Indian Wells: Alexander Zverev in der Wüste unterm Brennglas

In Indian Wells steht für Alexander Zverev eines der letzten sportlichen Highlights des Jahres an. Abseits des Courts beschäftigen ihn aber weiter die Gewalt-Vorwürfe seiner Ex-Freundin.

von SID
zuletzt bearbeitet: 05.10.2021, 14:29 Uhr

Alexander Zverev bei einem seiner früheren Auftritte in Indian Wells
© Getty Images
Alexander Zverev bei einem seiner früheren Auftritte in Indian Wells

Das Brennglas in der kalifornischen Wüste ist klar auf Alexander Zverev gerichtet. Und das nicht nur, weil der Olympiasieger beim Tennis-Klassiker in Indian Wells als Mitfavorit für einen der letzten großen Titel der Saison aufschlägt. Nein, vielmehr steht der Hamburger wieder einmal wegen der öffentlichen Gewalt-Vorwürfe seiner Ex-Freundin im Fokus - da diese den Tenniszirkus nun auch offiziell beschäftigen.

Drei Tage vor dem Start des prestigeträchtigen Masters-Turniers am Donnerstag gab die Profiorganisation ATP bekannt, eine Untersuchung gegen Zverev wegen der Anschuldigungen von Olga Sharypova eingeleitet zu haben. Diese wirft der deutschen Nummer eins über Medienberichte seit gut einem Jahr physische und psychische Gewalt während ihrer 13-monatigen Beziehung vor.

Zverevs Anwälte arbeiten auf Hochtouren

So musste sich Zverev wieder mal im Vorfeld eines großen Turniers verteidigen. Erneut wies der 24-Jährige die Vorwürfe am Montagabend "kategorisch und eindeutig zurück", sie seien "verleumderisch und unwahr". Er selbst begrüße die Ermittlungen der ATP, schließlich habe er "schon seit Monaten um eine unabhängige Untersuchung gebeten". Und während Zverevs Anwälte im Hintergrund auf Hochtouren arbeiten, will er die Unruhe ausblenden und sich voll auf sein Tennis konzentrieren.

Denn erstmals seit der knappen Halbfinalniederlage bei den US Open gegen Novak Djokovic vor gut einem Monat wird es wieder richtig ernst auf dem Court. Der Sieg beim Laver Cup mit dem europäischen Team hatte überschaubaren sportlichen Wert, drumherum arbeitete Zverev mit einem Auftritt in der TV-Show "Schlag den Star" an seinem Image in der Heimat oder warf mit seinen Kumpel Jimmy Butler aus der NBA ein paar Körbe.

Neben Medvedev der größte Favorit

Hochzufrieden ist Zverev mit seinem Jahr freilich jetzt schon. "Wenn ich kein anderes Match und nur die Goldmedaille gewonnen hätte, wäre es das beste Jahr meines Lebens gewesen", erklärte er jüngst im Interview bei n-tv. Vier Titel hat er in dieser Saison schon gesammelt, neben dem alles überstrahlenden Olympiasieg in Tokio waren auch immerhin zwei Masters-Turniere dabei (Madrid, Cincinnati). 

Und die Chancen, dass beim von Turnierdirektor Tommy Haas organisierten 1000er-Event in Indian Wells der nächste dazukommt, stehen nicht schlecht. Der Weltranglistenerste Djokovic fehlt ebenso wie die beiden verletzten Superstars Rafael Nadal und Roger Federer sowie Dominic Thiem, deshalb gehört Zverev neben dem frischgebackenen US-Open-Champion Daniil Medvedev zu den Topfavoriten.

In der ersten Runde besitzt Zverev wie auch Angelique Kerber in der schon am Mittwoch beginnenden Frauen-Konkurrenz ein Freilos. Mit seinem fünften Titel des Jahres könnte er seine bislang beste Saison 2017 egalisieren. Die Nebengeräusche abseits des Courts wird aber auch das nicht zum Verstummen bringen.

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Dienstag
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