Hopman Cup: Roger Federer gegen Stefanos Tsitsipas zum dritten Sieg

Knappe Sache für Roger Federer: Der 37-jährige Schweizer gewann sein drittes Match beim Hopman Cup in Perth gegen den Griechen Stefanos Tsitsipas mit 7:6 (5) und 7:6 (4). Damit steht die Schweiz bereits sicher im Finale.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 03.01.2019, 13:15 Uhr

Roger Federer beim Hopman Cup in Perth
© Getty Images
Roger Federer

Doppelfehler, Ass. Die letzten beiden Punkte im Tiebreak des ersten Satzes verliefen rechtschaffen ungünstig für Stefanos Tsitsipas: Der Grieche hatte in der Kurzentscheidung bereits mit 4:1 geführt, ließ allerdings ein Comeback von Roger Federer zu. Und hatte beim Stand von 5:5 Pech - der zweite Aufschlag des Griechen flog von der Netzkante hinter die T-Linie. Federer ließ sich nicht lange bitten, machte mit einem Ass den Satzgewinn klar.

Nach 40 Minuten, wohlgemerkt. Das Match genügte nicht nur ästhetisch höchsten Ansprüchen, auch das Spieltempo ließ nichts zu wünschen übrig.

Federer war mit zwei glatten Erfolgen gegen Cameron Norrie und Frances Tiafoe in den Hopman Cup gestartet, Tsitsipas hatte etwas überraschend gegen Norrie verloren. Gegen den jungen US-Amerikaner allerdings den Sieg geholt.

Tsitsipas beim Aufschlag stark

Vor seinem ersten Treffen mit Federer hatte Stefanos Tsitsipas mit seiner Vorfreude nicht hinter dem Berg gehalten: „Ich habe schon seit langer Zeit davon geträumt“, erklärte der Grieche, der im vergangenen November das #NextGen-Masters in Mailand für sich entschieden hatte. Federer sei jener Spieler, vor dem er auf der Tour den größten Respekt habe.

Davon war auf dem Court in Perth nicht viel zu merken. Vor allem als Aufschläger wusste Tsitsipas zu überzeugen - die Erfolgsquote beim ersten Service des Griechen pendelte sich bei knapp 90 Prozent ein. Aber auch Federer gab sich bei eigenem Aufschlag kaum eine Blöße - vergab im neunten Spiel des zweiten Satzes allerdings zwei Chancen auf das erste Break im Match. Tsitsipas zeigte keine Nerven, wehrte die Möglichkeiten Federers mit aggressivem Spiel ab.

Wenige Augenblicke später hatte der Schweizer das Break wieder auf dem Schläger, legte einen sehr machbaren Vorhand-Passierschlag aber ins Netz.

Wieder musste das Tiebreak entscheiden. Federer gelang das frühe Mini-Break zum 3:1, der Schweizer zog auf 5:2 davon - und holte sich mit einem zauberhaften Rückhand-Stopp drei Matchbälle. Den ersten vergab der 37-jährige Maestro noch, beim zweiten segelte ein Return von Tsitsipas ins Aus.

Nach seinem Sieg war Federer sehr zufrieden. Es sei ein sehr gutes Match gewesen, wenige unerzwungene Fehler hätten das Spiel bestimmt. Und: Der Vergleich mit den jüngeren Spielern mache ihm immer noch unheimlich Spaß. Mit dem Erfolg gegen Tsitsipas machte Roger Federer bereits den Finaleinzug beim wohl letzten Hopman Cup klar.

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