Peru-Kapitän Horna: "Wegen des Davis Cups bin ich Tennisprofi geworden"

Nach dem Aufstieg aus der Weltgruppe I darf das peruanische Davis-Cup-Team heute in Düsseldorf gegen Deutschland in den Qualifiers starten. Kapitän Luis Horna blickt zuversichtlich auf die Woche im Rheinland und die Entwicklung seines Teams.

von Daniel Hofmann aus Düsseldorf
zuletzt bearbeitet: 06.02.2026, 13:10 Uhr

Luis Horna hat nicht nur wegen seines Amtes als peruanischer Davic-Cup-Kapitän eine besondere Beziehung zum Davis Cup.
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Luis Horna hat nicht nur wegen seines Amtes als peruanischer Davic-Cup-Kapitän eine besondere Beziehung zum Davis Cup.

Gegen Portugal gelang Peru im September der Aufstieg aus der Weltgruppe I in die Eliterunde. Beim 3:1-Triumph führte Kapitän Luis Horna sein Team zu einem der größten Erfolge seines Tennisverbandes. Im exklusiven Interview mit tennisnet.com spricht der 45-Jährige über seine Sicht auf Ignacio Buse und Gonzalo Bueno, die beiden Tennishoffnungen des Landes, mit welchen Mindset sein Team in das Duell gegen Deutschland geht und warum der Davis Cup das Leben des ehemaligen Profis schon in jungen Jahren nachhaltig beeinflussen sollte.

Luis, wie steht es eigentlich um den Tennissport in Peru? Gehört Tennis zu den beliebtesten Sportarten im Land?

Tennis gehört neben Fußball und Volleyball zu den definitiv zu den beliebtesten Sportarten in Peru. Wir haben aktuell einige gute Spieler und auch in der Vergangenheit gehabt, die von den Fans immer unterstützt werden.

Mit Ignacio Buse, der zuletzt erstmals in die Top 100 vorstoßen konnte, und Gonzalo Bueno stehen zwei junge Spieler im Aufgebot, denen große Erfolge zugetraut werden. Wie steht es um das Spiel und die Entwicklung der beiden Talente?

Beide sind sehr talentiert und auch sehr verschieden. Ignacio hat sehr viele verschiedene Waffen in seinem Spiel. Gonzalo ist eher der typische Spieler, den man aus Südamerika kennt. Ein harter Kämpfer mit einer sehr starken Vorhand. Sie stehen beide noch am Anfang, aber in den nächsten Jahren werden wir beide defintiv bei den großen Turnieren spielen sehen.

Mit welcher Einstellung seid ihr nach Düsseldorf gereist? Gilt gerade für die jungen Spieler die Vorgabe, dass sie hier viel mitnehmen sollen. Oder ist die Kommunikation schon klar definitiert, dass hier nur ein Sieg zählt?

Wir sind natürlich hier, um weiterzukommen. Wir holen die Jungs nicht von der Tour, um einfach nur eine gute Zeit zu haben. Wir alle lieben es für das Davis-Cup-Team zu spielen. Natürlich treten wir gegen eines der besten Teams der Welt an. Alexander Zverev ist zwar nicht dabei, aber trotzdem haben die Deutschen ein tolles Aufgebot.

Hattest Du im Vorfeld ein besonderes Auge auf die Matches von Yannick Hanfmann und Jan-Lennard Struff?

Ich kenne beide natürlich, da ich Tennis schon lange verfolge. Wir wissen, wie sie spielen und was ihre Stärken sind. Dasselbe gilt für das Doppel Krawietz/ Pütz. Yannick hat lange mit Juan Pablo Brezicki zusammengearbeitet, den ich sehr gut kenne. Sowas hilft natürlich auch.

Hast du selber ein besonderes Highlight, das du mit dem Davis Cup verbindest?

Da gibt es sehr viele Momente. Sowohl als Kapitän als auch als Spieler. Der Davis Cup bedeutet mir alles. Der Wettbewerb hat in Peru einen sehr hohen Stellenwert und ist der Grund, warum ich Tennisprofi geworden bin. Aktuell hat natürlich das Aufstiegduell gegen Portugal im vergangenen Herbst einen besonderen Platz. Letztendlich hat aber jede Begegnung seine ganz speziellen Momente. Aktuell ist es für mich etwas Besonderes Ignacio und Gonzalo im Team zu haben. Wir kommen sehr gut miteinander aus und motivieren uns gegenseitig.

von Daniel Hofmann aus Düsseldorf

Freitag
06.02.2026, 12:33 Uhr
zuletzt bearbeitet: 06.02.2026, 13:10 Uhr