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McEnroe nach Kommentar zu Raducanu in der Kritik

John McEnroe muss nach seiner Einschätzung der Situation um die Aufgabe von Emma Raducanu im Achtelfinale von Wimbledon 2021 mal wieder Kritik einstecken.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 06.07.2021, 17:30 Uhr

John McEnroe muss mal wieder mit Kritik leben
© Getty Images
John McEnroe muss mal wieder mit Kritik leben

Wer wissen möchte, was John McEnroe denkt, der muss ihm einfach zuhören: Der US-amerikanischen Tennislegende ist jede diplomatische Zurückhaltung fremd - egal, ob als Spieler auf dem Court, als Kapitän des Welt-Teams beim Laver Cup oder als Kommentator im TV wie gerade jetzt bei der BBC. Am Montagabend hatte McEnroe das Match von Emma Raducanu gegen Ajla Tomljanovic zu betreuen.

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Und bewertete die Aufgabe der jungen Britin Mitte des zweiten Satzes folgendermaßen: „Es tut mir natürlich leid für Emma“, sagte McEnroe. „Es sieht so aus, als ob es für sie einfach ein wenig zu viel geworden wäre. Was verständlich ist, besonders in Hinblick auf das, was wir während der letzten sechs Wochen mit Naomi Osaka erlebt haben, die nicht einmal hier ist.“ Es hätte darüber hinaus nicht geholfen, dass sich das Match vor Raducanus Achtelfinal-Auftritt zwischen Alexander Zverev und Félix Auger-Aliassime derart in die Länge gezogen habe. „Das ist viel zu verarbeiten, besonders wenn man so etwas noch nicht erlebt hat.“

Murray auf der Seite von Raducanu

Die Zukunftsaussichten der britischen Nachwuchshoffnung sieht John McEnroe nicht weiter belastet. „Vielleicht ist es gar nicht so schlimm, dass es passiert ist, wenn sie erst 18 ist. Ich habe bei diesem Turnier mit 18 Jahren gespielt und ich war irgendwie froh, dass ich verloren habe. So konnte ich verstehen, was es braucht, um es zu schaffen.“

Gegnerin Tomljanovic reagierte mit den Kommentaren von McEnroe konfrontiert, erstaunt. „Ich kann mir nicht vorstellen, in ihren Schuhen zu stecken, mit 18 bei diesem Heimturnier in der vierten Runde zu stehen. Dass McEnroe so etwas sagt, ich definitiv brutal. Ich habe etwas Ähnliches erlebt, wenn auch nicht in diesem Ausmaß. Ich weiß, dass das nicht einfach ist.“

Auch Andy Murray hat sich zur Verteidigung von Emma Raducanu Wort gemeldet. Wenn auch nicht in Richtung von John McEnroe, sondern des bekannten TV-Moderators Piers Morgan. Der hatte McEnroe bei seinen Einschätzungen recht gegeben.

Die Teeangerin mit rumänischem Vater und chinesischen Mutter meldete sich am Dienstag auch via Twitter zu Wort. Und auch Emma Raducanu meint, dass sie aus dieser Erfahrung lernen werde.

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