Holt sich Dominic Thiem in Winston-Salem den letzten Feinschliff?

Dominic Thiem kehrt in der kommenden Woche beim ATP-250-Turnier in Winston-Salem auf die Tour zurück. Einmal mehr gibt es vor dem nächsten Auftritt des Österreichers viele offene Fragen.

von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet: 17.08.2022, 07:51 Uhr

Dominic Thiem kehrt in Winston-Salem auf die Tour zurück
© Getty Images
Dominic Thiem kehrt in Winston-Salem auf die Tour zurück

Dominic Thiem ist nach seiner Atemwegsinfektion wieder bereit für Tennis auf höchstem Niveau. Wie der Österreicher am Dienstag in den sozialen Medien bestätigte, begibt er sich dieser Tage auf den Weg in die USA, um sich beim ATP-250-Turnier in Winston-Salem auf die am 29. August beginnenden US Open einzustimmen.

In North Carolina wird Thiem seinen ersten Auftritt seit seiner Viertelfinalpleite in Kitzbühel absolvieren, deutlich weiter in der Vergangenheit liegt indes sein bislang letzter Auftritt auf Hartplatz: Am 16. März des Vorjahres unterlag der ehemalige Weltranglistendritte dem Südafrikaner Lloyd Harris in Dubai klar in zwei Sätzen.

Thiem greift auf Wildcards zurück

Galt Thiem damals trotz einer Formkrise bei jedem Event noch als Kandidat auf den Turniersieg, so sieht die Lage derzeit deutlich anders aus: In der Weltrangliste liegt der Niederösterreicher nur mehr auf Rang 228, in Winston-Salem wird er dank einer Wildcard an den Start gehen. Selbiges gilt auch für die US Open. Dadurch muss der 28-Jährige sein Protected Ranking nicht einsetzen.

Hinter Thiems Form steht vor Beginn seines kurzen Nordamerika-Trips einmal mehr ein großes Fragezeichen. Zuletzt zeigte sich der Lichtenwörther zwar stark verbessert, einige unerklärliche Fehler konnte er aber auch nach den French Open noch nicht abstellen. Dass Thiem nach einem ausbaufähigen Auftritt in Salzburg (Achtelfinale) sowohl in Bastad als auch in Kitzbühel das Viertelfinale erreichte und in Gstaad gar erst nach der Vorschlussrunde seine Koffer packen musste, darf für die österreichischen Fans hingegen Grund zur Hoffnung sein.

Thiem mit guten Erinnerungen an die US Open

Allerdings gilt Thiem nicht als klassischer Schnellstarter, ein frühes Aus in Winston-Salem wäre demnach sicherlich keine Überraschung. Gleiches gilt auch für die US Open in New York, wo der Niederösterreicher vor rund zwei Jahren seinen bislang einzigen Grand-Slam-Titel holte. 

Bleibt die Frage, ob Thiem unmittelbar vor dem letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres in Winston-Salem nur mehr ein Feinschliff fehlt, um sich den Besten der Zunft allmählich anzunähern. Oder ob im Spiel des Österreichers doch noch größere Adaptierungen notwendig sind. Das Ziel für die restliche Saison, so Thiem vor einigen Wochen, sei jedenfalls die Rückkehr in die Top 100.

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von Nikolaus Fink

Mittwoch
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zuletzt bearbeitet: 17.08.2022, 07:51 Uhr

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