Jahreszeugnis Caroline Garcia: Was nicht ist, kann ja noch werden; Gut

Caroline Garcia darf mit der abgelaufenen Saison mehr als zufrieden sein. Lediglich bei den Grand-Slam-Turnieren hat die Französin noch Luft nach oben.

von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet: 09.12.2022, 12:51 Uhr

Den größten Titel des Jahres holte Caroline Garcia ganz am Schluss
© Getty Images
Den größten Titel des Jahres holte Caroline Garcia ganz am Schluss

Unvergessen ist der Tweet, den Andy Murray bereits im Jahr 2011 absetzte. "Das Mädchen, gegen das Maria Sharapova da gerade spielt, wird irgendwann die Nummer eins der Welt sein. Caroline Garcia. Was für eine Spielerin - und von mir hört ihr es hier als erstes." Noch ist die Französin als Weltranglistenvierte nicht am Thron angekommen, in der abgelaufenen Spielzeit konnte sie ihr großes Potential aber (endlich) auf den Platz bringen.

Wie gut Garcia Tennis spielen kann, stellte sie in 2022 des Öfteren unter Beweis. Am eindrucksvollsten war der Auftritt bei den WTA Finals in Fort Worth, wo die 29-Jährige ihren bislang größten Einzeltitel einfuhr. Insgesamt gewann Garcia in der abgelaufenen Spielzeit im Single vier Turniere, darunter auch jenes in Cincinnati.

Garcia bei Grand-Slam-Turnieren mit Problemen

Einzig bei den Grand-Slam-Turnieren wusste Garcia nicht so recht zu überzeugen. Bei den Australian Open (erste Runde) und den French Open (zweite Runde) setzte es schon in der Frühphase das jeweilige Aus. Etwas besser wurde es in Wimbledon (Achtelfinale), bei den US Open war gar erst im Halbfinale Endstation.

Den wohl emotionalsten Triumph fuhr Garcia indes im Doppel ein. An der Seite von Kristina Mladenovic holte sie bei den French Open zum zweiten Mal nach 2016 den Titel. Der Heimerfolg sollte für die 29-Jährige auch im Einzel so etwas wie eine Initialzündung darstellen.

Garcia führt Ass-Statistik an

Der Erfolgslauf im zweiten Halbjahr führte Garcia, die das Jahr außerhalb der Top 70 begonnen hatte, letztlich auf Rang vier. In einer anderen Rangliste kam die Französin 2022 hingegen bereits ganz an der Spitze an: Mit 394 Assen schlug Garcia die meisten aller Spielerinnen.

Insgesamt darf Garcia daher äußerst zufrieden bilanzieren. Einzig die ausbaufähige Bilanz bei den vier Major-Turnieren trübt das ansonsten bärenstarke Jahr. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Fazit: Gut.

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