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Schafft Marach das Wimbledon-Märchen?

Bandscheibenprobleme, eine verpfuschte OP, Trennung vom Partner... Oliver Marach hat keine schöne Zeit hinter sich. Umso erfreulicher ist die Chance auf den Wimbledon-Doppeltitel heute Nachmittag.

von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet: 15.07.2017, 13:20 Uhr

Oliver Marach

Oliver Marach steht am Nachmittag (ab ca. 17 Uhr in unseren Livescores) mit Partner Mate Pavic im Doppelfinale von Wimbledon - und kann dort als zweiter Österreicher nach Jürgen Melzer im Jahr 2010 den Titel holen. Die Gegner aber haben es in sich: Lukasz Kubot und Marcelo Melo.

Marachs Erfolg kommt umso überraschender, als er in den vergangenen Monaten mit einigem zu kämpfen hatte. Zwei Bandscheibeneinrisse im Kreuz, eine missglückte OP in Panama, wo Marach mit seiner Familie lebt, aber wo "die Ärzte nur Kohle machen wollten", wie er auf derstandard.at verriet.

Zudem habe ihn im Frühjahr sein langjähriger Doppelpartner Fabrice Martin verlassen, "weil ich für ihn nicht gut genug war". Das Zusammenspiel mit seinem aktuellen Partner Pavic habe ebenso unrund begonnen, es habe gar Überlegungen gegeben, sich wieder zu trennen. Zuletzt standen die beiden jedoch in den Finals beim MercedesCup in Stuttgart und in Antalya.

Unabhängig davon wäre es zu einem Auftritt an der Church Road beinahe gar nicht gekommen. Vor Wimbledon habe Marach nicht gewusst, ob er aufgrund Bluts und Flüssigkeit im Handgelenk antreten könne. "Das ist jetzt wie ein Märchen nach einer Horrorzeit", sagt er.

Marachs bestes Ergebnis bei einem Grand-Slam-Turnier war bislang das Erreichen des Halbfinals bei den Australian Open 2009 an der Seite seines heutigen Gegners Lukasz Kubot.

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15.07.2017, 13:20 Uhr