Klarer Sieg gegen Kei Nishikori – Andy Murray greift wieder nach Gold
Der Brite erreicht beim olympischen Tennisturnier in Rio de Janeiro das Finale und spielt um seine zweite Goldmedaille.
von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet:
13.08.2016, 16:12 Uhr

Andy Murrayschrie seine Erleichterung über den Finaleinzug beim olympischen Tennisturnier in den blauen Himmel von Rio. Nach einem Sturz kurz vor dem verwandelten Matchball hatte der britische Wimbledonsieger zwar für die Schrecksekunde des Spiels gesorgt, doch der überraschend deutliche 6:1, 6:4-Halbfinalsieg gegenKei Nishikori(Japan) war zu keinem Zeitpunkt gefährdet.
„Ich brauche jetzt erstmal etwas Anständiges zu essen und muss mich dann gut regenerieren”, sagte Murray, der besonders mit seinem Service zufrieden war: „In dieser Woche komme ich beim Aufschlag nah an meine Bestleistung heran.” Damit steht der an Position zwei gesetzte Murray, Olympiasieger von London 2012, nicht nur im zweiten Olympia-Endspiel in Folge - sondern auch vor einem historischen Triumph. Der 29-Jährige hat weiterhin die Chance, als erster Tennisprofi zweimal in Folge Einzel-Gold zu gewinnen.
Zittersiege im Achtel- und Viertelfinale
Im Endspiel am Sonntag trifft der dreimalige Grand-Slam-Gewinner Murray entweder aufRafael Nadalaus Spanien oderJuan Martin del Potro.Der Argentinier hatte in der ersten Runde von Rio überraschend den topgesetzten Serben Novak Djokovic ausgeschaltet. Der frühere US-Open-Champion del Potro hat sich nach drei Handgelenksoperationen in den vergangenen beiden Jahren zurückgekämpft. Murray präsentierte sich im Halbfinale gegen Nishikori in blendender Verfassung. Dabei hatte der Schotte im Viertel- und Achtelfinale noch dicht vor dem Aus gestanden. Erst nach knappen Dreisatzerfolgen gegen Steve Johnson (USA) und den Italiener Fabio Fognini war er in die jeweils nächste Runde eingezogen.
Murray ließ nie einen Zweifel, dass Olympia 2016 eine besondere Bedeutung in seinem Turnierplan genießt. Kein Wunder, dass er vor Beginn der Spiele indirekt die Absagenflut seiner Kollegen kritisierte. „Es ist schade, dass sie nicht hier waren“, sagte Murray und wunderte sich: „Normalerweise spielen die meisten besser, wenn sie für ihr Land antreten.“ Zehn Profis aus den Top 20 fehlen am Zuckerhut. Während Roger Federer und sein Schweizer Landsmann Stan Wawrinka wegen Verletzungen passen mussten, nannten unter anderem Milos Raonic (Kanada) und Tomas Berdych (Tschechien) die Angst vor dem Zika-Virus als Absagegrund.
Hier die Herren-Ergebnisse vom olympischen Tennisturnier in Rio de Janeiro:Herren-Einzel,Herren-Doppel.
