Maria Sakkari war einem Disziplinenwechsel nicht abgeneigt

Griechenlands Nummer eins, Maria Sakkari, hat während der Corona-Pause überlegt, sich auch auf einem anderen sportlichen Feld zu versuchen: dem 100-Meter-Sprint.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 06.08.2020, 18:08 Uhr

Maria Sakkari würde auch als Sprinterin eine gute Figur abgeben
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Maria Sakkari würde auch als Sprinterin eine gute Figur abgeben

Für eine Frau aus Griechenland, dem Ursprungsort der Olympischen Spiele, ist es fast naheliegend, dass sie sich für die Königsdisziplin der Olympischen Spiele interessiert: den 100-Meter-Sprint. Die schnellsten Frauen und Männer der Welt nehmen immer noch das meiste Prestige aus dem grundsätzlich alle vier Jahre stattfindenden Sportfest mit, auch wenn in der Vergangenheit gerade in dieser Disziplin von vielen Medaillengewinnern gerne mal an den Regeln vorbei aufgeputscht wurde.

Olympische Ambitionen in der Leichtathletik sind Maria Sakkari, aktuell die Nummer 20 der WTA-Weltrangliste, fremd, die Griechin wird ihr Land wohl im kommenden Jahr bei den Spielen in Tokio auf dem Tennisplatz vertreten. Eben dort hat sich Sakkari auch in dieser Woche gezeigt, musste an Position drei gesetzt in Palermo aber schon in Runde eins gegen Kristyna Pliskova die Segel streichen.

Sakkari braucht den Wettkampf

Sakkari ist froh, dass wieder professionelles Tennis gespielt werden kann. Einen Ausfallsplan hatte die Landsfrau von Stefanos Tsitsipas, mit dem sie auch schon beim Hopman Cup am Start war, aber auch parat. "Hätte man die Tour für das Jahr abgesagt, hätte ich an den nationalen Meisterschaften im 100-Meter-Lauf teilgenommen", verriet Sakkari in Palermo. "Die griechischen Meisterschaften starten am 8. August. Wir haben mit meinem Fitness-Coach ein wenig herum gealbert, aber tief in mir drinnen habe ich wieder einen Wettkampf gebraucht. Ich bin schnell. Ich wusste aber auch, dass ich nicht gewinnen werde, weil ich kein Profi bin. Aber ja, ich habe darüber nachgedacht."

Eigenen Angaben zufolge schafft Maria Sakkari die 100 Meter in 12,7 Sekunden. Und das ohne Startblock und Sprintschuhe. "Ich habe am 4. Mai wieder damit begonnen, Tennis zu spielen. Aber davor habe ich mit meinem Fitness-Coach nur dort trainiert, wo es im Freien erlaubt war. Ich bin sehr viel gelaufen. Ich glaube, ich bin mehr denn je gelaufen."

Den griechischen Rekord über die 100 Meter hält mit 10,83 Sekunden übrigens Ekaterini Thanou. Mithin eine Frau, die sich vor Beginn der Olympischen Spiele 2004 im heimischen Athen fluchtartig verabschiedet hat. In begründeter Sorge, dass ihr unlautere Machenschaften nachgewiesen werden könnten.

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Donnerstag
06.08.2020, 20:40 Uhr
zuletzt bearbeitet: 06.08.2020, 18:08 Uhr