Maske beim On-Court-Interview? - Christian Harrison verweigert und muss Strafe zahlen

Christian Harrison muss eine Strafe von 3.000 US-Dollar zahlen. Der US-Amerikaner hatte in Delray Beach aufgrund der Maskenpflicht beim On-Court-Interview auf ebenjenes verzichtet.

von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet: 13.01.2021, 03:03 Uhr

Christian Harrison beim ATP-Turnier in Delray Beach
© Getty Images
Christian Harrison - Strafe oder doch nicht?

Christian Harrison hatte es in seiner Karriere nicht immer leicht: Der US-Amerikaner musste insgesamt acht Operationen über sich ergehen lassen und wurde seinem Ruf als Toptalent nicht zuletzt deswegen nie gerecht. Der mittlerweile 26-Jährige rangiert in der ATP-Weltrangliste derzeit nur auf Platz 789, beim 250er-Turnier in Delray Beach scheint ihm nun aber endlich der Knopf aufzugehen.

Nach Siegen über Tomas Martin Etcheverry, Cristian Garin und Gianluca Mager erreichte der Qualifikant in Florida im Halbfinale - und doch gab es für Harrison nicht ausschließlich Grund zur Freude. Denn der US-Amerikaner muss nach der Verweigerung eines On-Court-Interviews eine Strafe von 3.000 US-Dollar zahlen.

"Nicht gesund" - Harrison rechtfertigt Entscheidung

Was war passiert? Nach seinem Erfolg über den topgesetzten Garin in der zweiten Runde sollte Harrison ein On-Court-Interview geben. Aufgrund der Maskenpflicht verzichtete der 26-Jährige aber darauf und verschwand umgehend in den Katakomben. "Es ist nicht gesund, unter der heißen Sonne eine Maske nach einem harten Match länger als notwendig zu tragen", begründete Harrison seine Entscheidung auf Instagram.

Zudem habe er den Eindruck vermittelt bekommen, dass das Durchführen des On-Court-Interviews freiwillig sei: "Mir wurde nicht gesagt, dass ich eine Strafe bekomme." Genau diese sprach die ATP nach dem Match jedoch aus. Für Harrison Grund genug, am nächsten Tag den Supervisor aufzusuchen.

Harrison wird Protest einlegen

"Mir wurde gesagt, dass ich gegen die Strafe Protest einlegen kann und sie dann verfällt, weil mir nicht mitgeteilt wurde, dass es (das Interview, Anm.) verpflichtend sei. Wenn sich nichts verändert, denke ich, dass das stimmt", so der Weltranglisten-789., der sich mit den Corona-Maßnahmen in Delray Beach teilweise nicht einverstanden zeigt.

"Es geht nicht um die Sicherheit, wenn man für das Fernsehen ein Interview mit einem Mikrofon macht und niemand um einen herum ist. Ich unterstütze es nicht, dass Leute nur um der Sache willen eine Maske tragen müssen", meinte Harrison, der nach seinem Viertelfinalerfolg über Mager allerdings einen MNS-Schutz trug und gleichzeitig betonte, alle Regeln bei Turnieren trotz möglicher Meinungsverschiedenheiten zu befolgen.

In Delray Beach muss Harrison zumindest im Einzel indes keinen weiteren Verpflichtungen mehr nachkommen. Der 26-Jährige unterlag Hubert Hurkacz im Halbfinale mit 6:7 (4) und 4:6. Im Doppel steht er gemeinsam mit Bruder Ryan hingegen im Finale.

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