In Madrid wird virtuell gespielt - von WTA- und ATP-Profis

Als Ersatz für das zunächst verschobene WTA- bzw. ATP-Turnier in Madrid haben die Veranstalter nun ein virtuelles Turnier ins Leben gerufen, an dem Profis der Frauen- und Männer-Tour teilnehmen sollen.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 08.04.2020, 14:17 Uhr

Feliciano Lopez gibt auch virtuell den Turnier-Direktor
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Feliciano Lopez gibt auch virtuell den Turnier-Direktor

Das kombinierte Frauen-und-Männer-Event in Madrid hat schon einmal Maßstäbe gesetzt: 20142 nämlich, als Veranstalter Ion Tiriac es für eine gute Idee hielt, blauen Sand in der Caja Magical aufzutragen. Das Wehklagen war in der Riege der Spitzenspieler beinahe ausnahmslos groß, vor allem Rafael Nadal konnte dem Experiment nichts abgewinnen. Lediglich Roger Federer hatte seine Freude an der ungewohnten Aschenfarbe, der Schweizer holte sich den Turniersieg, seinen bis dato vorletzten auf Asche (danach kam nur noch Istanbul 2015).

Jetzt gehen die Madrilenen wieder in die Vollen, diesmal allerdings auf virtueller Ebene: Denn natürlich kann das Turnier nicht zum angesetzten Zeitraum zwischen  3. und 10. Mai 2020 über die Bühne gehen. Gespielt soll trotzdem werden - und zwar unter Beteiligung von Profis, die sich wohl auch in den Tableaus der  jeweiligen Hauptfelder wiedergefunden hätten. Und am Computer.

Unterstützung für finanziell schwächere Profis

Jeweils 16 WTA- und ATP-Spieler sollen nun zwischen dem 27. und 30. April ein virtuelles Turnier austragen. Und um ein Gesamtpreisgeld von 150.000.- Euro rittern. Mit der Idee, dass ein Teil dieser Börse an KollegInnen geht, denen die tennislose Zeit finanziell größere Probleme bereitet als Ashleigh Barty, Novak Djokovic oder den anderen Assen. Darüber hinaus gehen 50.000.- Euro an Organisation, die die Folgen der COVID-19-Pandemie bekämpfen.

Gespielt wird Tennis World Tour, die Fans können live dabei sein. Wer in den Ring steigen wird, steht noch nicht endgültig fest.

Turnierdirektor Feliciano Lopez freut sich jedenfalls schon. „Die Geburt des Mutua Madrid Open Virtual Pro streicht die technologische, jugendliche und innovative Seite unseres Turniers heraus, die ein Markenzeichen seit unserem Start 2009 und passend zur augenblicklichen Situation ist.“ Ob virtuell auf blauem Sand gespielt wird, ist eher fraglich. Lopez weiter: „Wir haben für die professionellen Spieler ein Turnier organisiert, das dem Original am nächsten kommt, ohne dass die Spieler ihr Heim verlassen müssen.“  

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von tennisnet.com

Mittwoch
08.04.2020, 18:15 Uhr
zuletzt bearbeitet: 08.04.2020, 14:17 Uhr