Nenad Zimonjic - Comeback nicht mit einer, nein, mit zwei künstlichen Hüften

Nenad Zimonjic ist zurück. Nicht einmal neun Monate nach seiner Hüftoperation, bei der ihm zwei künstliche Gelenke eingesetzt wurden, hat der serbische Davis-Cup-Chef in Sofia ein Comeback gefeiert.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 07.02.2019, 20:35 Uhr

Nenad Zimonjic hat in Sofia sein Comeback gegeben
© Getty Images
Nenad Zimonjic

Die 6:7 (2), 2:6-Niederlage beim ATP-Tour-250-Turnier in Sofia an der Seite von Mate Pavic wird Nenad Zimonjic einigermaßen leicht verkraftet haben. Nicht nur, weil diese gegen das an Position drei gesetzte Paar Rohan Bopanna und Divij Sharan zustande gekommen ist. Nein, der Umstand, dass Zimonjic überhaupt wieder professionelles Tennis spielen kann, kommt einem fast medizinischen Wunder gleich.

Bob Bryan hat mit einem künstlichen Hüftgelenk ein Comeback geschafft, Andy Murray wird sich in derselben Situation während der kommenden Monate darüber Gedanken machen, ob es einen Versuch wert ist. Nenad Zimonjic aber musste beidseitig das Hüftgelenk erneuern lassen - und kann auf ATP-Level kaum ein Jahr nach der Operation mithalten.

Zimonjic Weltranglisten-Erster

Länger als zehn Jahre lang schleppte sich der 42-jährige Serbe mit Schmerzen durch die Turniere, dennoch mit großen Erfolgen: Ende 2008 schaffte es Zimonjic an die Spitze der Doppel-Weltrangliste. Gesundheitlich weitergeholfen hat das dem serbischen Davis-Cup-Kapitän aber nicht.

„Wir waren uns alle einig darüber, dass ich irgendwann zwei komplett neue Hüftgelenke brauchen würde“, sagte Zimonjic im Vorfeld des Turniers in Sofia. „Während der letzten drei, vier Jahre ist es dann so schwierig geworden, dass ich an einem Punkt angelangt bin, an dem ich eine Operation haben musste.“

Derselbe Physiotherapeut wie Boris Becker

Sein letztes Match vor der Operation absolvierte Zimonjic beim ATP-Turnier in München, wenige Tage danach checkte er in einer Klinik in Garmisch-Partenkirchen ein. Auf Hinweis von Klaus Eder, einem deutschen Physiotherapeuten, der auch schon mit Boris Becker gearbeitet hatte.

“Sogar vor der Operation hat man mir nicht geglaubt, dass ich mit diesen Hüften spielen, für sieben Stunden auf der Trainerbank sitzen, dann dreieinhalb Stunden im nächsten Davis-Cup-Match spielen kann.“ Die Ärzte hätte ihn dafür bewundert, wie viel Schmerzen er ertragen konnte.

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