Michael Kohlmann über Alexander Zverev: "Dabei, sein komplettes Potential abzurufen

Im Interview mit dem Tennis Magazin spricht der Deutsche Davis-Cup-Chef Michael Kohlmann über die Entwicklung der Nummer eins des Landes, über die Entwicklung von Alexander Zverev

von Michael Rothschädl
zuletzt bearbeitet: 28.11.2020, 22:09 Uhr

Michael Kohlmann sieht bei Alexander Zverev eine positive Entwicklung
Michael Kohlmann sieht bei Alexander Zverev eine positive Entwicklung

Alexander Zverev darf auf eine durchwegs erfolgreiche Spielzeit 2020 zurückblicken. Deutschlands Nummer eins erreichte gleich zum Start ins Jahr ihr bislang bestes Abschneiden bei einem Major. Der 23-Jährige spielte sich bei den Australian Open in die Vorschlussrunde, in der in vier äußerst umkämpften Sätzen gegen Dominic Thiem Endstation sein sollte. Selbiger sollte rund acht Monate später erneut der Spielverderber bei Zverevs nächstem Grand-Slam-Run sein, im Endspiel der US Open obsiegte der Österreicher erneut.

Jenes Spiel sieht auch Michael Kohlmann, Davis-Cup-Chef der Deutschen, als zentraler Indikator für die spielerische Verbesserung des gebürtigen Hamburgers: "Ich glaube, dass er gerade bei den US Open gezeigt hat, dass er auch in Phasen, wo er nicht sein bestes Tennis spielt, trotzdem Lösungen sucht und findet und damit auch Matches gewinnt. Das macht die großen Spieler aus. Gerade im Finale gegen Dominic Thiem war er über die ersten zwei Sätze der viel bessere Spieler."

"Kann nur von wenigen Spielern im Schach gehalten werden"

Besonders das druckvolle Spiel des Deutschen hätte Kohlmann imponiert, wie dieser im Interview mit dem Tennis Magazin erklärt: "Da hatte ich sogar das Gefühl, wenn er sein Spiel wirklich so durchtrümmert, dass er dann von nur ganz wenigen Spielern in Schach gehalten werden kann. Ich glaube, dass er gerade dabei ist, sein komplettes Potential abzurufen", so der Deutsche. 

Bei den French Open hingegen, bei denen Zverev im Achtelfinale an Jannik Sinner gescheitert war, habe der 23-jährige Hamburger nicht perfekt gespielt, die Platzposition sei nicht die gewesen, die es auf diesem Untergrund brauch, elaboriert Kohlmann. Dies liege aber wohl an der verkürzten Vorbereitungszeit: Zverev konnte kein einziges Vorbereitungsturnier auf Sand vor dem Major in Paris absolvieren. "Aber durch die US Open hat er sich nochmal von allen jüngeren Spielern abgesetzt."

Hier geht´s zum gesamten Interview!

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