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Jahn-Gala im Finale von HTT Wimbledon 2020

CTP Pötzleinsdorf-Star Philipp Jahn hat am Donnerstag Nachmittag das wegen Dauerregens um 48 Stunden...

von Claus Lippert
zuletzt bearbeitet: 16.10.2020, 17:18 Uhr

CTP Pötzleinsdorf-Star Philipp Jahn hat am Donnerstag Nachmittag das wegen Dauerregens um 48 Stunden verschobene Endspiel der 29. Auflage von HTT Wimbledon in atemberaubender Manier für sich entschieden, und Überraschungsmann Kevin Köck in nur 91 Minuten in drei klaren Sätzen abgefertigt. Der 28jährige deklassierte den Vukicevic-Bewzinger vom Schwechater TC  in einer noch nie dagewesenen Form mit 6:2, 6:0, 6:2, und feierte nach dem deutlichsten Kantersieg der HTT Wimbledon-Final-Geschichte nach drei verlorenen Major-Endspielen in der Saison 2018 endlich seinen ersten und vorallem hochverdienten HTT Grand Slam Karriere-Einzeltitel. Der entfesselt auftrumpfende Philipp Jahn, kürte sich mit erteilter Lehrstunde für Kevin Köck zum 22. HTT Wimbledonsieger der Open Ära, zum 52. Siegergesicht auf allerhöchster HTT-Ebene, und kehrte mit 2000 Punkten für sein Ranglisten-Konto in die elitären Top Ten der HTT zurück. Vom Endspiel des letzten HTT Grand Slam Turnier des Jahres berichtet für hobbytennistour.at C.L

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Philipp Jahn mit beeindruckender Vorstellung vom Start weg

Eine derartige Machtdemonstration und eine auch nur ähnlich geartete Performance auf Rasen hat man in der langen Historie von HTT Wimbledon noch nicht gesehen. Philipp Jahn trat am Donnerstag Nachmittag und am schönsten Tag einer total verregneten Woche am Centercourt von WAT Landstraße mit einer echten Gala-Vorstellung die Nachfolge von Alexander Schager als HTT Wimbledonsieger an, und zelebrierte eine Stunde und 31 Minuten lang Rasentennis vom Allerfeinsten und vorallem auf allerhöchstem Niveau. Der hoch aufgeschossene 28jährige, beim letzten Grand-Slam-Turnier der HTT Saison 2020 als Nummer 11 gesetzt, ließ vom ersten Ballewechsel an keinen Zweifel aufkommen, dass er hier und heute gewillt war, endlich das aus seiner Sicht nervige “Grand-Slam-Thema” mit drei verlorenen Endspielen aus der Saison 2018 abzuschließen und vergessen zu machen. Und so startete Jahn hoch konzentriert und mit einer beeindruckenden Konstanz in sein viertes HTT Grand Slam Karriere-Finale. Zwei ausgelassene Break-Chancen im Eröffnungsspiel waren der einzige Makel aus Sicht des späteren Siegers, mit denen er Köck noch etwas “verschonte”, und sich selbst so richtig in den berühmten Tunnel hievte. Mit dem ersten Break zum 2:1 war der Bann aber gebrochen, und der neue HTT Wimbledonsieger nicht mehr aufzuhalten. Bei eigenem Aufschlag gab Jahn im ersten Satz nur mehr drei Punkte ab, mit einem zweiten Break zum 5:2 war die “Messe gelesen”, und der erste Durchgang nach 33 Minuten in trockenen Tüchern.

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Bittere Lektion für Köck mit nur sechs Punkten im gesamten zweiten Satz

Für einen weit hinter seinen Möglichkeiten agierenden Kevin Köck war an diesem Nachmittag des 15. Oktober 2020 nichts zu holen. Im Gegenteil: Das erste HTT Grand Slam Finale seiner Laufbahn, wurde für Köck zu einer ganz bitteren Lektion, speziell im zweiten Satz. Ganze sechs Punkte, 13 unerzwungene Fehler von der Grundlinie und unterirdische Service-Quoten, damit musste Köck zwangsläufig bei der ausgespielten Souveränität seines Gegners in ein Debakel laufen. 6:0 in nur 22 Minuten, der 22jährige kassierte den ersten “Nuller” in einem HTT Wimbledon-Finale seit 2011, als der spätere Sieger Fabian Mayrhuber im zweiten Satz von Thomas Guem eine Null umgehängt bekam. Köck stand längst auf verlorenem Posten und musste sich nach deprimierenden eineinhalb Stunden damit trösten, im Verlauf seines bislang besten HTT Grand Slam Turniers immerhin Kapazunder wie den Kärntner Vorjahresfinalisten Rene Gräflinger und den 3fachen HTT Wimbledon-Champion Vladimir Vukicevic aus Serbien ohne Satzverlust bezwungen zu haben.

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HTT Wimbledon-Titel ohne zugelassener Break-Chance – das gab es noch nie

Im Endspiel selbst war von Köcks Selbstverständnis für den rutschigen Belag, sein eigenes Power-Tennis und die Verhältnisse vor Ort nichts mehr zu sehen. Gegen das druckvolle und variantenreiche Spiel Jahns fand Köck auch im dritten und letzten Satz kein probates Mittel. Immerhin hielt der ehemalige WAT Landstraße-Star den abschließenden Durchgang bis 2:3 offen, danach brauste Jahn aber orkanartig mit drei zu Null gewonnenen Games in Serie über seinen Gegner hinweg, und setzte im letzten HTT Grand Slam Match 2020 und im allerletzten Single der Saison unter freiem Himmel einen grandiosen Schlusspunkt hinter die im Zeichen von Corona stehende Outdoorsaison 2020. Selbst die Statistik-Abteilung der Hobby-Tennis-Tour fand keinen imposanter errungenen HTT Wimbledon-Titel seit Beginn der Best of Five Ära im Jahr 2002. Noch nie in der Geschichte des HTT Rasen-Klassikers seriverte sich ein Spieler ohne Break und ohne zugelassener Break-Chance zur Rasen-Krone, Jahn holte seinen dritten HTT Karriere-Titel mit mehr als doppelt so viel gewonnenen Punkten wie Köck, und er rangiert seit Donnerstag Abend auch wieder unter den Top Ten der HTT, genau genommen auf Platz 8 der HTT Computer-Rangliste. Zum fünften Mal in Serie holte mit Philipp Jahn ein HTT Wimbledonsieger den Titel in drei Sätzen, und dementsprechend glücklich präsentierte sich der Champion dann bei der abschließenden Pressekonferenz.

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Die Stimmen zum letzten HTT Grand Slam Finale 2020

“Ich freue mich sehr über meinen ersten HTT Grand Slam Titel, und mit meiner Leistung bin ich logischer Weise sehr zufrieden. Es hat gleich gut begonnen, und das feuchte Wetter und der Regen der letzten Tage sind mir eigentlich extrem gut entgegen gekommen. Die Bälle sind noch weniger abgesprungen, noch flacher geblieben, und das passt mir natürlich schon sehr gut muss man sagen. Ich habe das ganze Match über gut serviert, in meinem Aufschlagsopielen nie Probleme gehabt, und das macht es dann natürlich in den Return-Games schon um vieles leichter”, analysierte Jahn. Angesprochen auf die getilgte Grand-Slam-Schmach auf der HTT von 2018 meinte der 28jährige: “Im Unterschied zu 2018 fühle ich mich nochmals um eine Klasse stärker. So frech das jetzt klingt. 2018 habe ich mich immer irgendwie ins Finale gekämpft, und war damit eigentlich immer schon zufrieden. Jetzt war vor dem Turnier klar, dass ich der Favorit bin und den Titel holen muss. Und es ist voll lässig, dass das jetzt so geklappt hat”, betonte Jahn, der sich auch zur verspäteten Austragung von HTT Wimbledon äußerte. “Ich fand es gut, es hat ja super funktioniert. Ein Dank an dieser Stelle auch an den Ali, der den Platz super hergerichtet hat für uns”, so der 28jährige. “Wenn man verliert ist man nie zufrieden. Das Ergebnis ist mir zu glatt, aber der Philipp hat großartig gespielt, da kann ich mir nicht so viel vorwerfen. Ich war nicht im Schlag, habe nicht so gut gespielt wie während der Matches vor dem Finale, aber ich hatte schlußendlich heute keine Chance, egal was ich auch probiert habe”, so Köck. “Mein Ziel war das Viertelfinale, von daher bin ich mit dem Finaleinzug natürlich sehr zufrieden”.

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16.10.2020, 15:10 Uhr
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