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Petkovic zu Serena-Comeback - "Sie wird superfit anreisen"

Serena Williams kehrt zurück: Nach zwölf Monaten Pause schlägt die 40-Jährige wieder in Wimbledon auf. Für das Turnier ist der Superstar ein Gewinn.

von SID
zuletzt bearbeitet: 15.06.2022, 21:18 Uhr

Was kann Serena in Wimbledon reißen?
© Getty Images
Was kann Serena in Wimbledon reißen?

Weiße Schuhe auf grünem Rasen. Dazu eine kurze Ankündigung, mit der Serena Williams die Tenniswelt in Aufregung versetzte. "SW und SW19. Es ist ein Date. 2022, wir sehen uns dort", schrieb der Superstar am Dienstag bei Instagram - und wenig später war klar: Die 23-malige Grand-Slam-Siegerin aus den USA kehrt tatsächlich auf den Court zurück. Mit einer Wildcard startet Williams in Wimbledon und damit den nächsten Angriff auf den Major-Rekord.

"Gut für sie, schlecht für uns", scherzte Andrea Petkovic beim Rasenturnier in Berlin. Aber im ernst: "Das sind tolle Nachrichten für den Frauensport." Sie hoffe nur, nicht schon in der ersten Runde auf Williams zu treffen, denn Petkovic ist überzeugt: "Sie wird super-fit anreisen."

Serena Williams zuletzt eher auf dem roten Teppich unterwegs

Williams' Comeback kommt überraschend, seit ihrer Aufgabe im vergangenen Jahr war sie nicht mehr auf den Tennisplätzen gesehen worden. Ein Riss in der hinteren Oberschenkelmuskulatur hatte sie zu einer monatelangen Pause gezwungen. 2022 war Williams, mittlerweile 40 Jahre alt, eher auf den Roten Teppichen von Hollywood unterwegs - unter anderem bei den Oscars, als das Familiendrama "King Richard" im Mittelpunkt der Verleihung stand.

Williams' Erfolgscoach Patrick Mouratoglou wandte sich bereits einem neuen Projekt zu, der Franzose will Simona Halep zurück zu alter Klasse verhelfen. Als Williams dann in der Meldeliste für Wimbledon fehlte, sprach vieles für ein leises Ende einer der größten Karrieren in der langen Tennisgeschichte.

Letzter Grand-Slam-Sieg 2017

Doch Serena hat noch nicht genug. Seit ihrem letzten Grand-Slam-Titel 2017 in Melbourne, den sie bereits schwanger gewann, jagt sie bislang vergeblich dem Traum vom Rekord hinterher. Den hält die Australierin Margaret Court mit 24 Majortriumphen. Nach der Geburt ihrer Tochter Olympia erreichte Williams vier Grand-Slam-Finals, die sie alle verlor - 2018 und 2019 auch in Wimbledon gegen Angelique Kerber und die Rumänin Halep.

Ein Triumph nach einem Jahr Pause wäre in diesem Jahr eine Sensation, die nur Williams - und ihr auch nur in Wimbledon zuzutrauen ist. Auf dem "Heiligen Rasen" auf der Anlage an der Church Road im Stadtteil SW19 hat sie siebenmal gewonnen und stand vier weitere Male im Finale. Allerdings braucht sie mehr als nur einen krachenden Aufschlag, um deutlich jüngere Spielerinnen wie die derzeit überragende Weltranglistenerste Iga Swiatek aus Polen zu schlagen.

Gewinn für das Wimbledon-Turnier

Für die Championships in Wimbledon ist jedoch bereits der Start der jüngeren Williams-Schwester ein Gewinn. Nach dem Ausschluss der russischen Profis wegen des Angriffskriegs auf die Ukraine fehlen Stars wie der Branchenführer Daniil Medvedev. Olympiasieger Alexander Zverev fällt verletzt aus, Rekordchampion Roger Federer wird seit einem Jahr schmerzlich vermisst, und Titelverteidigerin Ashleigh Barty hat ihre Karriere beendet.

Serena Williams' Rückkehr dürfte den hohen Herren des All England Club mehr als willkommen sein. Einspielen wird sie sich in der kommenden Woche in Eastbourne - zunächst allerdings nur im Doppel mit Ons Jabeur.

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von SID

Mittwoch
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zuletzt bearbeitet: 15.06.2022, 21:18 Uhr

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