Leylah Annie Fernandez - Die nächste Kanadierin auf dem Vormarsch

Das Reservoir an potenziellen SpitzenspielerInnen scheint in Kanada fast unerschöpflich. Mit Leylah Annie Fernandez kündigt sich gleich die nächste an.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 30.11.2020, 16:24 Uhr

Leylah Fernadez im Sommer 2020
© Getty Images
Leylah Fernadez im Sommer 2020

Schwer zu sagen, wessen Form unter der Corona-Pause im Jahr 2020 am meisten gelitten hat. Mit Blick auf die letzten Ergebnisse vor dem Tour-Shutdown im März hätte Leylah Annie Fernandez aber sicherlich nichts dagegen gehabt, wenn der Spielbetrieb regulär weiter gegangen wäre. Die 18-jährige Kanadierin hatte kurz davor in Acapulco ihr erstes Endspiel auf der WTA-Tour erreicht (und gegen Heather Watson verloren), in Monterrey folgte der Einzug in das Viertelfinale, wo Fernandez der späteren Siegerin Elina Svitolina unterlag.

Nach Wiederaufnahme des Spielbetriebs konnten sich die Ergebnisse der Teenagerin immer noch sehen lassen, bei den French Open erreichte Fernandez etwa die dritte Runde, verlor dort gegen Petra Kvitova. In Roland Garros hatte sie 2019 erstmals so richtig für Aufsehen gesorgt: Mit einem beeindruckenden Lauf im Juniorinnen-Wettbewerb, der ihr ungefährdet den Titel eingebracht hatte. Schon bei den Australian Open hatte Fernandez das Finale des Nachwuchs-Turniers erreicht.

Erfahrungen in anderen Disziplinen

Aber Tennis ist nicht alles, wie sie der Website Behind the Racket verriet. „Es ist schwierig, die richtige Balance zwischen Tennis, Schule und Freunden zu finden“, so Fernandez. „Als ich mit dem Tennis begonnen habe, war ich in einer regulären Schule. Ich hatte Freunde und Lehrer, die mich unterstützt haben, aber ich war ständig bei Wettkämpfen unterwegs. Ich habe spezielle Momente im Leben meiner Freundinnen vermisst, hatte Probleme, wieder Anschluss zu finden, wenn ich zurückkam.“ Jetzt seien ihre beiden Schwestern ihre besten Freundinnen.

Auch der Start ihrer Karriere gelang nur mit familiärer Unterstützung. „Mein Vater war mein Coach, aber er war neu im Tennis, weil er eigentlich Fußball gespielt hat. Er hat mir andere Coaches besorgt, die unsere Philosophie, unseren Stil verstanden haben. Ich habe nie Druck von meinem Vater verspürt, Sport oder irgend etwas anderes im Leben zu machen. Er hat mir grünes Licht gegeben und mir viele verschiedene Aktivitäten vorgestellt. Ich habe Baseball, Fußball, Volleyball gespielt, auch Leichtathletik gemacht.“

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Montag
30.11.2020, 15:05 Uhr
zuletzt bearbeitet: 30.11.2020, 16:24 Uhr