Nick Bollettieri über Emma Raducanu - „Lasst sie atmen“

Trainer-Legende Nick Bollettieri hat sich in einer Zeitungskolumne beeindruckt von US-Open-Siegerin Emma Raducanu gezeigt. Und warnt dennoch vor überzogenen Erwartungen.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 24.09.2021, 14:22 Uhr

Nick Bollettieri folgt dem Tenniszirkus immer noch
© Getty Images
Nick Bollettieri folgt dem Tenniszirkus immer noch

Auch lange Jahre nach seiner aktiven Zeit als Coach etwa von Andre Agassi war Nick Bollettieri nicht nur bei den US Open ein gern gesehener Gast und Gesprächspartner. Immer für einen Tipp und ein Foto zu haben, füllte Bollettieri die Rolle als Botschafter des Tennissports perfekt aus. Mittlerweile ist der legendäre US-Amerikaner 90 Jahre alt, Besuche von Turnieren sind selten geworden. Dass Bollettieri dem aktuellen Geschehen weiterhin folgt, unterstrich er vor ein paar Tagen mit einer Kolumne für die Daily Mail.

In der er sich mit dem überraschenden Triumph von Emma Raducanu bei den US Open auseinandersetzte. Und analysierte, warum die Britin es aus der Qualifikation zum Titel beim letzten Major 2021 geschafft hat. „Emma hat alle Grundlagen drauf, aber ins Auge gestochen ist mir ihre bemerkenswerte Beinarbeit“, schrieb Bollettieri also. „Das ist der Grundstein für alles andere. Roger Federer hat außergewöhnliches Talent und Schläge, aber auch bei ihm ist der Grundstein die Beinarbeit. Schaut sie Euch an, aber Ihr werdet dazu die Zeitlupe brauchen.

Und weiter: „Emmas Fähigkeit, schwierige Bälle gut zurückzuschlagen war herausragend bei diesen US Open.“ Dies habe die 18-Jährige von den anderen Spielerinnen unterschieden.

Raducanu in Indian Wells am Start

Ob schon bald weitere große Siege folgen werden? Das Beispiel Bianca Andreescu, die die US Open 2019 gewann und seitdem mit Verletzungen zu kämpfen hat, lässt auch Nick Bollettieri zögern. „Raducanus nächstes Turnier, ihr nächstes Major wird uns das zeigen. Da werden wir sehen, wie sie mit dem Ruhm und den Erwartungen umgeht, nachdem sie etwas geschafft hat, was vor ihr noch niemandem gelungen ist.“

„Ich kann wirklich nicht mit voller Überzeugung sagen, dass sie die Tenniswelt beherrschen wird. Ich sehe das Potenzial und viele positive Dinge. Und ich hoffe, dass sie weiterhin Erfolge haben wird. Aber lassen wir es langsam angehen. Lasst Emma atmen. Lasst sie ihren Weg finden.“

Wie Emma Raducanu mit der neu gewonnenen Popularität umgeht, wird sich übrigens in Indian Wells weisen. Dort ist der nächste Auftritt der US-Open-Championesse avisiert.

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Freitag
24.09.2021, 18:35 Uhr
zuletzt bearbeitet: 24.09.2021, 14:22 Uhr