Lukas Neumayer führt Österreichs Aufgebot in Tulln an

Vom 6. bis 13. September geht das ATP-Challenger beim TC Tulln in seine sechste Auflage. Mit Lukas Neumayer und Sandro Kopp stehen zwei Österreicher fix im Hauptfeld der NÖ Open. 
 

von PM
zuletzt bearbeitet: 31.08.2026, 14:24 Uhr

Manfred Binder
© Manfred Binder
Für das Heim-Challenger in Tulln hat sich Lukas Neumayer viel vorgenommen.

Die letzten Vorbereitungen laufen, in wenigen Tagen wird in der Gartenstadt Tulln wieder um wertvolle Weltranglistenpunkte gekämpft. Seit seiner Premiere im Jahr 2021 hat sich das ATP-100-Challenger-Turnier zu einem Fixpunkt im heimischen Tenniskalender entwickelt. Auch bei der sechsten Auflage wartet auf die Fans ein internationales Teilnehmerfeld mit zahlreichen etablierten Profis und aufstrebenden Spielern.

Mittendrin statt nur dabei ist einmal mehr Österreich. Lukas Neumayer zählt aus heimischer Sicht zu den Spielern, denen in Tulln einiges zuzutrauen ist. Der Salzburger hat bereits bewiesen, dass ihm die Bedingungen in Niederösterreich liegen: 2024 spielte er sich bis ins Endspiel und sorgte damit für eines der bislang stärksten österreichischen Ergebnisse in der Turniergeschichte. Auch in dieser Saison konnte der 23-Jährige bereits mehrfach aufzeigen. Zwei Challenger-Titel stehen 2026 zu Buche, dazu kamen weitere starke Wochen auf internationaler Ebene. Bei den French Open in Paris fehlte nur wenig zur erstmaligen Qualifikation für das Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers. Nach wechselhafteren Wochen zuletzt soll Tulln nun den Auftakt zu einem starken letzten Saisondrittel bilden. „Die Vorfreude ist schon ziemlich groß. Es ist immer etwas Besonderes, in Österreich zu spielen, und Tulln ist für mich jedes Jahr eines der Highlights. Ich habe sehr gute Erinnerungen an das Turnier, vor allem natürlich an das Finale vor zwei Jahren. Das zeigt mir auch, dass ich hier sehr gut spielen kann“, sagt Neumayer.

Sein Blick reicht dabei über die Turnierwoche hinaus. Nur wenige Tage nach den NÖ Open wartet mit dem Davis-Cup-Duell gegen Belgien in Wien bereits das nächste Heimspiel. „Tulln ist für mich auch eine richtig gute Generalprobe für den Davis Cup. Dass beide Veranstaltungen in Österreich so kurz nacheinander stattfinden, macht die kommenden Wochen noch spezieller. Mein großes Ziel für die Saison bleibt, mich in Richtung Top-100 zu spielen. Ich habe in den nächsten Monaten nicht mehr viel zu verteidigen und möchte noch einmal richtig angreifen“, gibt der Salzburger die Marschrichtung vor.

Neben Neumayer steht mit Sandro Kopp ein zweiter Österreicher direkt im Hauptfeld. Der Tiroler, der in dieser Woche beim ATP-50-Challenger in Augsburg (GER) erst im Halbfinale ausgeschieden war, hat sich über sein Ranking seinen Platz im 32er-Feld gesichert und bekommt damit ebenfalls die Chance, sich vor heimischem Publikum mit starker internationaler Konkurrenz zu messen.

Leitgeb: „Wollen bei den Wildcards flexibel bleiben“

Während sich die Spieler auf die kommenden Aufgaben vorbereiten, läuft auch hinter den Kulissen der Countdown. In der Gartenstadt Tulln werden dieser Tage die letzten organisatorischen und infrastrukturellen Arbeiten abgeschlossen. „Die Vorfreude steigt mit jedem Tag. Wenn man sieht, wie sich die Anlage Schritt für Schritt wieder in ein internationales Turniergelände verwandelt, weiß man: Jetzt geht es wirklich los“, erklärt Turnierdirektor Florian Leitgeb. „Wir haben auch heuer ein sehr interessantes Feld mit starken internationalen Spielern und wollen gleichzeitig den Österreichern eine möglichst gute Bühne bieten – so wie auch schon in der Vergangenheit. Bei den Wildcards lassen wir uns bewusst noch etwas Zeit. Damit haben wir in den vergangenen Jahren sehr gute Erfahrungen gemacht und bleiben bis unmittelbar vor Turnierbeginn flexibel. Gerade im Tennis kann sich in den letzten Tagen noch einiges verändern.


Dass Neumayer und Kopp bereits über die reguläre Acceptance List im Hauptbewerb stehen, verschafft den Veranstaltern dabei zusätzlichen Spielraum. Die endgültige Vergabe der Wildcards soll erst kurz vor Turnierbeginn erfolgen. „Unser Anspruch ist es, den Zuschauern eine Woche mit richtig gutem Tennis zu bieten und gleichzeitig möglichst vielen heimischen Spielern die Chance zu geben, sich auf diesem Niveau zu präsentieren. Genau diese Kombination hat die NÖ Open in den vergangenen Jahren ausgezeichnet“, erklärt Leitgeb.

Die Auslosung findet traditionellerweise am Samstag (5. September 2026), also am Abend vor dem ersten Qualifikationstag statt.
 

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