Naomi Osaka ärgert sich über sexistische Aussagen vom Olympia-Boss

Naomi Osaka hat vor dem Beginn der Australian Open einmal mehr unter Beweis gestellt, dass sie nicht davor zurückschreckt, in der Öffentlichkeit auch in politischen Themen klar Position zu beziehen. So kritisierte die dreifache Grand-Slam-Siegerin den Vorsitzenden des Organisationskomitees zu den Olympischen Spielen 2021 in Tokio, Yoshiro Mori, für dessen abfällige Aussagen über Frauen, die in Osakas Heimat große Wellen schlugen.

 

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 07.02.2021, 13:07 Uhr

Der ehemalige japanische Premierminister sprach in den vergangenen Tagen davon, dass Frauen stets die Angewohnheit hätten, viel zu lange und zu viel zu reden. Deshalb würden Besprechungen mit Frauen auch besonders lange dauern. Später entschuldigte sich Mori für seine Äußerungen, der 83-Jährige wehrte sich aber gegen Rücktrittsaufforderungen. Frauen sind in Japans Politik und Vorstandsetagen stark unterrepräsentiert.

"Ich habe seine Aussagen gesehen, und ich finde nicht, dass sie gut waren", sagte Osaka. "Wenn man in solch einer Position ist, sollte man wirklich nachdenken, bevor man spricht. Ich weiß nicht genau, in welcher Situation er das sagte, aber es klingt sehr unbedacht und ignorant."

Mit Osaka werben die Veranstalter in Tokio für die um ein Jahr verschobenen Sommerspiele. Dort wird sie für Japan an den Start gehen. In der Vergangenheit setzte sich Osaka besonders für die Black Lives Matter Bewegung in den USA, aber auch in Japan ein. Für ihre aktive Rolle wurde sie auch mehrmals ausgezeichnet. 

"Wenn jemand solche Kommentare von sich gibt, sollte derjenige auch genau wissen, was er damit auslöst", sagte Osaka über Mori.

Osaka startet am Montag mit einem Match gegen Anastasia Pavlyuchenkova in die Australian Open. 

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