Naomi Osaka: Zurück auf Anfang - mit dem Papa, der tanzt

Naomi Osaka (WTA-Nr. 41) gibt beim WTA-Turnier in San Jose ihr Comeback - ohne Coach Wim Fissette. Stattdessen ist Papa Leonard Francois wieder an ihrer Seite, wie in alten Zeiten.

von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet: 03.08.2022, 08:58 Uhr

Naomi Osaka steht bei den Australian Open in Runde drei
© Getty Images
Naomi Osaka

Naomi Osaka ist wieder dort, wo alles für sie anfing auf der WTA-Tour: 2014 war's, als sie sich in San Jose für ihr erstes WTA-Hauptfeld qualifiziert hatte, und sie sorgte direkt für eine Überraschung. Osaka, damals außerhalb der Top 400 platziert, schlug Samantha Stosur, damals eine der 20 besten Tennisspielerinnen der Welt./

Nicht nur das: Osaka gab ihre erste Pressekonferenz. Und: Sie traf Serena Williams, ihr großes Idol - ein Selfie war natürlich Ehrensache. Oder wie Osaka dieser Tage twitterte: "Ich erinnere mich daran, dass ich damals dachte: Das ist der beste Tag meines Lebens."

Viel passiert ist seither bei der 24-Jährigen, vom Lauf an die Spitze der Weltrangliste mit vier Grand-Slam-Turniersiegen, bis zu gesundheitlichen Problemen, die sie zuletzt immer wieder aufhielten auf dem Weg zurück nach oben. Zuletzt war es eine Achillessehnenverletzung, Osaka hat seit den French Open kein Spiel mehr bestritten.

Papa Osaka bringt Lockerheit ins Team

Mitten in die Pause fiel auch ihre Trennung von Coach Wim Fissette. Man sei im Guten auseinandergegangen, versicherte Osaka vor Turnierstart, "es war eine gute Zeit, er ist ein wunderbarer Coach", sagte sie im Pressegespräch. Sie habe eine andere Art Energie gebraucht, erklärte sie, zugleich sei Fissette sehr ambitioniert. "Ich habe mich verletzt und ich bin sicher, er hätte gerne nach Wimbledon gewollt." Es seien also "zwei verschiedene Denkweisen" gewesen, grübelte sie. "Aber er ist ein cooler Typ. Ich bestätige also, dass nichts Schlechtes vorgefallen ist."

Und so schließt sich aktuell etwas der Kreis für die Japanerin. Denn aktuell ist Papa Leonard Francois wieder an ihrer Seite, wie früher, bis 2018. Er würde ihr helfen, etwas unkonventioneller zu denken. "Wenn ich denke, dass etwas wirklich schlecht ist, macht er mir immer klar, dass die Dinge viel positiver sind, als sie scheinen. Wenn ich gestresst bin, fängt er an zu tanzen oder so etwas, damit ich mich besser fühle."

Es habe Zeiten gegeben, als man um einen Platz zum Training habe kämpfen müssen, so Osaka, "und jetzt bin ich an einem Punkt, an dem Leute etwas zahlen, um mich spielen zu sehen. Und dafür bin ich sehr dankbar. Das hätte ich als Kind nie erwartet."

Zum Einzel-Draw in San Jose

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Dienstag
02.08.2022, 21:04 Uhr
zuletzt bearbeitet: 03.08.2022, 08:58 Uhr

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