich mein bester Belag ist. Aber ich denke, ich habe mich relativ gut bewegt, und die Bälle gut verteilt. Zudem hat mir heute ganz sicher mein Aufschlag entscheidend geholfen. Natürlich war es mein Ziel, dieses Turnier hier zu gewinnen. Erst recht, nachdem ich mein erstes HTT 1000er-Finale vor eineinhalb Jahren gegen Damian Roman so knapp verloren hatte. Deshalb ist die Freude über den Ausgang dieses Finales schon sehr groß”, erklärte der frischgebackene Februar Masters Series 1000 Champion.

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Gräflinger erinnert sich an glanzvollen Februar-1000er Sieg von 2020

Zur Revanche gegen Damian Roman kam es an diesem Wochenende für Griffith leider nicht, zumal die HTT Nr. 1 nach seinem Sieg in der zweiten Runde gegen Italiens Jungstar Giorgio Lorenzetti, mit einem dick geschwollenen linken Fuß zur Augabe gezwungen war. Damit war auch der Final-Klassiker Roman vs. Gräflinger früh im Turnier “ad acta” gelegt. Die gestiegene Chance Gräflingers auf seinen 14. HTT Karriere-Titel lebte so bis zum Endspiel. Am Ende stand der 40jährige aber mit leeren Händen nach seinem 25. HTT Karriere-Finale da. Sein zweiter Februar Masters 1000 Titel nach 2020 war genauso ausgeblieben, wie das HTT Februar Double, das der Kärntner nach seinem Februar HTT 500-Titel vor zwei Wochen mit einem möglichen Turniersieg am Dienstag Abend hätte realisieren können. Ein Kunststück, das übrigens zuvor erst drei Spielern gelungen war. 2010 holte Andreas Harbarth beide grroßen HTT Titel des Monats Februar, und das genauso wie ein Jahr später in der Saison 2011 Markus Kurzemann und 2019 der Niederösterreicher Maximilian Wild. Immerhin kletterte Gräflinger in der aktuell erschienenen HTT Computer-Rangliste auf Platz 3 empor. Mit dem überreichten Silberteller für den zweiten Platz, erinnerte sich Gräflinger auch noch an das Jahr 2020, als er hier beim Februar Masters Series 1000 Turnier einen grandiosen wie glanzvollen Triumph feierte. Auf dem Weg zum Titel räumte der damals 34jährige Ferlacher nacheinander HTT Kapazunder der Extraklasse aus dem Weg. Simon Linha, Maximilian Wild, Florian Kopf und Damian Roman mussten sich dem Kärntner damals geschlagen geben. Mann oh Mann, war die HTT einmal stark besetzt! “Glückwunsch an Kingston. Er hat das gut und druckvoll gespielt. Meine Vorhand war heute leider ein Totalausfall. Ich kann mir meine heutige Leistung nicht wirklich erklären. Die Sache ist aber bereits abgehakt. Das nächste Turnier beginnt wieder bei Null”, so der Ranglisten-Dritte.

von Claus Lippert

Mittwoch
25.02.2026, 13:43 Uhr
zuletzt bearbeitet: 25.02.2026, 14:18 Uhr