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Navratilova - „Andreescu musste Serenas Rhythmus nicht brechen“

In ihrer Kolumne für die WTA-Seite analysiert Martina Navratilova das Frauen-Finale der US Open 2019 zwischen Bianca Andreescu und Serena Williams.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 12.09.2019, 17:36 Uhr

Bianca Andreescu musste gar nicht alles auspacken
© Jürgen Hasenkopf
Bianca Andreescu musste gar nicht alles auspacken

Martina Navratilovas letzter Einzel-Erfolg in Flushing Meadows datiert aus dem Jahre 1987, dennoch ist die in der Tschechoslowakei geborene, mittlerweile längst mit einem US-Pass ausgestattete 62-Jährige immer noch ganz nah dran am Geschehen auf der WTA-Tour. Und wurde auch in den vergangenen beiden Wochen von den Fans bei den US Open gefeiert, wann immer die Stadionregie sie auf den großen Monitoren einblendete.

Ihre Einschätzungen zum Finale zwischen Bianca Andreescu und Serena Williams hat Navratilova in ihrer WTA-Kolumne nun auch auf die einfache Formel runter gebrochen: „Andreescu musste Serenas Rhythmus nicht brechen. Serena hatte schließlich nie ihren Rhythmus gefunden.“

Serena immer noch die Beste?

Was nicht heißt, dass Navratilova die Möglichkeiten der 19-jährigen Kanadierin nicht schätzen würde. „Obwohl Andreescu großartige Variabilität in ihrem Spiel hat, hat sie davon im Finale gar nicht so viel eingesetzt. Ich denke, sie hat im gesamten Match nur einen Stoppball gespielt.“ Aber: Der Erfolg hat Bianca Andreescu recht gegeben. Hätte die Teenagerin bei 5:1 im zweiten Satz ihren ersten Matchball genutzt, wäre es ein ganz glattes Match gewesen. Nach dem Comeback von Williams zum 5:5 konnte Andreescu nach Einschätzung von Navratilova vielleicht sogar mehr mitnehmen.

„Man nimmt einen großen Sieg in jedem Fall, vor allem in einem Grand-Slam-Turnier, aber vielleicht hat Bianca mehr daraus gelernt, weil sie Serena aufhalten musste. Bei jedem wichtigen Punkt hat Andreescu gut gespielt. Sie hat beim Aufschlag riskiert, sie hat beim Return riskiert. Außer bei diesen vier Spielen vom 5:1 zum 5:5 hat Andreescu nicht mit der Wimper gezuckt.“

Die Aussichten, dass Serena Williams doch noch den ersehnten 24. Major-Titel holt, beurteilt Martina Navratilova übrigens als durchaus hoch. „Wenn Serena ihr bestes Tennis spielt, ist sie immer noch besser als alle anderen. Schade für Serena, dass ihr das in New York nicht gelungen ist. Ihr größtes Problem war der Aufschlag. Das ist normalerweise ihre größte Waffe und wichtigster Schlag. Und der hat sie im Stich gelassen.“

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Donnerstag
12.09.2019, 18:45 Uhr
zuletzt bearbeitet: 12.09.2019, 17:36 Uhr