Mixed-Ausflug ohne Erkenntnisse für Alexander Zverev und Novak Djokovic
Alexander Zverev legte beim Mixed-Wettbewewrb der US Open lediglich einen Kurzauftritt hin. Selbes galt für Novak Djokovic. Doch wirklich verloren haben die beiden Topstars damit keineswegs. Ebenso wenig die Veranstalter. Carlos Alcaraz ist hingegen sogar etwas mehr Gewinner.
von Daniel Hofmann
zuletzt bearbeitet:
26.08.2026, 00:36 Uhr

Das war nichts. So kann man kurz und knapp die Teilnahme von Alexander Zverev beim Mixed-Wettbewerb der US Open zusammenfassen. In nur 49 Minuten unterlag der Deutsche mit Partnerin Taylor Townsend in der ersten Runde gegen Belinda Bencic und Flavio Cobolli. Für ein richtiges Warm-Up im Arthur Ashe Stadium hat das nicht gereicht. Eine normale Trainingssession dauert in der Regel länger.
Sicherlich kann man die Sinnhaftigkeit der Teilnahme hinterfragen, doch ebenso sprach beim Weltranglistenzweiten auch nichts dagegen. Neben dem feinen Salär ist so eine Chance auf Matchpraxis unter echten Wettbewerbsbedingungen durchaus sinnvoll. Dazu hat Alexander Zverev keine körperlichen Beeinträchtigungen, die einer Schonung bedurft hätten. Die allerbeste Form hatte die deutsche Nummer eins in diesem Sommer beim Hardcourt-Swing in den USA ebenfalls nicht. Also mitnehmen, was man bekommen kann.
Auch Djokovic kommt das Format entgegen
Letztlich kann dieser Kurzauftritt als erkenntnislos eingestuft werden. Das tut niemandem weh. Dasselbe gilt auch für Novak Djokovic, der mit Aryna Sabalenka gemeinsam aufschlug und ebenso schnell wieder die Tasche packen konnte. Der Serbe wittert seine Chance durch die Absage von Jannik Sinner für den Einzelwettbewerb. Djokovic hatte daher am Dienstag ebenfalls nichts zu verlieren, auch wenn es gegen Katerina Siniakova und Henry Patten eine Niederlage setzte.
Dass es auch anders geht, das bewiesen allerdings später am Abend Carlos Alcaraz und Serena Williams, die nach einem Sieg in Runde eins zwar an Belinda Bencic und Flavio Cobolli scheiterten, dafür aber das Publikum mit tollen Ballwechseln begeisterten. Für Carlos Alcaraz war der Erfolgsfaktor beim Mixed vielleicht sogar wichtiger. Denn der Spanier feierte mit dem Auftritt an der Seite der Tennis-Queen sein Comeback.
Alcaraz wirkte noch etwas unsicher
Es war Carlos Alcaraz durchaus anzumerken, dass die Spielpraxis in den letzten Monaten, genauer gesagt seit Mitte April, fehlte. Der siebenfache Grand-Slam-Sieger wirkte bei manchen Schlägen noch etwas verhalten und auch beim einen oder anderen Return war das Trefferbild vielleicht nicht das allerbeste. Aber eben darum waren die insgesamt knapp zwei Stunden Tennis unter Wettbewerbsbedingungen viel Wert für den 23-Jährigen.
Insgesamt dürften nach der zweiten Austragung des Mixed-Turniers bei den US Open im kompakten zweitätigen Format den Kritikern die Argumente zwar nicht ausgehen, doch diese nur ziemlich abgeschwächt daherkommen. Das Publikum nahm die Chance auf die Topstars bereits am ersten Tag an und füllte dfie beiden größten Courts der Anlage. Für die Veranstalter eine Bestätigung, dass dieses Format zukunftsfähig ist. Und die Stars werden auch im kommenden Jahr wenig Risiko mit einer Teilnahme eingehen.
Hier das Mixed-Tableau bei den US Open
