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HTT French Open zurück an der Spitze der HTT Grand Slams

Am vergangenen Donnerstag sind die HTT French Open 2020 mit dem Finaltriumph von Yannick De Giacomo ...

von Claus Lippert
zuletzt bearbeitet: 28.09.2020, 21:18 Uhr

Am vergangenen Donnerstag sind die HTT French Open 2020 mit dem Finaltriumph von Yannick De Giacomo im Überraschungs-Endspiel gegen Adrian Vorhemus zu Ende gegangen. Der über drei Stunden dauernde finale Showdown war nur der abschließende Höhepunkt eines großartigen Turniers, das sich ausgerechnet im Corona-Jahr   seinen Status als größtes und wichtigstes der vier HTT Grand Slam Events zurückerkämpft hat. Qualität & Quantität, nirgendwo auf HTT Major-Ebene treffen diese beiden Begriffe treffender zu als auf den Sandplatz-Klassiker im UTC La Ville. Der fand heuer zum bereits 29. Mal statt, und abgesehen vom Termin und einem gänzlich gecanelten Rahmenprogramm, gab es trotz verspätester Austragung im September keine Unterschiede zu den erfolgreichen Ausgaben der letzten Jahre. C.L macht einen Blick zurück auf die HTT French Open 2020 im UTC La Ville.

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HTT French Open haben Status als größtes und wichtigstes HTT Grand Slam Turnier zurückerobert

Mitte August stand das jährliche Sandplatz-Highlight der HTT noch auf der Kippe, Ende August war der 2000 Punkte Klassikers auf roter Asche plötzlich im Tour-Kalender bestätigt, und keine drei Wochen später sind die HTT French Open auch schon wieder sportliche Geschichte. Und eine höchst erfolgreiche noch dazu, denn die aufgrund von Corona in den September verschobene 29. Ausgabe des Sandplatz-Grand-Slam-Turniers am Altmannsdorfer Ast hat die Erwartungen aller Beteiligten bei weitem übertroffen, und die Major-Veranstaltung im UTC La Ville zurück in die Pole-Position der “big four events” im HTT Kalender gehievt. Während in den vergangenen Jahren die HTT Grand Slams auf Hartplatz & Rasen gänzlich den Anschluss verloren haben, und in Sachen Popularität bei den Aktiven weit hinter die beiden anderen HTT Majors zurückgefallen sind, mussten die HTT French Open in den letzten Jahren ihren Status als prestigeträchtigstes Turnier an die HTT Australian Open abtreten. Heuer im Corona-Jahr 2020 hat die HTT-Tennisshow auf roter Asche dem Major-Treiben auf Teppich unter den Dächern des UTC La Ville zu Beginn des Jahres wieder den Rang abgelaufen. Die Zahlen & Statistiken zu den beiden Super-Turnieren machen sicher! Schon was die Anzahl der Teilnehmer betrifft, hat das Sandplatz-Grand-Slam-Turnier deutlichst die Nase vorne. 145 Damen und Herren im Einzel, damit sind die HTT French Open 2020 das größte aller 115 bislang in der Geschichte der HTT ausgetragenen Grand Slam Events. 14 zu 12 Top 20 und 19 zu 14 Top 30 Starter heben das Sandplatz-Spektakel am Dr. Karl Waltl Weg aber auch qualitativ deutlich über den Teppich-Kracher im vergangenen Januar.

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HTT French Open mit faszinierendem Einblick in die multimediale HTT Zukunft

Natürlich hatte die Covid19-Pandemie Einfluss auf das alljährlich hochkarätige Rahmenprogramm der HTT French Open. Keine Players-Lounge, keine Players-Party, die kulinarischen Gustostückerl von La Ville Restaurant Chef Mario Lazzer wurden schmerzhaft vermisst, und auch showtechnisch hinkte das 2000 Punkte-Event weit hinter den 28 Ausgaben zuvor hinher. Kompensiert wurde der Ausfall von Show & Kuklinarik aber vom medientechnischen Aufgebot, mit dem die HTT und Tennis4Austria die 29. Auflage der HTT French Open begleiteten. Live-Stream, Live-Ticker, Live-Kommentator, Wiederholungen und viele technische Spielchen mehr, die HTT French Open 2020 boten einen faszinierenden Einblick in die multimediale Zukunft von Österreichs größter Tennis-Breitensport-Serie. Und auch sportlich hatte das 111. HTT Saisonturnier, diesmal als drittes Grand Slam Turnier der Saison einiges zu bieten.

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Finalisten der HTT US Open bei nächsten Grand Slam vor dem Viertelfinale raus, das gab es zuletzt im September 2010

Zunächst war die Angst vieler HTT Insider unbegründet, die einem HTT French Open Turnier Ende September mit wettertechnischer Skepsis begegneten. Das Gegenteil war der Fall. Ein goldener Herbst bescherte dem jährlichen Sandplatz-Höhepunkt sechs Tage herrlichsten Spätsommer mit Sonne satt und Temperaturen im hohen 20-Grad-Bereich. Nur der angestammte Finaltag fiel für die beiden Single-Stars ins Wasser. Dieser Umstand wiederum sorgte für die glückliche Fügung, dass das wichtigste Sandplatz-Finale der HTT ausgerechnet auf den 24. September 2020, und damit auf den Tag des 30jährigen HTT Bestehens fiel. Eine große Sachertorte, eine noch größere Lobesrede von La Ville GF und Gastgeber Raimund Stefanits leiteten die Siegerehrung für zwei Spieler ein, die vor dem ersten Aufschlag dieses Turniers nicht einmal die kühnsten Optimisten auf der Rechnung hatten. Doch nachdem sich die oberste Beletage der HTT Rangliste früh in der Tagen vor der finalen Entscheidung verabschiedet hatte, war der Weg frei für den vier Jahre lang kein Tennis spielenden Champion und die doppelte Vorhand aus dem Waldviertel. Das große Favoritensterben begann schon in Runde 3 des hochkarätigen 128er-Tableaus, als sich der amtierende HTT US Open Sieger Martin Zehetner überraschend dem späteren Sieger geschlagen geben musste. In gleicher Runde erwischte es Geheimfavorit und Vorjahresfinalist Diego Laoprta, und als im Achtelfinale auch Rene Lackner an einem überragend spielenden Kevin Köck in drei Sätzen gescheitert war, hatte die Statistik-Abteilung der HTT wieder einmal Nachschau-Bedarf. Mit Zehetner & Lackner hatten sich die beiden Finalisten des letzten Grand-Slam-Turniers der HTT US Open bereits vor dem Viertelfinale des folgenden HTT Majors verabschiedet, und das gab es zuletzt vor fast einem Jahrzehnt, als Franz Korger und Fabian Mayrhuber als HTT US Open Finalisten 2010, im nächsten Grand-Slam-Turnier den HTT Australian Open 2011 gemeinsam im Achtelfinale ausrutschten.

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Überraschungsfinale mit kuriosem Ergebnis

Nachdem der Super-Sonntag des 29. Sandplatz-Grand-Slam-Turniers an einem einzigen Tag das Aus von HTT-Hochkarätern wie Martin Zehetner, Rene Lackner, Vladimir Vukicevic, Diego Laporta, Florian Kopf, Rene Gräflinger und Maximilian Wild brachte, und sich an den beiden folgenden 48 Stunden auch noch Masters Series 1000 Saisondominator Bernd Steiner und die Nummer 1 der HTT Damian Roman ungeschickt anstellten, war der Weg für das Überraschungsfinale der HTT-Grand-Slam-Endspiel-Debütanten Yannick De Giacomo und Adrian Vorhemus frei. Zum angestammten Finaltermin spielte der Wettergott nicht mit, am HTT-Feiertag 24 Stunden später aber gab es dann das dritte HTT-Grand-Slam-Finale des Jahres, das nach 3:01 Stunden mit dem kuriosen Ergebnis von 7:5, 0:6, 6:0, 6:0 endete, und Yannick De Giacomo als 51. HTT Grand Slam Champion der Open Ära jubeln ließ.

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